Seiten-URL: https://www.strassen.nrw.de/de/meldung/25-jahre-strassen-nrw-landesbetrieb-praesentiert-meilensteine-und-blickt-auf-aktionen-des-jubilaeumsjahrs.html

25 Jahre Straßen.NRW: Landesbetrieb präsentiert Meilensteine und blickt auf Aktionen des Jubiläumsjahrs

Gelsenkirchen (straßen.nrw). Straßen.NRW feiert in diesem Jahr sein 25-jähriges Bestehen. Den Auftakt zu gleich mehreren Aktionen macht derzeit ein Stand auf der Messe „InfraTech“ in Essen. Die Jubiläumsbroschüre zeigt Meilensteine der Arbeit und die Menschen hinter der Infrastruktur. Im Sommer folgt ein „Tag der offenen Tür“ für die Öffentlichkeit.

„Ein Vierteljahrhundert, darauf sind wir stolz“, erklärt Christoph Jansen, seit Jahresbeginn neuer Direktor für den technischen Bereich bei Straßen.NRW. „Seit 2001 gestalten wir die Verkehrsinfrastruktur im bevölkerungsreichsten Bundesland, und unser Anspruch war von Anfang an, Mobilität in NRW nachhaltig, effizient und zukunftsfähig zu gestalten. Heute reichen unsere Arbeitsbereiche von der modernen Verkehrstechnik über klimaschonende Bauverfahren bis zur intelligenten Verkehrssteuerung.“ Straßen.NRW arbeitet dabei Hand in Hand mit Kommunen und Partnern aus der Wirtschaft und aus Hochschulen, um Lösungen zu schaffen, die Menschen unmittelbar erreichen und die Mobilität in NRW langfristig verbessern.

Seit der Gründung im Jahr 2001 hat sich der Landesbetrieb organisatorisch, technisch und fachlich kontinuierlich weiterentwickelt und professionalisiert. Zuständigkeiten wurden neu organisiert, Strukturen etabliert, digitale Systeme eingeführt und Verkehrs- und Verwaltungslösungen für eine verbesserte Sicherheit, Nachhaltigkeit und Mobilität umgesetzt. Dieses Spektrum zeigt der Landesbetrieb derzeit bei einer der wichtigsten Fachmessen für die Infrastruktur- und Bau-Branche in Deutschland, der InfraTech in Essen. Dort überreichten die Straßen.NRW-Direktoren Christoph Jansen und Dr. Sascha Kaiser auch ein Exemplar der Jubiläumsbroschüre an Nordrhein-Westfalens Verkehrsminister Oliver Krischer, der allen Beteiligten für den engagierten Einsatz, ihre Zuverlässigkeit, Fachkompetenz und Innovationsfreude dankte.

Dr. Sascha Kaiser, Direktor für den kaufmännischen und juristischen Bereich bei Straßen.NRW: „Wir investieren nicht nur in Straßen und moderne Verkehrstechnik, sondern auch in die vielen Menschen, die für uns täglich im Einsatz sind, sei es im Winterdienst, beim Straßenbau oder Grünschnitt. Die Anforderungen an einen Landesbetrieb sind vielfältig. Dass wir seit 25 Jahren unseren Weg so konsequent gehen, macht den Erfolg aus.“

Zu den Aktivitäten dieses Jahres wird auch ein „Tag der offenen Tür“ im Sommer zählen. Besucherinnen und Besucher sollen die Möglichkeit erhalten, sich direkt über die Aufgaben und die Arbeit des Landesbetriebs zu informieren und mit den Mitarbeitenden zu sprechen. Die Menschen hinter der Infrastruktur sollen durch die Aktionen sichtbar werden. Sie sind auch das Thema einer begleitenden Filmreihe, die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter bei ihren Aufgaben vorstellt – persönlich und nahbar.

25 Jahre: Zahlen, Fortschritte, Herausforderungen

Brückenbau – Erhalt, Erneuerung und Innovation

Straßen.NRW betreut mehr als 7.000 Brücken (Teilbauwerke) und hat in den vergangenen 25 Jahren rund 1.800 Brücken neu gebaut oder ersetzt. Der Landesbetrieb hat dabei den Fokus zunehmend auf Erhalt, Verstärkung und Ersatzneubau gelegt. Digitale Planungs- und Steuerungsprozesse, Schnellbauweisen sowie funktionale Ausschreibungen ermöglichen kürzere Bauzeiten und mehr Nachhaltigkeit. Der Brückenbau ist und bleibt damit eine zentrale Aufgabe für die Mobilität in Nordrhein-Westfalen.

