15 Millionen für besseren Verkehrsfluss auf den Autobahnen

Leverkusen/Gelsenkirchen (straßen.nrw). Mehr als 15 Millionen Euro hat der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen im vergangenen für einen besseren Verkehrsfluss auf seinen mehr als 2.000 Kilometern Autobahnen ausgegeben. Bezahlt wurden damit so genannte telematische Anlagen, die den Verkehrsablauf und die Sicherheit auf den Bundesfernstraßen verbessern. Im bundesweiten Vergleich steht NRW damit an der Spitze – noch vor Bayern mit 12,5 Millionen Euro und Hessen mit 10,5 Millionen Euro. „Nordrhein-Westfalen untermauert damit seinen ersten Platz in Deutschland, was den Einsatz von Telematik für das Verkehrsmanagement angeht“, betonte Straßen.NRW Direktorin Elfriede Sauerwein-Braksiek in Gelsenkirchen.

Das Geld wurde nach Angaben der Straßen.NRW-Verkehrszentrale in Leverkusen vor allem in neue „Streckenbeeinflussungsanlagen“, dynamische „Wechselwegweiser mit integrierter Stauinformation“ (dWiSta) und Anlagen für die zeitweise Freigabe von Seitenstreifen investiert. Besonders auf der am stärksten belasteten Autobahn in NRW, der A3, werden derzeit auf einer Länge von 120 Kilometern (beide Fahrtrichtungen) telematische Anlagen aufgebaut, die zum Teil noch in diesem Jahr in Betrieb gehen sollen. Im vergangenen Jahr lag einer der Schwerpunkte zudem im Ruhrgebiet: Hier wurden weitere 35 dynamische Informationstafeln, so genannte „dWista-Tafeln“, aufgebaut, um den Verkehrsteilnehmer rechtzeitig vor Staus zu warnen und auf Umleitungsstrecken zu führen. Zwölf weitere Anlagen dieser Art sollen dieses Jahr folgen, hieß es bei Straßen.NRW.

Hintergrund

„Streckenbeeinflussungsanlagen“ harmonisieren den Verkehrsfluss und reduzieren dadurch die Zahl der Unfälle und Staus. In der Regel werden für diese Anlagen je Fahrtrichtung im Abstand von 1,5 Kilometern Brücken mit den elektronischen und flexiblen Verkehrszeichen gebaut, die auf unterschiedlichen Szenarien mit jeweils angepassten Geschwindigkeitsbeschränkungen, Lkw-Überholverboten oder Gefahrenwarnungen reagieren.

Die „dWiSta-Tafeln“ stehen an „Entscheidungspunkten“, also vor Autobahndreiecken und –kreuzen, informieren die Verkehrsteilnehmer über Verkehrsstörungen, wie Stau, Unfall u.ä. im weiteren Streckenverlauf und können Alternativrouten anzeigen.

„Temporäre Seitenstreifenfreigaben“ ermöglichen eine Freigabe des Seitenstreifens für den Verkehr, abhängig vom Verkehrsaufkommen besonders zur „Rushhour“.

Auf 555 Kilometern Autobahn insgesamt sind mittlerweile in NRW Anlagen zur Streckenbeeinflussung installiert, über 116 „dWiSta-Tafeln“ und vier Anlagen mit temporärer Seitenstreifenfreigabe.

Pressekontakt: Bernd A. Löchter, Telefon 0209-3808-333

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