B54: Erste Sitzung des Dialogforums zur Ortsumgehung Kierspe hat stattgefunden

Kierspe (straßen.nrw). Der Dialog zur Ortsumgehung Kierspe läuft weiter – nach dem Startschuss der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung mit dem Zufallsbürger-Workshop hat am Mittwoch (19.05.) nun zum ersten Mal das Dialogforum stattgefunden. 24 Teilnehmerinnen und Teilnehmer haben sich auf Einladung von Straßen.NRW  damit zum ersten Mal an einem digitalen Tisch versammelt, um sich über das Planungsprojekt der B54 auszutauschen. „Uns ist es ein wichtiges Anliegen, möglichst früh zu kommunizieren“, betont Ludger Siebert, Leiter der zuständigen Regionalniederlassung Südwestfalen, zu Beginn der Videokonferenz. „Durch den gemeinsamen Austausch möchten wir Ihre Impulse zum Projekt mitnehmen und in unseren Abwägungsprozess einfließen lassen.“

Dabei ist die Ortsumgehung Kierspe noch in einer sehr frühen Anfangsphase der Planung, wie Projektleiter Kevin Lass erklärt: „Straßen.NRW hat den Planungsauftrag für die Ortsumgehung Kierspe. Momentan befinden wir uns in der Vorplanung, in der noch viele Rahmenbedingungen geklärt werden müssen.“ Umso wichtiger sei es, sich gemeinsam über Hinweise und Anregungen zu den Gegebenheiten auszutauschen. „Wir möchten Sie von Anfang an mitnehmen; niemand wird vor vollendete Tatsachen gestellt“, sagt der Projektverantwortliche.

Das Dialogforum dient deshalb als Plattform für den Informationsaustausch und zur Beratung von Zwischenergebnissen der Ortsumgehungsplanung. Es bringt Vertreterinnen und Vertreter verschiedener Gruppen, Personenkreise und Institutionen zusammen, die die Region möglichst gut repräsentieren. So nahmen an der 1. Sitzung acht unabhängige Bürgerinnen und Bürger aus Kierspe teil, die zuvor per Zufallsauswahl gelost wurden. Außerdem waren 16 Vertreterinnen und Vertreter aus den Bereichen Wirtschaft, Umwelt- und Naturschutz, Landwirtschaft, Stadt und Kreis sowie weiterer Interessengruppen der Region Teil der Runde.

Ein Hauptaspekt in der ersten und somit auch konstituierenden Sitzung des Dialogforums war der gemeinsame Arbeitsrahmen, auf den sich die Mitglieder geeinigt haben. Damit gelten die Aufgaben, die Regeln der Zusammenarbeit und die Zusammensetzung für das Dialogforum nun als offiziell vereinbart. Unter anderem heißt es darin, dass „die Sitzungen nicht öffentlich sind und die Diskussionsabläufe und –inhalte vertraulich in einem geschützten Rahmen behandelt werden.“ Aber dennoch transportiert das Forum die Inhalte seiner Arbeit an die Öffentlichkeit. Dazu werden Protokolle, Sitzungsunterlagen und Informationen auf die Projektwebsite gestellt.

Auf eine erste gemeinsame Botschaft hat das Dialogforum sich bereits verständigt: „Es ist gut, dass die Planungsarbeiten vorangehen und die konstituierende Sitzung des Dialogforums trotz der Pandemie stattgefunden hat. Hier können die unterschiedlichen Sichtweisen eingebracht werden. Der rege Austausch zwischen den Interessenvertretern und interessierten Bürgern, die per Zufallsprinzip ermittelt wurden, hat dafür den Grundstein gelegt.“

„Wegen der Pandemie können wir das erste Dialogforum leider nicht in Präsenz stattfinden lassen, was uns natürlich lieber gewesen wäre“, sagt Ludger Siebert. Doch die Mitglieder des Dialogforums geben trotzdem eine positive Rückmeldung: „Es sind schwierige Rahmenbedingungen, aber dennoch finde ich diesen Austausch sehr gelungen“, meint eine Teilnehmerin. Wie die nächsten Dialogforen stattfinden werden, wird die jeweilige Lage entscheiden. Unterstützung bekommt der Landesbetrieb dabei vom Kommunikationsbüro IKU, das den Dialogprozess begleitet und durchführt. Insgesamt sind drei Sitzungen pro Jahr vorgesehen, in denen jeweils unterschiedliche Schwerpunkte thematisiert werden. Das nächste Dialogforum ist für Anfang September geplant, eine öffentliche Infomesse wird im Juni stattfinden.

Pressekontakt: Julia Ollertz, Telefon 0271-3372-212

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