L776n: Baustelle Ortsumgehung Bad Fredeburg - Lebensgefährlicher „Spielplatz“

Schmallenberg (straßen.nrw). Auf der Baustelle zum Neubau der L776-Ortsumgehung Bad Fredeburg wurden in den vergangenen Wochen mehrfach spielende Kinder gesichtet. Die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Sauerland-Hochstift richtet die dringende Bitte an alle Eltern, ihre Kinder zu sensibilisieren und darauf hinzuweisen das Spielen auf der Baustelle zu unterlassen. Die aktuelle Corona-Situation mit Sperrung der Spielplätze und Sportanlagen stellt Kinder vor große Herausforderungen und Einschränkungen. Jedoch ist eine Baustelle keine alternative Freizeitanlage. „Es ist lebensgefährlich und verboten die Baustelle zu betreten“, so der eindringliche Hinweis von Straßen.NRW.

Das Straßenneubauprojekt mit vielen Erdarbeiten erfordert neben dem üblichen Baustellenverkehr zusätzlich noch den Einsatz von großen Baumaschinen für die Bodenabfuhr. Bei dem abschüssigen und schwierigen Baustellengelände ist es nicht auszuschließen, dass Erdmaterial bis hin zu Felsbrocken von den beladenen Fahrzeugen herunterfällt. Darüber hinaus werden im weiteren Bauablauf voraussichtlich bis August, wöchentlich mehrere Lockerungssprengungen für den Felsabtrag durchgeführt.

Baufortschritt im Zeitplan

Die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Sauerland-Hochstift liegt mit dem Baufortschritt für den Neubau der Ortsumgehung Bad Fredeburg gut im Zeitplan.

Die Arbeiten für die Herstellung der ersten zwei Brückenbauwerke werden voraussichtlich Mitte des Jahres abgeschlossen. Das erste Bauwerk befindet sich nördlich der B511 und wurde als sogenannte Viehtrift errichtet um die Zugänglichkeit des Weidelandes westlich und östlich der Neubautrasse zu erhalten. Das zweite Bauwerk liegt südlich der K20 Altenilper Straße und dient der Überführung eines Wirtschaftsweges. Die Gesamtbaukosten für beide Brücken betragen rund 2,3 Millionen Euro.

Ebenfalls auf der Zielgeraden ist das dritte und vierte Bauwerk im Zuge der Ortsumgehung Bad Fredeburg. Im Herbst dieses Jahres ist die Fertigstellung der insgesamt 2,5 Millionen Euro teuren Brücken zur Überführung eines Wirtschaftsweges nördlich der K20 Altenilper Straße sowie zur Unterführung eines Gewässers und Kreuzweges geplant.

Die vorbereitenden Erdarbeiten für den Straßenbau im Bauabschnitt zwischen der B511 und des Kreuzweges sowie der Neubau eines Bauwerkes zur Unterführung eines Gewässers im Zuge der B511 haben im März begonnen. Die Gesamtbaukosten für diese Baumaßnahmen liegen bei circa 6,4 Millionen Euro.

Die Erdarbeiten inklusive der Hangsicherung zwischen dem Kreuzweg und der Anbindung an die vorhandene Landesstraße werden in diesem Jahr ausgeschrieben.

Land investiert 17,5 Millionen Euro

Für die 2,5 Kilometer lange Ortsumgehung investiert das Land Nordrhein-Westfalen insgesamt etwa 17,5 Millionen Euro. Sechs Ingenieurbauwerke werden für die Umgehungsstraße neu gebaut, darunter eine rund 275 Meter lange und bis zu 17 Meter hohe Hangsicherung. Der erste Spatenstich für den Neubau der Ortsumgehung Bad Fredeburg fand am 17. Oktober 2018 statt.

Pressekontakt: Oscar Santos, Telefon 0291-298-141

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