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L651: Baubedingte Pause an der Neveltalbrücke in Bochum

Bochum (straßen.nrw). Die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Ruhr pausiert die Bauarbeiten an der Neveltalbrücke in Bochum. An der L651 (Munscheider Damm) errichtet Straßen.NRW neben der knapp 100 Jahre alten Gewölbebrücke ein neues Bauwerk. 2025 wurden für die Widerlager und Pfeiler der neuen Brücke 48 Bohrpfähle hergestellt. Im Rahmen der üblichen Kontrollen wurden an einzelnen Bohrpfählen Qualitätsmängel festgestellt. Bevor die Arbeiten fortgesetzt werden können, müssen die betroffenen Bohrpfähle saniert werden. Straßen.NRW stimmt derzeit das Sanierungskonzept ab. Die Arbeiten vor Ort werden voraussichtlich im Februar fortgesetzt, sofern es die Witterungsbedingungen zulassen.

Die Baupause erfordert eine erneute Überarbeitung des Zeitplans. Dieser wird eng mit der Stadt Bochum abgestimmt, um eine übermäßige Belastung der Verkehrsteilnehmenden zu vermeiden. Straßen.NRW rechnet zum jetzigen Zeitpunkt damit, dass die Brücke über das Neveltal Anfang 2027 für den Verkehr freigegeben werden kann.

Hintergrund

Für Bohrpfähle werden zunächst mit einem Bohrpfahlgerät Löcher in den Boden gebohrt und in diese sogenannte Bewehrungskörbe, das sind zylindrische Stahlkonstruktionen, eingeführt. Die Löcher werden dann mit Beton gefüllt. Als Widerlager bezeichnet man die tragenden Elemente am Anfang und am Ende einer Brücke und als Pfeiler die Tragelemente zwischen den Widerlagern.

Rund 54 Meter lang wird die neue Brücke, die östlich der alten Brücke entsteht. Die alte Gewölbebrücke stammt aus dem Jahr 1929 und entspricht den Anforderungen des modernen Verkehrs nicht mehr. Sie wird abgerissen, nachdem die neue Brücke für den Verkehr freigegeben wurde. Auf der neuen Brücke finden neben zwei Fahrspuren für den motorisierten Verkehr auch zwei Fahrstreifen für den Fuß- und Radverkehr Platz. Zudem entstehen Überflughilfen auf beiden Seiten der Brücke, dank denen die Gefahr von Kollisionen von Fledermäusen und Vögeln mit Fahrzeugen vermindert wird. Die Kurve südlich der Brücke wird verbreitert und somit die Verkehrssicherheit erhöht.

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