Straßen.NRW startet mit Drohnen durch

Hagen (straßen.nrw). Vermessungsingenieure und -techniker bei Straßen.NRW fliegen künftig mit einer Phantom 4. Dabei ist nicht das legendäre Jagdflugzeug gemeint, das mit Überschall-Geschwindigkeit über den Himmel rast, sondern eine Drohne, die von oben zentimetergenau vermessen kann.

Drohnen sind seit gut zwei Jahren bei Straßen.NRW im Einsatz. Zunächst hat das übergeordnete Referat Straßeninformation und Vermessung die fliegenden Datensammler eingesetzt, um Nutzungsmöglichkeiten und auch die am Markt verfügbaren Geräte zu testen. Jetzt wird die neue Technologie für alle Straßen.NRW-Niederlassungen eingeführt. In jeder der Straßen-NRW-Regionen wurden acht Piloten ausgebildet, die von den einzelnen Fachabteilungen angefordert werden können. „Wir setzen die Drohnen nicht nur für Planung und Bau ein, sondern auch für die frühe Bürgerbeteiligung. Mit den Bildern, die wir aus der Luft machen können, lassen sich Projekte für die Menschen nachvollziehbarer darstellen“, sieht Straßen.NRW-Direktor Dr. Sascha Kaiser einen weiteren Gewinn im Einsatz dieser Technik. „Mit Hilfe der Drohnendaten lassen sich Wirklichkeit und planerische Ideen verschmelzen.“

Eingesetzt werden zwei unterschiedliche Drohnen-Typen. Die Phantom 4 übernimmt dabei eher den technischen Part, das zweite Modell, eine Matrice 300, ist vor allem für den bildgebenden Einsatz gedacht. Bei Arbeiten mit dem Fokus Vermessung geht es um die Erstellung von Orthofotos – die maßstabsgetreue Abbildung der Erdoberfläche, Datenerfassung zur Erstellung von Lageplänen oder auch die Ermittlung zum Beispiel von Bodenmassen auf Baustellen. Die „Fotodrohne“ dient mehr der Dokumentation von Baustellen per Foto oder Video, erkundet Flächen für die Vorplanung und liefert Ansichten für die Bürgerbeteiligung. „Die Leistungen, die diese Fluggeräte bieten, haben sich in den vergangenen Jahren enorm gesteigert“, sagt Michael Quente, der mit seinem Kollegen Georg Jungfermann zu den ersten Drohnen-Piloten bei Straßen.NRW gehörte. „Mittlerweile können wir die Position der Drohne mit Zentimetergenauigkeit bestimmen.“

Einsatz bei Brückenprüfung

Geht es bei Planung und Bau meist um den Blick von oben, müssen Bauwerksprüfer oft in großer Höhe Brücken von unten betrachten. Auch hier können Drohnen helfen, ohne den aufwändigen Einsatz von Hubsteigern oder Brückenuntersichtgeräten, Schäden zu erkennen. In einem ersten Projekt an einer Talbrücke der A45 bei Dortmund wird diese Einsatzmöglichkeit zurzeit von Straßen NRW getestet.

Pressekontakt: Susanne Schlenga, Telefon 0209-3808-333

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