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Naturpflege

Straßen.NRW kümmert sich intensiv um die Naturpflege: wir beseitigen Abfälle, pflegen das Gehölz und die Bäume an den von uns betreuten Straßen und Wegen und bekämpfen tierische und pflanzliche Schädlinge. Erfahren Sie im Detail, wie wir dabei vorgehen und nach welchen Leitlinien die Pflege erfolgt.

Mitarbeiter bei der Beseitigung von Abfall auf einem Rastplatz

Abfallbeseitigung an Straßen

Neben dem regulären Abfall, wie Kehrgut, müssen wir immer wieder achtlos weggeworfene Utensilien aufwendig sammeln und entsorgen, was erheblich Zeit und Geld kostet. Auf dieser Seite beantwortet Straßen.NRW die häufigsten Fragen zu den Themen Abfallbeseitigung.

Abbildung Straßenbegleitgrün 6 Monate nach Rückschnitt: komplett bewachsen

Gehölzpflege an Straßen

Pflanzen leben und verändern sich ständig. Deshalb müssen Gehölzflächen an Straßen immer wieder gepflegt werden. Dabei erfüllen Gehölze und andere Anpflanzungen entlang von Straßen wichtige verkehrstechnische, bautechnische und gestalterische Funktionen.

Baumpflege

Das ökologische Gleichgewicht liegt uns am Herzen. Straßen.NRW betreibt deshalb ein professionelles Baum-Management. Wir beschäftigen Baumkontrolleure, die den Bestand detailliert im Blick haben. Wir kümmern uns um Anpflanzungen und die fortlaufende Pflege.

Japanknöterich am Straßenrand

Pflanzen an Verkehrswegen

Nicht heimische Pflanzen, sogenannte Neophyten, aber auch heimische Gewächse stellen die Straßenwärter*innen bei der Pflege der Verkehrswege vor neue Herausforderungen. Den korrekten Umgang mit Herkulesstaude, Japanknöterich und Co. erlernen die Straßenwärter*innen dabei in speziellen Seminaren zur Grünpflege.

Häufige Fragen zur Grünpflege durch Straßen.NRW

Zu den zur Straße gehörenden Grünflächen zählen Rasenflächen (Offenlandflächen) und Gehölze.

Die Rasenflächen werden je nach Lage zur Straße und spezieller Funktion in unterschiedlicher Intensität gepflegt und daher in Intensiv- und Extensivbereich unterteilt. Im Intensivbereich werden die Rasenflächen aus Gründen der Verkehrssicherheit und des Wasserabflusses niedrig und dicht gehalten und sind daher häufiger zu mähen.

Der Extensivbereich soll aus naturschutzfachlichen Gründen offen (gehölzfrei) bleiben. Um diese Verbuschung zu vermeiden wird dieser Bereich in der Regel einmal pro Jahr gemäht. Eine häufigere Mahd kann hier allerdings auch die Artenvielfalt des Bewuchses und damit auch ein vielfältiges Nahrungsangebot für die Tierwelt fördern.

Die Rasenpflege wird hauptsächlich mittels Mulchmahd durchgeführt. Das Schnittgut verbleibt dabei auf der Rasenfläche und liefert dem Boden wichtige Nährstoffe. Im Intensivbereich wird in der Regel bis zu dreimal im Jahr gemäht, wobei der Zeitpunkt und die Häufigkeit vor allem von der Verpflichtung zur Aufrechterhaltung der Verkehrssicherheit und dem Klima- und Witterungsverlauf abhängt.

Um die ökologischen Gesichtspunkte bestmöglich zu wahren, sollen die Extensivflächen in einer Vegetationsperiode nicht vollständig gemäht werden, sodass ausreichend Flächen als Rückzugsraum für Insekten zurückbleiben.

Bei der Grünpflege geht es darum, durch regelmäßige Pflege- und Unterhaltungsmaßnahmen (Pflege von Rasenflächen und Gehölzanpflanzungen), den Bestand der Grünflächen zu sichern, sodass diese ihren Aufgaben und Funktionen dauerhaft gerecht werden. Hierzu zählen die Gewährleistung der Sicherheit und Leichtigkeit des Verkehrs, die ingenieurbiologische Sicherung des Straßenkörpers und der Böschung, der Schutz angrenzender Flächen, sowie landschaftsökologische und landschaftsgestaltende Funktionen.

Der Mähzeitraum sollte so gewählt werden, dass die Beeinträchtigung für Flora und Fauna möglichst gering ist und der Aufwuchs in der verbleibenden Vegetationsperiode nach dem Mähen nicht zu stark ist. Zur Erhaltung und Förderung besonderer Pflanzenbestände kann allerdings auch eine früheres Mähen sinnvoll sein.

Jedes Mähen bedeutet einen Eingriff in die Tier- und Pflanzenwelt. Allerdings kann es durch zu wenig oder fehlende Pflege zur Verbuschung kommen, sodass offene Rasenflächen zuwachsen und sich vor allem dominante Gräser und nährstoffliebende Pflanzen durchsetzen. Hierdurch werden Licht- und wärmeliebende Spezialisten verdrängt und höhere Gräser beschatten den Boden. Außerdem gehen offene, strukturreiche Bereiche verloren, die für viele gefährdete Offenland-Tierarten (z.B. Bodenbrüter, Reptilien, seltene Tagfalter) essenziell sind.

Raupen des Eichenprozessionspinners

Maßnahmen gegen Eichen­prozessions­spinner

Der Eichen­prozessions­spinner kann im Raupenstadium bei Menschen allergische Reaktion auslösen. Die Schmetterlings­art tritt seit einiger Zeit immer häufiger auf. Die Tiere bilden ihre gesponnenen Nester vorwiegend in Eichen­bäumen.