L286n: Sanierung des Bauwerks Merheimer Bruch
Die Landesstraße L286n zählt zu den wichtigen Verkehrsadern im Kölner Osten und verbindet zentrale Stadtteile mit der Autobahn A4. Das Bauwerk Merheimer Bruch steht im Fokus einer umfangreichen Instandsetzungsmaßnahme durch den Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen, um die dauerhafte Sicherheit und Leistungsfähigkeit der Verbindung zu gewährleisten.
Überblick
- Die Brücke Merheimer Bruch auf der L286n im Kölner Stadtgebiet wird umfassend instandgesetzt, um die Tragfähigkeit und Verkehrssicherheit zu gewährleisten.
- Dringender Handlungsbedarf besteht wegen erheblicher Schäden an Fahrbahnübergängen, Beton-Kappen, Abdichtung und Entwässerung.
- Die Baustelle wird in zwei Bauphasen abgewickelt, der Verkehr wird während der Arbeiten jeweils einspurig an der Baustelle vorbeigeführt.
- Nach Abschluss der Arbeiten werden alle Gewichtsbeschränkungen aufgehoben.
Hintergrund und Sachstand
Das Bauwerk Merheimer Bruch aus dem Jahr 1977 besteht aus zwei Hohlkasten-Spannbetonbrücken (eine je Fahrtrichtring) sowie einem Abfahrtsarm. Im Zuge regelmäßiger Bauwerksprüfungen wurden in den letzten Jahren gravierende Schäden am Bauwerk festgestellt. Betonschäden, defekte Fahrbahnübergänge und eine mangelhafte Entwässerung beeinträchtigen die Tragfähigkeit und langfristige Haltbarkeit des Bauwerks.
Die gravierenden Schäden, insbesondere im Bereich der Fahrbahnübergänge, machten als Sofortmaßnahme eine Ablastung durch Gewichts- und Geschwindigkeitsbeschränkungen erforderlich. Im Anschluss wurden die Fahrbahnübergänge provisorisch überbrückt. Die dadurch entstandenen Unebenheiten („Hubbel“) gewährleisten seitdem die Verkehrssicherheit bis zur endgültigen Sanierung.
Angesichts dieser Befunde hat Straßen.NRW entschieden, die Brücke grundhaft zu ertüchtigen und damit Ausbau und Modernisierung auf den neuesten Stand der Technik zu bringen. Wichtige Schäden an den Fahrbahnübergängen, Betonsanierungen an den Kappen sowie eine defekte Entwässerung werden dabei fachgerecht behoben. Der Ausbau wird nach aktuellen technischen Standards durchgeführt.
Beispiele für Schäden im Bauwerk
Was wird gemacht?
Die Baumaßnahme umfasst den vollständigen Ausbau der schadhaft gewordenen Fahrbahnübergänge und des bestehenden Belags. Eine neue Abdichtung mit widerstandsfähigen Bitumenschweißbahnen schützt künftig die darunterliegenden Brückenteile vor eindringendem Wasser und Schadstoffen. Die Fahrbahn wird ebenfalls saniert.
Darüber hinaus werden die Beton-Kappen und Entwässerungsanlagen erneuert, um die Stabilität des Bauwerks zu sichern und spätere Schäden zu minimieren. Moderne Schutzsysteme und Geländer erhöhen die Verkehrssicherheit für alle Nutzerinnen und Nutzer. Auch der Zugang für Wartungsarbeiten wird verbessert.
Wie läuft der Bau ab?
Um die Verkehrsbeeinträchtigungen möglichst gering zu halten, wird die Instandsetzung in zwei Bauphasen durchgeführt. Der Verkehr wird jeweils auf einer Brückenhälfte geführt, wobei die Fahrstreifen vorübergehend schmaler werden. Für den Zeitraum der Bauarbeiten sind ergänzend gezielte Umleitungen eingeplant, um einen möglichst reibungslosen Verkehrsfluss sicherzustellen. Es sind ebenfalls kurze Unterbrechungen der KVB-Stadtbahn-Linien erforderlich, die nach Abstimmung mit der KVB bekannt gegeben werden.
Der generelle Bauablauf sieht vor, zunächst die schadhaften Fahrbahnübergänge, die bestehenden Abdichtungen und die Fahrbahnbeläge zu entfernen. Beschädigte Betonbereiche, insbesondere an den Kappen und der vorderen Kammerwand an einem Widerlager, werden abgetragen und saniert.
Anschließend werden die Entwässerungsleitungen ausgewechselt und neu verlegt, um langfristig Betonschäden durch eindringendes Wasser zu verhindern. Als nächstes erfolgt der Einbau des neuen Fahrbahnbelags inklusive einlagiger Bitumenschweißbahnen. Parallel dazu werden die Beton-Kappen erneuert und mit neuen Schutzsystemen ausgestattet, Geländer und Lärmschutzwände montiert.
Danach erfolgen die gleichen Schritte beim zweiten Teilbauwerk.
Verkehrsführung während der Bauphase
Kosten und Zeitplan
Die Gesamtkosten für die umfassende Erneuerung belaufen sich auf rund 12,8 Millionen Euro, finanziert durch das Land Nordrhein-Westfalen.
Die Arbeiten sollen Anfang 2026 beginnen und bis Mitte 2028 abgeschlossen sein.
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