Digitalisierung – moderne Arbeitsprozesse und intelligente Verkehrssysteme

Straßen.NRW treibt die Digitalisierung als Motor des Wandels voran – von mobilen Arbeitsformen, moderner IT-Ausstattung und elektronischer Verwaltungsarbeit bis hin zu durchgängig digitalen Vergabe-, Rechnungs- und Signaturprozessen. Damit werden Abläufe effizienter, papierarm und standortübergreifend gestaltet. Eine zentrale Rolle spielt die Landesverkehrszentrale NRW (LVZ.NRW): Sie bündelt digitale Verkehrsmanagementaufgaben, stellt landesweite Mobilitätsdaten bereit und entwickelt intelligente Verkehrssysteme. Dazu gehören die Digitalisierung und zentrale Steuerung von Lichtsignalanlagen, der Aufbau einer Zentrale für Intelligente Verkehrssysteme sowie der 24/7-Kontrollraum zur digitalen Überwachung von Tunneln und technischer Infrastruktur für mehr Verkehrssicherheit.

Die folgende Chronologie präsentiert darüber hinaus ausgewählte Meilensteine aus der Historie von Straßen.NRW, die exemplarisch verdeutlichen, wie sich Aufgaben, Arbeitsweisen und Schwerpunkte des Landesbetriebs entwickelt haben.

Meilensteine 2001–2026

  • 2001 – Gründung
    Zum 1. Januar 2001 wird der Straßenbau von den nordrhein-westfälischen Landschaftsverbänden auf das Land übertragen. Der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen – Straßen.NRW entsteht.
  • Ab 2003 – Modernisierung der Straßenmeistereien
    Straßen.NRW modernisiert seine Straßenmeistereien seit vielen Jahren kontinuierlich, um sie zukunftsfähig und nachhaltig aufzustellen. Neubauten und Sanierungen sorgen für energieeffiziente Gebäude, moderne Sozialräume sowie Maschinen- und Streuguthallen, die nach dem Umbau wieder ausreichend Raum für die gewachsenen Bedarfe bieten. Ergänzend macht der Landesbetrieb Nachhaltigkeit messbar: Seit 2022 beteiligt sich Straßen.NRW am Landesprogramm „Ökoprofit Konvoi“. Zertifizierte Standorte mit Photovoltaik, E-Mobilität, LED-Technik und Biodiversitätskonzepten zeigen, dass ökologische Verantwortung fest im Betrieb verankert ist.
  • 2005 – Lärmschutz im Straßenbau
    Mit der Einführung von offenporigem Asphalt reduziert Straßen.NRW Verkehrslärm insbesondere an hochbelasteten Strecken.
  • Ab 2006 – Ausbau der Tunnelsicherheit
    Tunnel ab 400 Metern Länge werden zentral videoüberwacht. Seit 2020 betreibt Straßen.NRW wieder eine eigene Tunnelleitzentrale in der neu gegründeten Landesverkehrszentrale in Leverkusen.
  • 2010 – Motorradsicherheit
    Der Unterfahrschutz für Motorradfahrende macht über 510 Kurven auf mehr als 80 Kilometern beliebter Motorradfahrstrecken sicherer.
  • 2012 – Arbeitssicherheit
    Mit dem Risiko-Parcours für den Straßenbetriebsdienst sinkt die Zahl der Arbeitsunfälle durch gezielte Schulungen um rund 30 Prozent.
  • 2018 – Moderne Vermessung
    Der Einsatz von Drohnen ermöglicht effizientere Vermessungen großer und schwer zugänglicher Flächen.
  • 2020/2021 – Neuordnung der Zuständigkeiten
    Die Verantwortung für Autobahnen geht auf die Autobahn GmbH des Bundes über. Straßen.NRW konzentriert sich seither auf die Bundes- und Landesstraßen sowie den Radwegeausbau.
  • 2021 – Hochwasser und Wiederaufbau
    Nach der Hochwasserkatastrophe werden 220 Straßen und mehr als 60 Brücken gesperrt. Bereits nach rund 200 Tagen sind alle Sperrungen aufgehoben, im Bau oder beauftragt. In Hagen steht 52 Tage nach dem Hochwasser die erste neue Brücke im Flutgebiet. Bis Ende 2024 werden insgesamt 15 Brücken neu errichtet.
  • 2023 – Bürgerradwege
    Im Münsterland entsteht der erste Bürgerradweg. Das Modell ermöglicht schnelle und unbürokratische Umsetzungen und wird inzwischen landesweit auf mehreren hundert Kilometern erfolgreich angewendet. Insgesamt betreut Straßen.NRW rund 7.800 Kilometer Radwege.
  • 2023 – Neue Wege im Recruiting
    Straßen.NRW verstärkt sein Personalmarketing und setzt auf moderne, aufmerksamkeitsstarke Recruiting-Formate in digitalen und klassischen Medien sowie im öffentlichen Raum, um qualifizierte Fachkräfte und Nachwuchs zu gewinnen. Durch moderne Recruiting-Kampagnen, gezielte Nachwuchsförderung und flexible Arbeitsmodelle begegnet Straßen.NRW dem Fachkräftemangel aktiv.

Broschüre 25 Jahre Straßen.NRW

Auf 124 Seiten Interessantes und Wissenswertes aus 25 Jahren Straßen.NRW. Tauchen Sie ein in ein lebendiges Stück Geschichte.

Pressekontakt

Nilgün Ulbrich
Stellvertretende Leitung
Zentrale Kommunikation
0209 3808-333

Zurück