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Pilotprojekt von Straßen.NRW zur Insektenfreundlichkeit

Münster (straßen.nrw). Neue Wege geht Straßen.NRW bei der aktiven Förderung von Insekten. Im Fokus stehen dabei die Straßenseitenräume. In einem gemeinsamen Pilotprojekt mit der Universität Osnabrück geht es um die spannende Frage: Wie können wir entlang landeseigener Verkehrsflächen die Entwicklung von Insekten fördern und ihnen geeignete Lebensräume zur Verfügung stellen? Gleichzeitig müssen die Straßenseitenräume weiter für den Betriebsdienst gut zu pflegen sein. Diese Fragestellung wird nun in einem auf vier Jahre angelegten Versuches im Bereich der Straßenmeisterei Münster erprobt und wissenschaftlich durch die Universität Osnabrück eng begleitet.

Was passiert genau?

Zunächst galt es acht repräsentative Untersuchungsflächen auszuwählen. Die Probeflächen liegen alle im sogenannten „Extensivbereich“ des Straßenraumes, das heißt sie grenzen nicht unmittelbar an die Straße. Auf der einen Hälfte der Probeflächen wird die ursprüngliche Vegetation beibehalten, auf der anderen Hälfte kommt eine spezielle Wiesensaatmischung regionaler Herkunft zum Einsatz, von welcher eine positive Wirkung insbesondere auf blütenbesuchende Insektenarten zu erwarten ist. Das Saatgut ist vor wenigen Wochen auf den vorgesehenen Flächen eingesät worden, wie das aktuelle Video zeigt. Nachdem sich die Saatmischung entwickelt hat, wird im ersten Jahr zunächst der Ist-Zustand aller Probeflächen erfasst. Wie viele und welche Insektenarten leben im entsprechenden Straßenseitenraum, welche Gräser und Kräuter sind vorhanden oder haben sich auf den bearbeiteten Flächen etabliert. Außerdem wird festgehalten, wie groß der Unterhaltungsaufwand für die Flächen ist.

Im zweiten bis vierten Jahr werden die Flächen dann mit drei unterschiedlichen Pflegevarianten bearbeitet. Untersucht werden sollen die Auswirkungen einmaliger bzw. zweimaliger Mahd unter Verwendung eines insektenschonenden Mähkopfes mit Aufnahme des Mahdgutes im Vergleich zu dem bisherigen Verfahren, bei dem nach dem Mähen das Mulchgut auf der Fläche verbleibt. Während des Untersuchungszeitraumes wird die Entwicklung der Probeflächen dokumentiert und der Zustand von Flora und Insektenfauna erfasst. So können am Ende die Auswirkungen der Pflegeveränderungen evaluiert werden, um die bestmöglichen Rahmenbedingungen zur Förderung der Insektenartenvielfalt in Straßenseitenräumen zu ermitteln.

YouTube-Video Insektenfreundliche Straßenseitenränder

Neue Wege geht Straßen.NRW bei der aktiven Förderung von Insekten. Im Fokus stehen dabei die Straßenseitenräume. Ein gemeinsames Pilotprojekt mit der Universität Osnabrück.

Pressekontakt

Nina Wischeloh
Hauptsitz Coesfeld
02541 742-113

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