L757: Neubau der Wapelbach-Brücke in Verl startet am 8. September
Verl (straßen.nrw). Die Geh- und Radwegbrücke über den Wapelbach im Zuge der Paderborner Straße (L757) muss erneuert werden. Ab Montag, 8. September, starten die Arbeiten für den Ersatzneubau. Die Brücke wird bis Ende des Jahres gesperrt.
Die Baumaßnahme hat keine Auswirkungen auf den motorisierten Verkehr. Der Fuß- und Radverkehr wird über die Verkehrsinsel in Höhe der Ostwestfalenhalle auf den Geh-/Radweg auf der anderen Straßenseite geführt.
Ersatz durch Stahlbeton
Eine Reparatur bzw. der Erhalt der Bestandsbrücke aus Holz (Baujahr 1996) ist nicht möglich. Die Brücke wird in massiver Bauweise errichtet, weil die laufende Unterhaltung, Instandhaltung und Überwachung von Holzbrücken viel aufwändiger ist. Außerdem werden durch Lastansätze für Ersatzneubauten (geregelt in der europäischen Norm DIN EN 1991-2) höhere Tragfähigkeiten erforderlich, die wiederum massivere Querschnitte benötigen. Dadurch steigt der Materialbedarf bei Holzbrücken im Vergleich zu Stahlbetonbrücken aufgrund der unterschiedlichen Materialeigenschaften überproportional an.
Hintergrund
Die neue Brücke wird deutlich anders aussehen als ihre Vorgängerin – das liegt nicht nur am Material, sondern auch an anderen Vorgaben: Straßen.NRW muss Brücken auf ein 100-jähriges Hochwasser bemessen. Zusätzlich spielt die sogenannte Profilhöhe eine Rolle, also die erforderliche Höhe unter der Brücke. Die – im Vergleich zur Vorgänger-Brücke – steilere Rampe wird eine Steigung von 6 Prozent nicht überschreiten, um die Nutzung auch für Menschen mit eingeschränkter Mobilität sowie für Radfahrer*innen mit Anhänger oder Lastenrädern zu ermöglichen. Das entspricht den Vorgaben des Leitfadens „Barrierefreiheit im Straßenraum“ sowie den „Empfehlungen für Radverkehrsanlagen“ (ERA).
Das Land Nordrhein-Westfalen investiert rund 373.500 Euro in den Ersatzneubau.