Straßen.NRW startet in die Wintersaison

Gelsenkirchen (straßen.nrw). 130.000 Tonnen Streusalz lagern in den Salzhallen der Meistereien des Landesbetriebes. Zur Erhöhung der Versorgungssicherheit stehen zusätzlich rund 60.000 Tonnen als Reserve bereit. Geht es nach Straßen.NRW, kann der Winter kommen.

Winterdienstzentralen sind besetzt

Mit dem Beginn des Novembers sind auch die beiden Standorte der Winterdienstzentrale in Hamm und Krefeld besetzt, um die Einsätze auf den Autobahnen im Land zu steuern. In der Straßen.NRW-Winterdienstzentrale laufen alle wichtigen Informationen zusammen. Wertvolle Erkenntnisse über die kurzfristige Wetterentwicklung liefert das Straßenzustand- und Wetterinformationssystem "SWIS", das die Straßenbauverwaltungen der Länder gemeinsam mit dem Deutschen Wetterdienst (DWD) betreiben. Hinzu kommen die kurzfristigen Wetterprognosen und Wetterradardaten des DWD. Trotz aller modernen Technik bleibt allerdings "menschliches Know-how" unverzichtbar. Die Mitarbeiter in den Winterdienstzentralen stehen deshalb im engen Kontakt mit den Meteorologen des DWD, den zuständigen Autobahnpolizeidienststellen - und natürlich mit den Autobahnmeistereien des Landesbetriebes.

Präventives Streuen mit Sole

Die Straßenwärter der Autobahn- und Straßenmeistereien stehen mit Ihren Streu- und Räumfahrzeugen bereit, um nach besten Kräften für eis- und schneefreie Straßen zu sorgen. Autobahnen sollen 24 Stunden täglich, wichtige Straßen für den überörtlichen Verkehr von 6 bis 22 Uhr befahrbar sein. So sieht es das bundesweit gültige "Anforderungsniveau Winterdienst" vor.

Damit sich Glätte und Schnee auf der Fahrbahn gar nicht erst breit machen können, setzt Straßen.NRW seit einigen Jahren auf den Autobahnen verstärkt auf das sogenannte Flüssigstreuen mit Salzsole. Wenn die Prognosen erkennen lassen, dass Reifglätte, gefrierende Feuchte oder Schnee drohen, sprühen die Straßenwärter vorsorglich Sole, also in Wasser aufgelöstes Tausalz, auf die Fahrbahn. Eisglätte oder eine Eisschicht aus festgefahrenem Schnee können sich dadurch schwerer bilden. Allerdings ist diese Technik nicht bei allen Witterungslagen einsetzbar und ergänzt somit das bekannte Streuen mit "Feuchtsalz".

Kein Recht auf geräumte und rutschsichere Fahrbahnen

Allerdings: Auch dann, wenn der Winterdienst bei Straßen.NRW auf vollen Touren läuft, können die Streu- und Räumfahrzeuge unmöglich immer und überall vor Ort sein. Eine Garantie oder gar ein Recht auf geräumte und rutschsichere Fahrbahnen gibt es nicht. In der vierten Jahreszeit müssen Verkehrsteilnehmer deshalb immer mit Reifglätte, Eisglätte, Glatteis oder Schneeglätte rechnen und sollten sich und ihr Fahrzeug entsprechend vorbereiten.

Angepasste Fahrweise ist wichtig

Wer sicher ans Ziel kommen möchte, ohne sich und andere zu gefährden, sollte Fahrzeug und Fahrstil der Wetterlage anpassen und mit Winterreifen unterwegs sein. Wenn bei Schnee und Eis nichts mehr geht, müssen Autofahrer eine Gasse freihalten, damit Polizei, Rettungsdienste aber auch die Räumfahrzeuge ungehindert weiterfahren können.

Vergangene Saison lag unter dem Durchschnitt

Der Streusalzverbrauch von Straßen.NRW lag in der Wintersaison 2019/2020 bei rund 60.000 Tonnen und war damit unterdurchschnittlich. Denn dieser Durchschnitt liegt - gemessen an den letzten 20 Jahren - bei rund 130.000 Tonnen pro Wintersaison.

Pressekontakt: Susanne Schlenga/Stephan Lamprecht, Telefon 0209-3808-333

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