B265/L103/L162: Behebung der Hochwasserschäden im Rhein-Erft-Kreis - Vollsperrungen werden aufgehoben

Erftstadt/Hürth/Rhein-Erft-Kreis (straßen.nrw). Die Sanierung der Straßenschäden an Bundes- und Landesstraßen, die durch das Hochwasser vom Juli 2021 im Rhein-Erft-Kreis verursacht wurden, geht weiterhin zügig voran. Durch die schnelle Direktvergabe der Bauaufträge an eine Vielzahl von Bauunternehmen konnte bereits wenige Tage nach der Flutkatastrophe mit der Schadensaufnahme und der Behebung der Schäden an Straßen, Böschungen und Brücken begonnen werden. Nachdem mehrere kleinere und mittlere Bauprojekte in den vergangenen Wochen schon abgeschlossen werden konnten, steht nun auch die Fertigstellung größerer Projekte und damit die Aufhebung der Vollsperrungen von Bundes- und Landesstraßen im Rhein-Erft-Kreis bevor. Die Freigaben der Bundesstraße B265 und der Landesstraßen L162 und L103 in den kommenden anderthalb Wochen werden zu einer Entlastung der umliegenden Ortslagen beitragen. Die Belastung der Bevölkerung im Rhein-Erft-Kreis durch Verkehrslärm und erhöhte Verkehrszahlen wird dadurch spürbar geringer werden.

B265 Erftstadt

Nach dem Hochwasser wurde die Bundesstraße B265 in der Einschnittslage Erftstadt komplett überspült und stand bis zu 14 Meter hoch unter Wasser. Während einzelne Streckenbereiche schon Ende August nach gründlicher Prüfung und aufwändiger Reinigung wieder für den Verkehr freigegeben werden konnten, mußte ein Teilstück der Bundesstraße komplett neu gebaut werden vom Straßenoberbau im Untergrund bis zur oberen Asphaltdecke. Auch Schutzplanken, Signalanlagen und Beschilderungen mußten aufgrund der Wasserschäden erneuert werden. Die Freigabe der Bundesstraße B265 ist für Dienstag, 26. Oktober vorgesehen. In der Folgezeit sind noch vereinzelt Arbeiten neben der Straße notwendig, für die keine Sperrung der Straße notwendig sein wird. Unter anderem ist noch der Einbau neuer Lärmschutzelemente und die Erneuerung des Entwässerungsbeckens vorgesehen. Die bisherigen Kosten für die Behebung der Schäden im Bereich der B265 Erftstadt liegen bei rund 1,4 Mio. Euro.

Zusammen mit der Öffnung der B265 in Erftstadt wird die Autobahn GmbH auch die A61-Anschlussstelle Erftstadt in Fahrtrichtung Süden freizugeben. Diese wurde zum Schutz der Erftstädter Bevölkerung und der hochwassergeschädigten Infrastruktur vor zusätzlichem Verkehr aus dem Umland geschlossen gehalten.

 

L103 Hürth-Gleuel

Infolge des Hochwassers in Hürth wurde der Durchlass des Gotteshülfeteich zum Gleueler Bach, der unterhalb der L103 (Wendelinusstraße) im Bereich Gleuel in 5 Metern Tiefe verläuft, irreparabel beschädigt und mußte erneuert werden. Durch den Schaden am Durchlass ist neben der Straße nicht nur ein 5 Meter tiefes Loch entstanden, sondern auch der Rad-/Gehweg neben der Straße auf 20 Metern zerstört worden. Der Durchlass, die Landesstraße L103 und der begleitende Rad-/Gehweg wurden in den vergangenen Wochen in Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Hürth erneuert. Die Freigabe der Wendelinusstraße ist nach Abschluss der Bauarbeiten für Mittwoch, 20. Oktober, vorgesehen. Die Kosten für die Baumaßnahme liegen bei rund 600.000 Euro.

 

L162 Erftstadt-Friesheim

Im Bereich der Graf-Emundus-Straße (L162) kam es durch Folgeschäden nach dem Hochwasser zu mehreren Absackungen der Fahrbahn, weshalb die Landesstraße auf rund 250 Metern Länge im Vollausbau erneuert und eine neue Straßendecke eingebaut werden mußte. Die Straßenbauarbeiten sind vorerst abgeschlossen und die Vollsperrung der Graf-Emundus-Straße wird am heutigen Freitag, 15.10., im Laufe des Nachmittags aufgehoben. In einer späteren Baumaßnahme wird der 120 Meter lange Streckenabschnitt der L162 zwischen Talstraße und Christian-Dahmen-Straße ab Anfang November vorübergehend halbseitig gesperrt und saniert. Nach Abschluss dieser Baumaßnahme wird in beiden Neubauabschnitten die Fahrbahnmarkierung aufgebracht. Die Kosten für die Fahrbahnsanierung liegen bei rund 170.000 Euro.

Pressekontakt: Torsten Gaber, Telefon 01520-159-4255

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