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Ruhr | Hamm | L663In Umsetzung

L663: Abriss und Neubau der Seseke-Brücken in Bönen und Hamm

Die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Ruhr ersetzt die beiden Brücken, welche die L663 (Kumper Landstraße) über die Seseke in Hamm führen. Im Zuge des Ersatzneubaus – also dem Abriss und dem Neubau der beiden Brücken – wird die Fahrbahn der L663 (Kamener Straße/Kumper Landstraße) in Bönen und Hamm erneuert.

Anwohnende und Gewerbetreibende in diesen Abschnitten der L663 können ihre Grundstücke während der Arbeiten erreichen, müssen aber teilweise längere Strecken in Kauf nehmen. Der Durchgangsverkehr wird weiträumig über die B63 und L667 (Unnaer Straße, Rhynerner Straße, Röhrberg umgeleitet).

Die Grafik mit dem Umleitungskonzept finden Sie weiter unten auf dieser Seite auch als PDF zum Download.

Mit den Städten Bönen und Hamm ist abgestimmt, den Abriss und Neubau der Brücken sowie die erforderliche Deckensanierung in mehrere Bauabschnitte aufzuteilen. Insgesamt wird Straßen.NRW in diesem Abschnitt der L663 etwa zwei Millionen Euro investieren.

Rund 50 Menschen informierten sich über die anstehenden Vollsperrungen der L663 in Bönen und Hamm

Bei einer Informationsveranstaltung im Februar 2024 informierte Straßen.NRW interessierte Bürgerinnen und Bürger persönlich über die Baumaßnahmen und die anstehenden Einschränkungen für den Verkehr. Besonders interessiert waren die Gäste am Bauablauf und der Erreichbarkeit von Grundstücken und Gewerbebetrieben während der notwendigen Vollsperrungen. Aber auch Fragen zum Umleitungskonzept – besonders für Rettungsfahrzeuge –, zu den Auswirkungen auf den Busverkehr, zum künftigen Tempolimit auf dem sanierten Straßenabschnitt oder zur Müllabfuhr während der Bauzeit wurden in der Fragerunde und in anschließenden Einzelgesprächen gestellt. Daneben waren es vor allem die technischen Aspekte der neuen Brücken, für die sich die Besucherinnen und Besucher interessierten.

Bauablauf

Die Bauarbeiten an der L663 in Bönen und Hamm beginnen voraussichtlich im Frühsommer 2024 mit der Sanierung der Fahrbahn der L663 (Kamener Straße) auf dem Gebiet der Stadt Bönen. Die Arbeiten an der L663 zwischen der Stadtgrenze Hamm und der Kreuzung L667/L881 (Röhrberg/Fröndenberger Straße) erfolgen in mehreren Abschnitten, um die Erreichbarkeit der anliegenden Grundstücke weitgehend zu ermöglichen. Die Erneuerung der Fahrbahn der L663 in Bönen dauert voraussichtlich sechs Monate. Aufgrund der geringen Breite der Fahrbahn in diesem Abschnitt muss die L663 während der notwendigen Arbeiten voll gesperrt werden.

Im Sommer beginnt der Abriss und der anschließende Neubau der beiden Brücken über die Seseke auf dem Gebiet der Stadt Hamm. Für den Ersatzneubau der Seseke-Brücken muss die L663 (Kumper Landstraße/Kamener Straße) zwischen Gobel-von-Drechen-Straße und Schattweg für den Durchgangsverkehr gesperrt werden. Die anliegenden Grundstücke können auch während der Arbeiten erreicht werden. Der landwirtschaftliche Verkehr kann das Baufeld in der Regel zur Durchfahrt nutzen. An einzelnen Tagen wird die Durchfahrt auch für den landwirtschaftlichen Verkehr nicht möglich sein. Die betroffenen Betriebe werden über die entsprechenden Zeiträume jeweils durch Straßen.NRW informiert.

Im Anschluss an den Ersatzneubau der beiden Brücken wird die Fahrbahn der L663 (Kumper Landstraße) auf dem Gebiet der Stadt Hamm zwischen den beiden Brücken sowie östlich davon bis zur Gobel-von-Drechen-Straße saniert. Auch während dieser Arbeiten bleibt die L663 voll gesperrt.

