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Ostwestfalen-Lippe | Petershagen | L770In Umsetzung

L770: Instandsetzung der Weserbrücke in Petershagen

Die 1969 fertig gestellte Weserbrücke in Petershagen war ein Teilstück der im Jahr 2007 abgeschlossenen Ost-West-Verbindungsstraße, die von Landesgrenze zu Landesgrenze geführt hat. Nun wird die Brücke saniert.

Visualisierung sanierte Weserbrücke aus Sicht Richtung Ortschaft und alter Fähranleger

Projektstatus Herbst 2025

Am 6. Oktober 2025 wurde auf die Bauphase 2.1 umgestellt: Seither sind die Arbeiten an der Fahrbahnplatte Süd abgeschlossen und die Sanierung der Fahrbahnplatte Nord hat begonnen. Analog zur Bauphase 1.1 kann der Verkehr derzeit in beide Richtungen fließen.

Mehr finden Sie im Abschnitt Rückblick.

Überblick

Am 28. Mai 2024 begannen die Bauarbeiten an der Weserbrücke.

Die Maßnahmen am Überbau der Brücke gliedern sich in mehrere Abschnitte und sollten ursprünglich bis Ende 2025 abgeschlossen sein. Wegen Verzögerungen, die sich aufgrund wiederholt auftretender Unterschiede zwischen den Bestandsplänen und dem vorgefundenen Bauwerk ergeben haben, ist eine Fertigstellung der Arbeiten auf der Brücke erst im Jahr 2026 zu erwarten. Im Anschluss daran kann der Verkehr auf der neuen Fahrbahn zweispurig fahren.

Die Sanierung der Brücke beinhaltet ebenfalls Arbeiten an der Unterseite der Brücke. Diese finden parallel zu den Maßnahmen am Überbau und auch noch im Anschluss daran bis voraussichtlich Ende 2027 statt.

Die Sanierung

Die Sanierung beinhaltet folgende Arbeiten:

  • Erneuerung und Verbreiterung der äußeren Brückenkappen (Fuß-/Radweg)
  • Erneuerung der Abdichtung und des Asphaltbelages auf der Brücke
  • Erneuerung der Entwässerungsanlagen im Bereich Brücke und Straße
  • Austausch der Fahrbahnübergänge am Anfang und Ende der Brücke
  • Austausch der Lager auf den Widerlagern und Pfeilern
  • Rückverankerung der Widerlager
  • Längsvorspannung des Überbaus im Weserfeld
  • Verstärkung der Überbauhohlkästen
  • Umfangreiche Betoninstandsetzung an Überbau, Widerlager und Pfeiler
  • Erneuerung des Vogeleinflugschutzes an Widerlagern und Überbauhohlkästen
  • Verbreiterung der Straßendammes vor und hinter der Brücke
  • Neuerstellung der Radwegerampen vor und hinter der Brücke

Die gesamte Bauzeit beträgt etwa drei Jahre. Das Land NRW investiert hier für die Instandsetzung der Brücke und Erneuerung der Radwege ca. 9,7 Mio. Euro.

Verkehrsführung

Zunächst beginnt die Sanierung der südlichen Brückenseite (Bauphasen 1.1 und 1.2). In der ersten Phase (Bauphase 1.1) kann der Verkehr weiterhin in beide Richtungen fließen. In der zweiten Phase (Bauphase 1.2) reicht aus Sicherheitsgründen die verbleibende Fahrbahnbreite nicht für eine zweispurige Verkehrsführung aus. Daher muss dann die Verkehrsführung einspurig mit Regelung durch eine Baustellenampel erfolgen.

Der Ablauf wiederholt sich im Anschluss auf der nördlichen Brückenseite mit der dritten und vierten Bauphase (Bauphasen 2.1 und 2.2). So sollen voraussichtlich bis 2026 die Arbeiten im Fahrbahnbereich des Brückenüberbaus abgeschlossen werden.

Bauphase 1.1: Sanierung Fahrbahnplatte Süd, Zweispurige Verkehrsführung

Ansicht Strassenquerschnitt in Bauphase 1

Bauphase 1.2: Sanierung Fahrbahnplatte Süd, Einspurige Verkehrsführung mit Ampelregelung

Ansicht Strassenquerschnitt in Bauphase 2

Bauphase 2.1: Sanierung Fahrbahnplatte Nord, Zweispurige Verkehrsführung

Bauphase 2.2: Sanierung Fahrbahnplatte Nord, Einspurige Verkehrsführung mit Ampelregelung

Umleitung Radverkehr

Je nach Bauphase bleibt ein Fuß- und Radweg auf der Brücke zugänglich. Eine Umleitung auf die ggf. zu nutzende andere Brückenseite ist, wenn gültig, ausgeschildert. Aufgrund der notwendigen Arbeiten auf der Westseite unter der Brücke, wird der dort verlaufende Fuß-Radweg zwischen Klärwerk und Kurpark gesperrt. Auch hier ist eine Umleitung ausgeschildert.

Rückblick

Januar 2025

Während der Instandsetzungsarbeiten auf der Brücke wurden unerwartet Schäden am Beton - einschließlich der Bewehrung und den Querspanngliedern - festgestellt, die den ursprünglich geplanten Bauablauf und Zeitplan verändert haben.

Die vorgefundenen Überbauschäden haben eine statische Nachrechnung des Überbaus notwendig gemacht sowie eine Prüfung durch einen externen Prüfingenieur für Baustatik. Da die bauliche Situation in einigen wesentlichen Teilen nicht mit den vorliegenden Bestandsunterlagen aus den 1969-er Jahren übereinstimmte, musste auch der Bauzeitenplan angepasst werden. Da die anstehenden Arbeiten erst nach der Statik-Prüfung fortgeführt werden können, wurden die Arbeiten auf der Brücke im November zunächst eingestellt.

September 2025

Auch während der Arbeiten an den Übergangskonstruktionen zeigte sich, dass die vorgefundenen Einfassungen immens von vorhandenen Unterlagen abwichen. Hier mussten die Spalte zunächst an die soll-gemäß produzierten neuen Bauteile angepasst werden, wodurch es erneut zu Verzögerungen kam.

Visualisierungen der sanierten Brücke

Visualisierung Brücke aus Richtung des ehemaligen Fähranlegers
Visualisierung Brücke aus Richtung Osten
Visualisierung Brücke aus Richtung Westen
Visualisierung Brücke aus Richtung Norden

Historischer Rückblick

Der Fähranleger

Vor der Fertigstellung der Weserbrücke konnten die Verkehrsteilnehmenden nur die Fährverbindung nutzen, um über den Fluss zu kommen. Die Brücke ersetzte nach der Verkehrsfreigabe im November 1970 diese Verbindung.

Bild vom eingestellten Fährbetrieb
Bild vom eingestellten Fährbetrieb
Bild vom eingestellten Fährbetrieb
Bild vom eingestellten Fährbetrieb
Bild vom eingestellten Fährbetrieb
Bild vom eingestellten Fährbetrieb

Bilder von der Erstellung der Weserbrücke

Bild vom Bau der Brücke
Bild vom Bau der Brücke
Bild vom Bau der Brücke
Bild vom Bau der Brücke
Bild vom Bau der Brücke

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