Rhein-Berg | Niederkassel | L269nIn Umsetzung

L269n: Bau der Ortsumgehung Niederkassel Informationen zu den Umweltaspekten

Der Neubau einer Straße verursacht Eingriffe in Natur und Landschaft. Auch bereits gefährdeten Tiere und Pflanzen können beeinträchtigt werden. Mit einem Landschaftspflegerischen Begleitplan (LBP) und einer Artenschutzprüfung (ASP) wurde daher schon im Vorfeld untersucht, ob und welche Auswirkungen das Projekt L269n haben kann. Geeignete Maßnahmen sollen dafür sorgen, dass diese Beeinträchtigungen so gering wie möglich ausfallen.

Landespflegerische Maßnahmen

Ausgleichsmaßnahmen

Beeinträchtigungen des Naturhaushaltes durch den Bau der L269n werden überwiegend durch die Extensivierung von landwirtschaftlichen Nutzflächen kompensiert. So soll erreicht werden, dass neue Lebensräume, sogenannte Offenlandbiotope, für wild lebende Tiere und Pflanzen entstehen oder in einen günstigen Zustand entwickelt werden.

Geplant sind rund 12 ha Kompensationsmaßnahmen. 2 ha sind als vorgezogenen Maßnahmen des Artenschutzes erforderlich und können innerhalb des Gesamtkonzeptes umgesetzt werden. So wurden bereits in 2019 Saumstrukturen und Brachestreifen für die Feldvogelarten Rebhuhn, Feldlerche und Kiebitz angelegt. Insgesamt 8,5 ha der Ausgleichsflächen setzen eine dauerhafte landwirtschaftliche Nutzung voraus und können als produktionsintegrierte Kompensations­maßnahmen umgesetzt werden. Diese Maßnahmen sind grundsätzlich räumlich flexibel und werden gemeinsam mit den Landwirten vor Ort festgelegt und umgesetzt.

Ausgleichsmaßnahme - Blumenwiese

Kleintierleiteinrichtungen

An der L269n werden künftig zwischen der Station 34+000 und 35+530 (bis zum Bauwerk Nr. 3) auf beiden Seiten der Straße Kleintierleiteinrichtungen angelegt. Diese werden mit sieben Durchlässen verbunden, sodass Kleintiere an diesen Stellen die L269n gefahrlos unterqueren können.

Überflughilfen

Zum Schutz von Fledermäusen und Vögeln werden in verschiedenen Bereichen an der L269n Bäume oder Sträucher gepflanzt, die als Überflughilfen dienen. Durch ihre Barrierewirkung werden Vögel und Fledermäuse hoch genug über die Straße geführt, sodass sie nicht in Gefahr geraten, mit dem Straßenverkehr zu kollidieren. Hierzu werden an der Südstraße, kurz vor dem Kreisverkehr, auf beiden Seiten jeweils vier Bäume gepflanzt, die große Baumkronen ausbilden. Zwischen den Bauwerken Nr. 2 und Nr. 3 werden durchgehende Gehölzkulissen auf beiden Seiten der Straße angelegt. Mithilfe von gezielten Pflanzungen an den Bauwerken, werden die Arten zu den Querungsmöglichkeiten hingeleitet.

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Unsere Straßen sollen den aktuellen Anforderungen an Mobilität genügen, gleichzeitig aber auch uns selbst und die Tierwelt nicht schaden. Ein Spagat, der nicht immer leicht zu lösen ist.