L269n: Verkehrsministerin Ina Brandes gibt ersten Bauabschnitt der Ortsumgehung Niederkassel frei

Niederkassel (straßen.nrw). Ein Meilenstein ist erreicht – am Montag (20.12.) hat Ina Brandes, Verkehrsministerin des Landes Nordrhein-Westfalen, den ersten Bauabschnitt der Ortsumgehung L269n in Niederkassel freigegeben. Zusammen mit Straßen.NRW-Direktorin Dr. Petra Beckefeld und Bürgermeister Stephan Vehreschild machte sie sich mit weiteren Vertretern der Kommunal- und Landespolitik ein Bild vom fertiggestellten Streckenabschnitt und betonte die Bedeutung der Ortsumgehung.

„Verkehr raus, Lebensqualität rein: Die neue Ortsumgehung L269 wird für alle Anwohner in Niederkassel eine enorme Entlastung sein“, so Ministerin Brandes. „Autos und Lkw werden schnell und sicher am Stadtgebiet vorbeigeführt. Das bedeutet mehr Ruhe, bessere Luft und mehr Sicherheit für Fußgänger und Radfahrer. Ich freue mich sehr, dass der Bau dieser so wichtigen Ortsumgehung vorangeht und wir endlich den ersten Abschnitt der neuen Trasse freigeben. Zugleich verbessern wir die Anbindung an Autobahnen und damit auch die Mobilität in der Region Köln-Bonn.“

Der Landesbetrieb prognostiziert, dass nach der kompletten Fertigstellung täglich rund 7000 Fahrzeuge weniger durch Mondorf und Rheidt fahren werden. Mit dem Neubau der Ortsumgehung wird sich das Verkehrsaufkommen in den Wohngebieten etwa um die Hälfte reduzieren.  Mit der heutigen Freigabe des ersten Bauabschnitts werden die positiven Auswirkungen der Ortsumgehung bereits spürbar werden. Die Bauarbeiten für die restlichen zwei Kilometer der insgesamt rund 3,5 Kilometer langen Ortsumgehung sind in zwei Abschnitte gegliedert. Der Baubeginn des zweiten Bauabschnitts zwischen Südstraße und Rheinstraße (L332) kann aufgrund eines laufenden Klageverfahrens gegen den Planfeststellungsbeschluss noch nicht benannt werden.

„Die Fahrtzeit für den Durchgangsverkehr wird deutlich verkürzt. Pendler zwischen Köln und Bonn können sehr viel leichter und sicherer zum Ziel gelangen“, weist Straßen.NRW-Direktorin Dr. Petra Beckefeld mit Blick auf den überörtlichen Verkehr auf die wichtige Zubringerfunktion der L269 zur B8 und zur A59 hin.

Der Neubau der L 269n beinhaltet umfangreiche landespflegerische Maßnahmen. Mit der Extensivierung von landwirtschaftlichen Nutzflächen wird erreicht, dass neue Lebensräume, sogenannte Offenlandbiotope, für wild lebende Tiere und Pflanzen entstehen oder sich optimal entwickeln. Insgesamt sind rund 12 Hektar Kompensationsmaßnahmen geplant. An beiden Seiten der L 269n werden Leiteinrichtungen für Kleintiere errichtet und Bäume und Sträucher als Überflughilfen für Vögel und Fledermäuse gepflanzt.

 

Das Land Nordrhein-Westfalen investiert mehr als 10 Millionen Euro in den Bau der Ortsumgehung. Der Bund, die Stadt Niederkassel und die Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft beteiligen sich mit etwa 1,6 Millionen Euro an den Gesamtkosten.

Der jetzt freigegebene, rund 1,5 Kilometer lange Bauabschnitt umfasst den Bau zweier Kreisverkehre als Verbindung an die Marktstraße im Norden und an die Südstraße im Süden. Außerdem hat der Landesbetrieb für den landwirtschaftlichen Verkehr an der Bahnhofstraße eine Brücke errichtet, um eine Überführung über die L269n zu ermöglichen.

Pressekontakt: Rainer Herzog, Telefon 0221-8397-170

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