Saisonstart des Eichenprozessionsspinners: Straßen.NRW bereits im Einsatz
Gelsenkirchen (straßen.nrw). Mit dem Beginn der wärmeren Jahreszeit startet auch die Saison des Eichenprozessionsspinners. Straßen.NRW ist derzeit im Einsatz, um einem Befall entlang von Bundes- und Landesstraßen entgegenzuwirken.
Engmaschiges Monitoring und gezielte Maßnahmen
Der Eichenprozessionsspinner ist seit Jahren in Nordrhein-Westfalen verbreitet und tritt insbesondere entlang von Bundes- und Landesstraßen auf, wo zahlreiche Eichenbestände stehen. Mit steigenden Temperaturen beginnen die Raupen ab Frühjahr zu schlüpfen. Schließlich entwickeln sie ihre charakteristischen Brennhaare, die für Mensch und Tier gesundheitsschädlich sein können.
Straßen.NRW setzt auch in diesem Jahr auf ein engmaschiges Monitoring. Bekämpfungsmaßnahmen erfolgen gezielt dort, wo bereits in den Vorjahren ein Befall festgestellt wurde oder neue Vorkommen erkannt werden. Ziel ist es, Gefahren frühzeitig zu erkennen und geeignete Maßnahmen einzuleiten. Dazu zählen – je nach Befallstärke und Standort – die mechanische Entfernung der Nester oder gezielte Bekämpfung durch Fachfirmen.
Der Einsatz erfolgt insbesondere dort, wo eine erhöhte Gefährdung für die Öffentlichkeit besteht, etwa an stark frequentierten Straßen, Rastplätzen oder Radwegen. Dabei werden junge Eichenblätter mit einem zugelassenen Biozid auf Basis des Bodenbakteriums Bacillus thuringiensis behandelt. Die Raupen nehmen den Wirkstoff über die Nahrung auf und sterben ab, bevor sie das für den Menschen gefährliche Entwicklungsstadium mit Brennhaaren erreichen.
Ergänzend werden in einigen Regionen Nematoden eingesetzt. Diese Fadenwürmer werden mit spezieller Technik direkt in die Baumkronen eingebracht und bekämpfen die Raupen ebenfalls im frühen Stadium. Der Einsatz erfolgt in der Regel nachts, da die Organismen empfindlich gegenüber Sonnenlicht sind.
Wird ein akuter Befall festgestellt, reagiert Straßen.NRW umgehend: Betroffene Bereiche – etwa an Rast- und Parkplätzen – werden gekennzeichnet oder bei Bedarf gesperrt. Gleichzeitig beauftragt Straßen.NRW Fachfirmen mit der Beseitigung der Raupen.
Gesundheitsrisiken ernst nehmen
Von den Raupen des Eichenprozessionsspinners geht eine erhebliche Gesundheitsgefahr aus. Ab dem dritten Larvenstadium bilden sie feine Brennhaare aus, die das Nesselgift Thaumetopoein enthalten.
Die Haare können leicht abbrechen, vom Wind verbreitet werden und über längere Zeit in der Umgebung verbleiben. Bereits ein Kontakt kann zu gesundheitlichen Beschwerden führen. Dazu zählen insbesondere Hautreizungen, Rötungen sowie Reizungen der Augen und Atemwege. In Einzelfällen sind auch stärkere allergische Reaktionen möglich.
Eine Gefährdung besteht nicht nur bei direktem Kontakt mit den Raupen oder ihren Nestern. Auch belastete Bereiche unter befallenen Bäumen oder in deren Umfeld können betroffen sein. Straßen.NRW empfiehlt daher, befallene Bereiche konsequent zu meiden und Raupen sowie Gespinste nicht zu berühren. Hinweise und Absperrungen vor Ort sollten unbedingt beachtet werden.
Verkehrseinschränkungen möglich
Straßen.NRW appelliert an die Bevölkerung, Hinweise vor Ort zu beachten. Ziel ist es, die Gefahren durch den Eichenprozessionsspinner so gering wie möglich zu halten und gleichzeitig die Verkehrssicherheit zu gewährleisten.
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