L137: Schulkinder freuen sich über neu sanierten Radweg an der Moerser Straße in Duisburg

Duisburg (straßen.nrw). Die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Niederrhein hat ihr Versprechen eingelöst: Pünktlich zur ersten Schulwoche nach den Herbstferien konnte der neu sanierte Radweg an der L137, der Moerser Straße in Duisburg-Kaldenhausen, wieder für den Verkehr freigeben werden.

Besonders freuten sich darüber zwei Schülerinnen, deren täglicher Schulweg über diesen Radweg führt und die ab sofort den neu sanierten Radweg nutzen können. Ekkehard Deußen, Straßen.NRW-Niederlassungsleiter der Regionalniederlassung Niederrhein, traf sich vor Ort mit den beiden Mädchen, um mit ihnen die durchgeführten Baumaßnahmen vor Ort in Augenschein zu nehmen.

Giulia und Finja hatten über die ZDF-Kindersendungen PUR+ und logo! auf den aus ihrer Sicht gefährlichen Schulweg aufmerksam gemacht. Bei einem Vor-Ort-Termin Ende Mai 2021 hatte sich Niederlassungsleiter Deußen gemeinsam mit den Kindern ein Bild der Situation vor Ort gemacht und den beiden versprochen, hier schnell für Verbesserungen zu sorgen.

So wurden unter anderem die Bäume an der Straße zurückgeschnitten, um für bessere Lichtverhältnisse zu sorgen. Die Fahrbahn des Radweges wurde erneuert und verbreitert und es wurden neue Markierungen aufgebracht, um besser auf den Radweg aufmerksam zu machen: Der Trennstreifen zwischen der Fahrbahn des Kraftfahrzeugverkehrs und dem Radweg wurde verbreitert, sodass ein größerer Abstand zum Fahrzeugverkehr entstanden ist. Durch das Aufstellen von Leitpfosten mit Reflektoren wurde die Trennung zum Fahrzeugverkehr deutlicher gekennzeichnet. Ebenfalls wurde die Asphaltdecke des Trennstreifens optisch mit einer Grünmarkierung hervorgehoben.

Außerdem wurde eine vorhandene Mittelinsel auf Höhe der Moerser Straße 37 als Querungshilfe umgestaltet. Die Radfahrenden haben jetzt (analog zu den neuen Regelungen der StVO für Radfahrende) in Fahrtrichtung Moers die Wahl, entweder auf der Fahrbahn zu fahren oder im beidseitigen Verkehr auf dem sanierten Rad-/Gehwegbereich auf der Ostseite der L137 (siehe auch „Zum Thema“). Außerdem wurde die Geschwindigkeit vor Ort von 70 km/h auf 50 km/h reduziert.

Mit diesen Maßnahmen ist ein erstes Etappenziel zur Verbesserung der Verkehrssituation für Radfahrende an der Moerser Straße erreicht. Es wurden alle Möglichkeiten ausgeschöpft, die die örtlichen Gegebenheiten und die Rahmenbedingungen aktuell erlauben. Dennoch wird auch eine „große Lösung“ weiter im Blick behalten, etwa einen separat angelegten Radweg zu realisieren. Dazu bedarf es jedoch eines großen Aufwandes, nicht nur finanziell und planungstechnisch, sondern auch, was die erforderlichen Verwaltungsverfahren betrifft (so wäre dazu etwa auch ein Planfeststellungsverfahren erforderlich, das mehrere Jahre in Anspruch nehmen kann).

Zum Thema: Radverkehrsnovelle – Aufhebung der Radwegenutzungspflicht

Gut zu wissen: Die Radverkehrsnovelle der StVO erlaubt es seit einem Gerichtsurteil des Bundesverwaltungsgerichtes im Jahr 2010, dass Radfahrende in bestimmten Situationen selbst entscheiden können, ob sie eine vorhandenen Radverkehrsanlage nutzen oder eine Straße im sogenannten Mischverkehr mit Kraftfahrzeugen (also auf der Fahrbahn) befahren. Das bedeutet im aktuellen Fall: Das Verkehrszeichen mit dem Symbol „Fahrrad frei“ erlaubt dem Radverkehr von Duisburg kommend die Nutzung des angelegten Radweges entgegen der eigentlichen Fahrtrichtung (in Fahrtrichtung Moers). Durch die Verbreiterung des Radweges an der L137 können sich hier nun auch zwei Radfahrende gefahrlos begegnen. Dennoch haben die Radfahrenden auch die Möglichkeit, in Richtung Moers mit dem KfZ-Verkehr auf der Fahrbahn zu fahren. Für diejenigen, die von Moers kommen, ist die Benutzung des Radweges hingegen Pflicht. Dies symbolisiert das blaue Fahrrad-Verkehrszeichen.

Pressekontakt: Elena Färber, Telefon 02161-409-383

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