Weiträumige Umleitungen für den Durchgangsverkehr gelten für den gesamten Zeitraum.

Die Brücken

Die beiden Brücken über die Seseke wurden 1910 beziehungsweise 1935 gebaut. Aufgrund ihres Alters ist ihre Befahrbarkeit für den Schwerverkehr bereits durch Geschwindigkeits- und Gewichtsbegrenzungen eingeschränkt. Für den Abriss und Neubau der Seseke-Brücken muss die L663 (Kumper Landstraße) zwischen Gobel-von-Drechen-Straße und Schattweg für den Durchgangsverkehr gesperrt werden. Anwohner*innen und Gewerbetreibende können ihr Grundstücke über lokale Umleitungen erreichen. Die Bauarbeiten beginnen voraussichtlich im Sommer 2024 und dauern voraussichtlich ein knappes Jahr.

Beide Brücken werden als Spundwandbauwerke entstehen, das heißt, dass ihre Fundamente mit dauerhaften Spundwänden erstellt werden. Beim Einbau der Spundwände kommt es zeitweise zu erhöhter Lärmbelästigung. Der Vorteil dieser Bauweise ist der geringe Platzbedarf während der Herstellung sowie eine schnellere Fertigstellung im Vergleich zu anderen Verfahren. Beide Brücken werden als sogenannte Einfeldträger konstruiert, was bedeutet, dass sie aus jeweils einer Vollbetonplatte auf zwei Trägern bestehen. Die Brücken überspannen die Seseke mit einer Länge zwischen zehn und elf Metern und etwa fünf Metern Breite. Für die östliche Brücke werden rund 83 Tonnen Material wie Beton und Stahl notwendig, für die westliche Brücke rund 91 Tonnen. Für die Arbeiten zum Abriss und Neubau der beiden Brücken werden rund 1.000 Kubikmeter Erdreich bewegt werden.

Die östliche Brücke wird im Vergleich zu bestehenden Brücke leicht versetzt erstellt. Dafür wird der Verlauf der Seseke verändert. Durch diese Anpassungen wird die Seseke künftig weniger stark durch die Brücke verschattet, was sich positiv auf das Gewässer auswirken wird. Darüber hinaus vereinfacht die Verlegung der Brücke den Bauablauf.

Straßen.NRW investiert etwa 2,1 Millionen für den Abriss und den Neubau der beiden Brücken über die Seseke.

Bildergalerie Seseke-Brücken West und Ost

Seseke-Brücke West
Seseke-Brücke Ost

Deckensanierung in Bönen und Hamm

Straßen.NRW erneuert die Fahrbahndecke der L663 (Kamener Straße) in Bönen zwischen der Stadtgrenze zu Hamm und der Kreuzung L667/L881 (Röhrberg/Fröndenberger Straße). Die Sanierungsmaßnahmen beginnen voraussichtlich im Frühsommer 2024.

Im Anschluss an die Arbeiten an den beiden Brücken wird die Fahrbahn der L663 (Kumper Landstraße) auf dem Gebiet der Stadt Hamm zwischen den beiden Brücken sowie östlich davon bis zur Gobel-von-Drechen-Straße saniert. Auch während dieser Arbeiten bleibt die L663 voll gesperrt.

Aufgrund der geringen Breite der Fahrbahn in diesem Abschnitt muss die Kumper Landstraße für die notwendigen Arbeiten voll gesperrt werden. Nur so können die Sicherheit der dort Arbeitenden und der Verkehrsteilnehmer*innen gewährleistet sowie die Sicherheitsabstände für Fahrbahn, Arbeitsraum und Absperrung eingehalten werden. Um die Erreichbarkeit von Anwohner*innen und Gewerbetreibenden weitestgehend zu gewährleisten, werden die Arbeiten voraussichtlich in mehreren Bauabschnitten durchgeführt.

Bei der Erneuerung der Fahrbahn der L663 in Bönen und Hamm kommt sogenannter Niedrigtemperaturasphalt zum Einsatz. Bereits bei der Herstellung verbraucht Niedrigtemperaturasphalt weniger Energie und setzt weniger Emissionen frei. Auch der Einbau dieser Asphaltart ist weniger belastend für Arbeitende und Umwelt.

