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Ruhr | Hamm | L663Abgeschlossen

L663: Abriss und Neubau der Seseke-Brücken in Bönen und Hamm

Die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Ruhr hat die beiden Brücken ersetzt, welche die L663 (Kumper Landstraße) über die Seseke in Hamm führen. Im Zuge des Ersatzneubaus – also dem Abriss und dem Neubau der beiden Brücken – wurde auch die Fahrbahn der L663 (Kamener Straße/Kumper Landstraße) in Bönen und Hamm erneuert.

Anwohnende und Gewerbetreibende in diesen Abschnitten der L663 konnten ihre Grundstücke während der Arbeiten erreichen, mussten aber teilweise längere Strecken in Kauf nehmen. Der Durchgangsverkehr wurde weiträumig über die B63 und L667 (Unnaer Straße, Rhynerner Straße, Röhrberg umgeleitet).

Die Grafik mit dem Umleitungskonzept finden Sie weiter unten auf dieser Seite auch als PDF zum Download.

Mit den Städten Bönen und Hamm war abgestimmt worden, den Abriss und Neubau der Brücken sowie die erforderliche Deckensanierung in mehrere Bauabschnitte aufzuteilen. Insgesamt investierte Straßen.NRW in diesem Abschnitt der L663 etwa 4,5 Millionen Euro.

Ersatzneubauten zwischen Bönen und Hamm Zwei Brücken entstehen

Zwischen Februar und Oktober 2025 wurden die beiden knapp hundert Jahre alten Brücken über die Seseke abgerissen und neu gebaut.

Deckensanierung in Bönen und Hamm

Im Anschluss den Neubau an den beiden Brücken über die Seseke wurde die Fahrbahn der L663 (Kumper Landstraße) auf dem Gebiet der Stadt Hamm zwischen den beiden Brücken sowie östlich davon bis zur Gobel-von-Drechen-Straße saniert. Auch während dieser Arbeiten blieb die L663 voll gesperrt.

Aufgrund der geringen Breite der Fahrbahn in diesem Abschnitt musste die Kumper Landstraße für die notwendigen Arbeiten voll gesperrt werden. Nur so konnten die Sicherheit der dort Arbeitenden und der Verkehrsteilnehmer*innen gewährleistet sowie die Sicherheitsabstände für Fahrbahn, Arbeitsraum und Absperrung eingehalten werden. Um die Erreichbarkeit von Anwohner*innen und Gewerbetreibenden weitestgehend zu gewährleisten, wurden die Arbeiten in mehreren Bauabschnitten durchgeführt.

Bei der Erneuerung der Fahrbahn der L663 in Bönen und Hamm kam sogenannter Niedrigtemperaturasphalt zum Einsatz. Bereits bei der Herstellung verbraucht Niedrigtemperaturasphalt weniger Energie und setzt weniger Emissionen frei. Auch der Einbau dieser Asphaltart ist weniger belastend für Arbeitende und Umwelt.

Weitere Abschnitte der L663 in Bönen und Hamm wurden bereits saniert: 2019 wurde die Fahrbahn der Kamener Straße zwischen der Kamener Straße/Breddeweg und Röhrberg in Bönen erneuert, 2022 die der Kumper Landstraße zwischen B63 und Gobel-von-Drechen-Straße. Die Fahrbahndecke der L663 (Kamener Straße) in Bönen zwischen der Stadtgrenze zu Hamm und der Kreuzung L667/L881 (Röhrberg/Fröndenberger Straße) wurde im Sommer und Herbst 2024 erneuert.

Die Brücken

Die beiden Brücken über die Seseke wurden 1910 beziehungsweise 1935 gebaut. Aufgrund ihres Alters war ihre Befahrbarkeit für den Schwerverkehr bereits durch Geschwindigkeits- und Gewichtsbegrenzungen eingeschränkt.

Im Februar 2025 begann der Abriss und der anschließende Neubau der beiden Brücken über die Seseke auf dem Gebiet der Stadt Hamm. Für den Ersatzneubau der Seseke-Brücken musste die L663 (Kumper Landstraße/Kamener Straße) zwischen Gobel-von-Drechen-Straße und Schattweg für den Durchgangsverkehr gesperrt werden. Die anliegenden Grundstücke konnten auch während der Arbeiten erreicht werden. Weiträumige Umleitungen für den Durchgangsverkehr galten für den gesamten Zeitraum.

 

Lage der Seseke-Brücken West und Ost

Seseke-Brücke West
Seseke-Brücke Ost

Beide Brücken entstanden als Spundwandbauwerke, das heißt ihre Fundamente wurden mit dauerhaften Spundwänden erstellt. Der Vorteil dieser Bauweise ist der geringe Platzbedarf während der Herstellung sowie eine schnellere Fertigstellung im Vergleich zu anderen Verfahren. Beide Brücken sind als sogenannte Einfeldträger konstruiert, was bedeutet, dass sie aus jeweils einer Vollbetonplatte auf zwei Trägern bestehen. Die Brücken überspannen die Seseke mit einer Länge zwischen zehn und elf Metern und etwa fünf Metern Breite. Für die östliche Brücke waren rund 83 Tonnen Material wie Beton und Stahl notwendig, für die westliche Brücke rund 91 Tonnen. Für die Arbeiten zum Abriss und Neubau der beiden Brücken wurden rund 1.000 Kubikmeter Erdreich bewegt.

