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L651: Arbeiten an der Neveltalbrücke in Bochum werden fortgesetzt

September 2025: Das Bohrpfahlgerät im Einsatz im Neveltal.

Bochum (straßen.nrw). Die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Ruhr setzt die Arbeiten an der Neveltalbrücke in Bochum fort. An der L651 (Munscheider Damm) baut Straßen.NRW neben der knapp 100 Jahre alten Gewölbebrücke ein neues Bauwerk. Im Frühjahr wurden während der Arbeiten Bodenschichten entdeckt, die zum Teil aus Kohle bestehen. Da Kohleflöze deutlich weicher als der umliegende Fels und damit weniger stark belastbar sind, wurden zusätzliche Bohrkernuntersuchungen und weitere statische Berechnungen notwendig. Jede Baumaßnahme beinhaltet ein gewisses Bodenrisiko. Straßen.NRW arbeitet mit erfahrenen Bodengutachtern zusammen, um dieses im Vorfeld zu ermitteln.

Die weiteren Untersuchungen und Berechnungen seit dem Frühjahr ergaben, dass die neue Brücke mit zusätzlichen Bohrpfählen im Boden gegründet werden muss. Für Bohrpfähle werden zunächst mit einem Bohrpfahlgerät (siehe Foto) Löcher in den Boden gebohrt. In diese werden sogenannte Bewehrungskörbe, das sind zylindrische Stahlkonstruktionen, eingeführt und diese dann mit Beton gefüllt. Insgesamt werden 48 Bohrpfähle für die Gründung der neuen Neveltalbrücke gesetzt.

Darauf entstehen im Anschluss Pfahlkopfplatten, bevor dann die beiden Widerlager und die Mittelpfeiler der zukünftigen neuen Brücke hergestellt werden. Als Widerlager bezeichnet man die tragenden Elemente am Anfang und am Ende einer Brücke und als Pfeiler die Tragelemente zwischen den Widerlagern.

In der Zwischenzeit wurden weitere Arbeiten zum Bau der Neveltalbrücke durchgeführt wie zusätzliche Kampfmittelsondierungen, Erdarbeiten und Materialanlieferungen. Dennoch wurde ein mehrwöchige Baupause notwendig, um die statischen Berechnungen abzuschließen. Zudem ist die Verfügbarkeit von Fachfirmen, die Bohrpfahlgeräte einsetzen, begrenzt. Die Arbeiten am Fundament der Brücke wurden im September wieder aufgenommen.

Die mehrwöchige Baupause erforderte eine Überarbeitung des Zeitplans. Dieser wurde eng mit der Stadt Bochum abgestimmt, um eine übermäßige Belastung der Verkehrsteilnehmenden durch gleichzeitig stattfindende Arbeiten vor allem auf den jeweiligen Umleitungsstrecken zu vermeiden. Straßen.NRW rechnet derzeit damit, dass die Brücke über das Neveltal Ende 2026 für den Verkehr freigegeben werden kann.

 

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