Weitere Abschnitte der L663 in Bönen und Hamm wurden bereits saniert: 2019 wurde die Fahrbahn der Kamener Straße zwischen der Kamener Straße/Breddeweg und Röhrberg in Bönen saniert, 2022 die der Kumper Landstraße zwischen B63 und Gobel-von-Drechen-Straße.

Natur und Umwelt

Im Januar 2022 wurden im Bereich der Brücken Bäume gefällt, um das Baufeld frei zu machen und das Gelände abschließend vermessen zu können. Eine kontinuierliche Umweltbaubegleitung während der Bauarbeiten stellt sicher, dass die Pflanzen- und Tierwelt des benachbarten Naturschutzgebietes „Seseke“ nicht beeinträchtigt werden. Im direkten Umfeld der Arbeiten werden umfangreiche Maßnahmen zum Schutz des Bestandes von Bäumen und Gehölzen umgesetzt.

Art und Ort der Neupflanzungen wurden mit den zuständigen Behörden der Stadt Hamm und dem Kreis Unna abgestimmt. Die notwendigen Ausgleichsmaßnahmen werden nach Abschluss der Bauarbeiten durchgeführt. So wird Straßen.NRW im Umfeld der Brückenbaustelle 17 neue Bäume pflanzen. Dadurch wird ausgeglichen, dass sechs Bäume für den Bau der östlichen Seseke-Brücke entfernt werden mussten. Die genauen Standorte der neuen Bäume stehen noch nicht fest.

Gewässer- und Gehölzbiotope, welche durch die Verlegung der Seseke im Bereich der östlich gelegenen Brücke verloren gehen, werden ebenfalls kompensiert. Als Ausgleich wird unter anderem eine etwa 90 Quadratmeter – das ist etwas mehr als ein Badmintonfeld – große so gennante „Sukzessionsfläche“ angelegt, auf der sich die Vegetation weitgehend frei entfalten kann. Darüber hinaus werden die beiden Uferseiten der Seseke zwischen den beiden Brücken naturnah gestaltet.

Alle Informationen zu den Bau­maß­nahmen an der B63 und L663 im Hammer Süden

Meldungen zum Projekt

L663 in Bönen und Hamm wird ab Mai voll gesperrt, um die Fahrbahn zu erneuern und zwei Brücken zu ersetzen.

Witterungsbedingte Pause bei den Arbeiten an den Ampeln. Abschluss der Arbeiten im kommenden Jahr.

Fahrbahn zwischen Am Weizenkamp und Oberallener Weg fertiggestellt. Arbeiten an den Ampelanlange noch bis Ende des Jahres

Für Asphaltierungsarbeiten wird die B63 in Hamm am kommenden Wochenende südlich der A2-Anschlusstelle Hamm in beiden Fahrtrichtungen voll gesperrt.

Für Asphaltierungsarbeiten wird die B63 in Hamm am kommenden Wochenende im Bereich der A2-Anschlusstelle Hamm in beiden Fahrtrichtungen voll gesperrt.

Auf der B63 in Hamm wird ab Montag die Auffahrt zur A2 in Fahrtrichtung Hannover gesperrt. Die Auffahrt in Richtung Oberhausen dagegen wird wieder frei gegeben.

Keine Einschränkungen mehr an der A2-Anschlussstelle Bönen. Teilweise Sperrung der A2-Anschlussstelle Hamm in der kommenden Woche.

Wegen eines Schadens an einer Ampel auf der Umleitungsstrecke wird die Sperrung der Auffahrt verschoben. Die Arbeiten auf der B63 werden aber wie angekündigt fortgesetzt.

Auffahrt auf die A2 in Fahrtrichtung Oberhausen für Verkehrsteilnehmende, die auf der B63 in Richtung Werl fahren, voraussichtlich drei Wochen lang gesperrt.

Erste Abschnitte abgeschlossen, Wechsel der Arbeiten zur Kreuzung Im Sutenkamp am Wochenende. Kreuzung Oberster Kamp noch drei Wochen lang gesperrt.