L269n: Ortsumgehung soll Bürgerinnen und Bürger von Niederkassel entlasten

Niederkassel (straßen.nrw). Für die Bürgerinnen und Bürger der Niederkasseler Ortsteile Mondorf und Rheidt bedeutet der Neubau der Ortsumgehung Entlastung von Lärm und Schadstoffen, für die Pendler in Richtung Köln und Bonn wird es auf der L269n zügiger vorangehen. NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst hat sich bei einem Besuch in Niederkassel über das im Herbst anstehende Bauvorhaben informiert.

„Der Bau von Ortsumgehungen bedeutet für die Anwohnerinnen und Anwohner der Bestandsstraßen immer ein Aufatmen“, so Hendrik Wüst, der von Straßen.NRW-Direktor Dr. Sascha Kaiser am künftigen Baufeld begrüßt wurde. „Nicht nur Lärm und Schadstoffe werden in den Ortschaften reduziert, die Verlagerung des Verkehrs sorgt auch für mehr Sicherheit und Lebensqualität dort, wo die Menschen leben“, sagte Wüst mit Blick auf die Ortsteile Mondorf und Rheidt. Derzeit führt die Landesstraße durch die Wohngebiete, mit dem Neubau der Ortsumgehung verringert sich dort das Verkehrsaufkommen um 50 Prozent. Die Prognose geht davon aus, dass gut 7000 Fahrzeuge weniger täglich durch Mondorf und Rheidt rollen.

Wichtige Zubringerfunktion

Mit dem Bau der Ortsumgehung, in den das Land mehr als 10 Millionen Euro investiert, verbessert sich aber nicht nur die Lebensqualität in den Niederkasseler Ortschaften. Auch für die Pendler auf dem Weg nach Köln oder Bonn wird der Weg leichter und sicherer. Die L269 hat eine wichtige Zubringerfunktion zur B8 und zur A59. „Die Fahrzeit für den Durchgangsverkehr verkürzt sich deutlich“, wies Straßen.NRW-Direktor Dr. Sascha Kaiser auch auf die Bedeutung für den überörtlichen Verkehr hin. Neben dem Land sind der Bund, die Stadt Niederkassel und die Rhein-Sieg-Verkehrsgesellschaft mit zusammen 1,6 Millionen Euro finanziell an diesem Projekt beteiligt, so dass die Gesamtkosten bei gut 12 Millionen liegen.

Die Bauarbeiten für die 3,5 Kilometer lange Ortsumgehung sind in drei Bauabschnitte gegliedert. Mit dem ersten 1,5 Kilometer langen Bauabschnitt von der Marktstraße bis zur Südstraße soll im Herbst begonnen werden. Angebunden wird die Neubaustrecke mit zwei Kreisverkehren, für die Landwirtschaft wird in diesem Abschnitt eine Brücke errichtet, um die L269n zu überqueren.

Zwölf Hektar Ausgleichsflächen

Jeder Straßenneubau greift in Natur und Landschaft ein und erfordert dafür Ausgleichsmaßnahmen. Auf insgesamt zwölf Hektar werden Ausgleichsflächen geschaffen in dem zum Beispiel landwirtschaftlich genutzte Fläche durch eine extensive Nutzung in so genannte Offenlandbiotope umgewandelt wird. So entstehen wichtige Lebensräume für Tiere und Pflanzen. Damit bestehende Lebensräume durch den Straßenneubau nicht zerschnitten werden, baut Straßen.NRW Leiteinrichtungen sowie sieben Durchlässe für Kleintiere und pflanzt Bäume und Sträucher, die als Überflughilfen für Vögel und Fledermäuse dienen.

Pressekontakt: Tanja Lübbersmann, Telefon 0221-8397-356; Susanne Schlenga, Telefon 0209-3808-333

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