Digitales Pilotprojekt: Straßen.NRW setzt beim sicheren Arbeiten auf Virtual Reality

Gelsenkirchen/Moers (straßen.nrw). Die Arbeit der Straßenwärter*innen ist wichtig und abwechslungsreich, aber mitunter auch mit Risiken verbunden. Denn wenn Straßen repariert oder Gehölze gepflegt werden, findet dies häufig unter laufendem Verkehr statt. Entscheidend ist eine gewissenhafte Vorbereitung des Arbeitseinsatzes: Wie kann die Baustelle gut abgesichert werden? Welche Absperrmaterialien sind die richtigen? Welche Schutzkleidung sollte man tragen? Antworten auf diese und weitere Fragen will Straßen.NRW im kommenden Jahr auch digital und damit hochmodern vermitteln: per Virtual Reality (VR). Virtuelle Simulationen sollen Mitarbeiter*innen des Landesbetriebes gezielt und realitätsnah auf den Arbeitsplatz Straße vorbereiten. Deshalb fördert Straßen.NRW die Entwicklung einer Schulungssoftware, die derzeit von Hochtief PPP Solutions und der Building Information Innovator GmbH entwickelt wird. 2022 soll das Pilotprojekt an verschiedenen Straßen.NRW-Standorten im Land starten. Heute, 6. Dezember 2021, machte sich Ina Brandes, Ministerin für Verkehr des Landes Nordrhein-Westfalen, gemeinsam mit Straßen.NRW-Direktorin Dr. Petra Beckefeld in der Straßenmeisterei Moers ein Bild von dem Entwicklungsstand der Software.

Ministerin Ina Brandes: „Unsere Kolleginnen und Kollegen in Orange sind bei Wind und Wetter im Dienst der Sicherheit auf den Straßen unterwegs. Dazu brauchen sie eine sehr gute Ausstattung, zu der nicht nur Schutzkleidung und Warntafeln gehören, sondern auch die Datenbrille: Mit Virtual Reality können kniffelige Situationen im Arbeitseinsatz auf der Straße sehr gut trainiert werden. So wird der Job sicherer und unsere Straßenwärterinnen und Straßenwärter sind noch besser qualifiziert. Straßen.NRW nutzt die großen Chancen der Digitalisierung und startet ein spannendes Pilotprojekt für sicheres Arbeiten!“

Am Standort Moers, eine von insgesamt 55 Straßenmeistereien des Landesbetriebes, können angehende und gelernte Straßenwärter*innen die Software schon jetzt testen.

Straßen.NRW-Direktorin Dr. Petra Beckefeld sieht großes Potenzial im neuen Lernerlebnis: „Wir müssen unsere Mitarbeitenden bestmöglich auf den Arbeitsraum Straße vorbereiten. Digitale und virtuelle Sicherheitstrainings können die Aus- und Fortbildungen dabei sinnvoll und attraktiv ergänzen. Deshalb wollen wir als Entwicklungspartner diese Technik fördern und voranbringen.“

Die Erkenntnisse aus den Tests werden anschließend an die Entwicklerfirmen übermittelt. So soll die Schulungssoftware anwenderorientiert weiterentwickelt werden. Zum Beispiel können reale Situationen, Erfahrungen und Rahmenbedingungen in die Entwicklung miteinfließen.

„Das Pilotprojekt startet jetzt. Perspektivisch können wir uns auf jeden Fall vorstellen, eine VR-basierte Schulungssoftware in das Fortbildungsprogramm für Straßenwärterinnen und Straßenwärter mit aufzunehmen,“ so Dr. Petra Beckefeld.

VR-basierte Schulungssoftware

Die Schulungssoftware der Hochtief PPP Solutions und der Building Information Innovator GmbH kann virtuelle Abbildungen des tatsächlichen Arbeitsumfeldes und der jeweiligen Situationen im Straßenraum oder auf dem Betriebshof zeigen. „Die Digitalisierung unserer Arbeitswelt macht in allen Bereichen rasche Fortschritte“, sagt Alexander Hofmann, Geschäftsführer von Hochtief PPP Solutions. „Mit digitalen Schulungsmethoden können wir realistische Situationen im Straßenraum abbilden und so besser auf mögliche Gefahrensituationen vorbereiten. Dies erhöht die Sicherheit im Betriebsdienst sowie der Nutzung der Straßen und passt die Ausbildung und Schulung an die aktuellen Erwartungen und Bedürfnisse des Betriebspersonals an. Das hilft allen.“ In der Software sind zurzeit einzelne vorgefertigte Szenarien inklusive verschiedener Aufgaben abgebildet, die von den Schulungsteilnehmern interaktiv bearbeitet werden können. Die vorhandenen Übungsszenarien behandeln zum Beispiel die Vorbereitung auf den Arbeitseinsatz, die Absicherung einer Baustelle und die Simulation einer konkreten Gefahrensituation, bei der die Reaktion der Prüflinge beobachtet werden kann. Die Schulungssoftware als solche ist zwar bereits fertig programmiert, wird jedoch hinsichtlich neuer, zusätzlicher Schulungsmodule aktuell noch weiterentwickelt.

Pressekontakt: Isabell Strietholt, Telefon 0209-3808-333

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