Die östliche Brücke wurde im Vergleich zu bestehenden Brücke leicht versetzt erstellt. Dafür wurde der Verlauf der Seseke verändert. Durch diese Anpassungen wird die Seseke künftig weniger stark durch die Brücke verschattet, was sich positiv auf das Gewässer auswirken wird. Darüber hinaus vereinfachte die Verlegung der Brücke den Bauablauf.

Natur und Umwelt

Im Januar 2022 wurden im Bereich der Brücken Bäume gefällt, um das Baufeld frei zu machen und das Gelände abschließend vermessen zu können. Eine kontinuierliche Umweltbaubegleitung während der Bauarbeiten stellte sicher, dass die Pflanzen- und Tierwelt des benachbarten Naturschutzgebietes „Seseke“ nicht beeinträchtigt werden. Im direkten Umfeld der Arbeiten wurden umfangreiche Maßnahmen zum Schutz des Bestandes von Bäumen und Gehölzen umgesetzt.

Art und Ort der Neupflanzungen wurden mit den zuständigen Behörden der Stadt Hamm und dem Kreis Unna abgestimmt. Die notwendigen Ausgleichsmaßnahmen werden 2026 nach Abschluss der Bauarbeiten durchgeführt. So wird Straßen.NRW im Umfeld der Brückenbaustelle 17 neue Bäume pflanzen. Dadurch wird ausgeglichen, dass sechs Bäume für den Bau der östlichen Seseke-Brücke entfernt werden mussten.

Gewässer- und Gehölzbiotope, welche durch die Verlegung der Seseke im Bereich der östlich gelegenen Brücke verloren gingen, werden ebenfalls kompensiert. Als Ausgleich wird unter anderem eine etwa 90 Quadratmeter große – das ist etwas mehr als ein Badmintonfeld – so genannte „Sukzessionsfläche“ angelegt, auf der sich die Vegetation weitgehend frei entfalten kann. Darüber hinaus werden die beiden Uferseiten der Seseke zwischen den beiden Brücken naturnah gestaltet.

Informationsveranstaltung Februar 2024

Rund 50 Menschen informierten sich über die anstehenden Vollsperrungen der L663 in Bönen und Hamm

Bei einer Informationsveranstaltung im Februar 2024 informierte Straßen.NRW interessierte Bürgerinnen und Bürger persönlich über die Baumaßnahmen und die anstehenden Einschränkungen für den Verkehr. Besonders interessiert waren die Gäste am Bauablauf und der Erreichbarkeit von Grundstücken und Gewerbebetrieben während der notwendigen Vollsperrungen. Aber auch Fragen zum Umleitungskonzept – besonders für Rettungsfahrzeuge –, zu den Auswirkungen auf den Busverkehr, zum künftigen Tempolimit auf dem sanierten Straßenabschnitt oder zur Müllabfuhr während der Bauzeit wurden in der Fragerunde und in anschließenden Einzelgesprächen gestellt. Daneben waren es vor allem die technischen Aspekte der neuen Brücken, für die sich die Besucherinnen und Besucher interessierten.

Alle Informationen zu den Bau­maß­nahmen an der B63 und L663 im Hammer Süden

Meldungen zum Projekt

L663: Freigabe der Kumper Landstraße in Bönen und Hamm

Freigabe der Strecke zwischen Im Fliericher Mersch in Bönen und Gobel-von-Drechen-Straße in Hamm nach Brückenneubau und Deckensanierung

L663: Sperrung der Kumper Landstraße in Bönen und Hamm

Sperrung zwischen Im Fliericher Mersch in Bönen und Gobel-von-Drechen-Straße in Hamm für Brückenneubau bis in den Sommer.

L663: Freigabe der Kamener Straße in Bönen

Erneuerung der Fahrbahn zwischen Röhrberg/Fröndenberger Straße und Ortsgrenze Hamm abgeschlossen. Sperrung für Brückenneubau in Hamm im Oktober.

L663: Wechsel des Bauabschnitts an der Kamener Straße in Bönen

Erster Bauabschnitt fertiggestellt, Wechsel in den Abschnitt zwischen Disselstraße und westlicher Seseke-Brücke am Montag. Sperrung bis Ende September

Erinnerung L663: Vollsperrung der Kamener Straße in Bönen ab Montag

Sperrung zwischen Röhrberg und Disselstraße für Deckensanierung. Weitere Bauabschnitte an der Stadtgrenze zwischen Bönen und Hamm folgen.

L663: Vollsperrung der Kamener Straße in Bönen

Sanierung der Kamener Straße ist Auftakt für ein umfangreiches Projekt an der Stadtgrenze Bönen und Hamm. Auch zwei Brücken werden neu gebaut.

L663: Reger Austausch bei Infoveranstaltung in Hamm

L663 in Bönen und Hamm wird ab Mai voll gesperrt, um die Fahrbahn zu erneuern und zwei Brücken zu ersetzen.

B63: Arbeiten an den Ampeln der Werler Straße in Hamm werden 2024 fortgesetzt

Witterungsbedingte Pause bei den Arbeiten an den Ampeln. Abschluss der Arbeiten im kommenden Jahr.

B63: Sanierung der Fahrbahn der Werler Straße in Hamm abgeschlossen

Fahrbahn zwischen Am Weizenkamp und Oberallener Weg fertiggestellt. Arbeiten an den Ampelanlange noch bis Ende des Jahres

B63: Vollsperrung im Bereich der A2-Anschlussstelle Hamm

Für Asphaltierungsarbeiten wird die B63 in Hamm am kommenden Wochenende südlich der A2-Anschlusstelle Hamm in beiden Fahrtrichtungen voll gesperrt.