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B474: Expressbrücke ist fertig - Bahnbrücke in Dülmen in nur 40 Tagen erneuert

Dülmen (straßen.nrw). Schneller geht es kaum noch. Die innovative Expressbrücke kann noch vor Weihnachten freigegeben werden. Damit hat Straßen.NRW dieses Pilotprojekt erfolgreich und innerhalb der vorgesehenen Zeitplanung abgeschlossen. Die Bundesstraße B474 musste nur 40 Tage lang für Autos und LKW gesperrt werden und der Verkehr auf der unter der Brücke verlaufenden Bahnstrecke musste sogar nur zweit Tage umgeleitet werden. In dieser Zeit gelang es den Experten von Straßen.NRW in Zusammenarbeit mit dem Bauunternehmen Echterhoff die alte Brücke abzubrechen und durch eine neue Brücke zu ersetzen. In dieser Woche wurde die Sicherheit und Standfestigkeit der Brücke noch einmal von Experten überprüft und bestätigt. Daher wird am Freitagnachmittag (18.12. gegen 15 Uhr) die neue Brücke für den Verkehr freigegeben.

Mit der Einweihung der erneuerten Brücke auf der B474 hat das Projektteam alle Ziele dieses Pilotprojektes erreicht. Es konnte beeindruckend unter Beweis gestellt werden, dass eine effiziente Kombination aus perfekter Vorausplanung und innovativen Konzepten die Bauzeit extrem verkürzen kann. Baubeginn war Anfang November, bereits Mitte Dezember kann der Verkehr wieder über die Bundesstraße geführt werden.

Innovativ sind bei diesem Pilotprojekt gleich mehrere Punkte: Um die Bauzeit bei der Expressbrücke zu straffen, wurden Betonfertigteile vorgefertigt und bereits montiert an die Baustelle geliefert. Gleichzeitig wurde die Schalungen für die notwendigen Betonergänzungen vorgefertigt und vor Ort eingerichtet. Mit diesen Techniken entfiel das sonst aufwändige und zeitintensive Bauen der Schalung aus Holz auf der Baustelle. Auch beim Bau der Kappen, den Randbereichen der Brücke, wurde viel Zeit eingespart. Die Stahlkonstruktion der sogenannten Hybridkappe dient nicht nur als Form für den auf der Baustelle einzubauenden Beton, sondern wurde mit vormontiertem Geländer und Berührungsschutz für die Oberleitung der Bahn als ein komplettes Bauteil eingebaut.

In nur zwei Tagen wurde Ende November die bestehende Brücke über die Bahn abgerissen und die neue Verbindung über die Bahnlinie errichtet. Die Störung für den Bahnverkehr konnte durch diesen Bauablauf so gering wie möglich gehalten werden. Auch für den Autoverkehr waren die Einschränkungen verhältnismäßig gering. Nach nur 40 Tagen kann eine vollständige, neue Brücke freigegeben werden.

Ein bisher einzigartiges Bauvorhaben, bei dem alle Beteiligten von Anfang an gemeinsam an einem Strang gezogen haben. Von der Planung bis einschließlich zur Durchführung, mit Arbeitseinsatz bis zu 24 Stunden an sieben Tagen der Woche, wurde hoch motiviert gearbeitet, um gemeinsam das Ziel zu erreichen. In den Tagen der Sperrpause war der Bauplan auf die Minute getaktet. Alles klappte perfekt, selbst das Wetter spielte mit, so konnte das Pilotprojekt pünktlich abgeschlossen werden. Alle Beteiligten haben ihre Kompetenz und Innovationskraft eingebracht um erfolgreich zu sein.

Die Gesamtkosten für die neue Brücke in Höhe von rund fünf Millionen Euro trägt die Bundesrepublik Deutschland.

Pressekontakt: Sandra Beermann, Telefon 0251-1444-763

letzte Abbrucharbeiten

Letzte Elemente für den Brückenüberbau werden aufgelegt

Beim Bau der Widerlager, auf denen die Brücke aufliegt, wurde Zeit eingespart, indem der Einsatz von Fertigteilen mit Betonarbeiten vor Ort kombiniert wurde.

abschließende Asphaltarbeiten

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