Straßen.NRW legt Bauzeiten für Autobahnen abschnittweise fest. Extra-Sperrzeiten wegen ausbleibender Osterreisewelle ausgesetzt

Gelsenkirchen (straßen.nrw). Bau bedeutet in der Regel häufig Stau. Also achtet Straßen.NRW darauf, notwendige Tagesbaustellen in verkehrsarme Zeiten zu legen. Nur fließt der Verkehr in NRW nicht überall gleich stark. Ein Sperrzeiten-Katalog regelt, wann wo gebaut werden darf. Diese Liste aller Autobahn-Strecken ist in den vergangenen Monaten überarbeitet worden, um das Bauen noch flexibler zu gestalten. Ganz aktuell öffnet das durch das Kontaktverbot verringerte Verkehrsaufkommen ein neues Baufenster: Der Bund hat die Extra-Sperrzeiten für die sonst übliche Osterferien-Reisewelle aufgehoben.

"Wir berücksichtigen bei unseren Planungen schon immer, den Berufsverkehr so wenig wie möglich zu stören", sagt Elfriede Sauerwein-Braksiek, bis Ende März Direktorin von Straßen.NRW und nun als Leiterin der Niederlassung Westfalen der Autobahn GmbH mit dem Thema befasst. Die Folge: Mehr als 53 Prozent der so genannten Tagesbaustellen - also Maßnahmen kürzerer Dauer - wurden 2019 nachts abgewickelt. Pro Jahr gibt es immerhin gut 20.000 dieser Tagesbaustellen. Baustellen längerer Dauer werden darüber hinaus mittlerweile ganz oder in Teilen, wenn sie über mehrere Monate gehen, zu einem Drittel am Wochenende abgewickelt.

Auf Verkehrsspitzen reagieren

In Abhängigkeit der Örtlichkeit waren den Straßen.NRW-Autobahnmeistereien und auch Auftragnehmern aus der Bauwirtschaft bislang entweder verkehrsabhängige oder aber tageszeitabhängige Zeitfenster vorgegeben, in denen gearbeitet werden durfte. "Hier schauen wir mit dem neuen Sperrzeiten-Katalog nun noch genauer hin und können so flexibler auf die unterschiedlichen Verkehrsspitzen in den Regionen reagieren", erklärt Straßen.NRW-Abteilungsdirektor Thomas Oehler. Auf der einen Seite sollen so zusätzliche Belastungen auf ohnehin schon stark staugefährdeten Strecken vermieden werden, "auf der anderen Seite öffnen sich aber auch Baufenster, die wir besser ausnutzen können", sieht Oehler einen großen Gewinn in einer detaillierteren Betrachtung der Autobahnabschnitte. Ein Beispiel: Auf der A40 bei Bochum-Zentrum darf - abgesehen von Notmaßnahmen - zwischen fünf Uhr morgens und 21 Uhr abends nicht gebaut werden, während auf derselben Strecke bei Wattenscheid bauen ab 9 Uhr möglich ist.

Pressekontakt: Susanne Schlenga, Telefon 0209-3808-333

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