Ville-Eifel | Aachen | L231In Planung

L231: Radvorrangroute Horbacher Straße Aachen Informationen zu den Umweltaspekten

Im Rahmen der Unterlagenerstellung der Machbarkeitsstudie zum Radschnellweg Euregio in 2015 wurde auch eine Umweltverträglichkeitsstudie (UVS) von der StädteRegion Aachen, der Stadt Aachen und weiteren Projektpartnern erstellt. Diese entspricht zwar nicht mehr den derzeit gültigen Regelungen des Umweltverträglichkeitsprüfungsgesetzes NRW, dennoch gibt sie wichtige Hinweise für die Planung der Radvorrangroute entlang der L 231, Horbacher Straße.

Durch die Maßnahme wird weder ein Natura 2000-Gebiet betroffen noch ein gesetzlich geschütztes Biotop, ein Nationalpark oder Naturschutzgebiet. Ebenso beträgt die Länge dieser Radwegeplanung (außerhalb der Ortsdurchfahrt Horbach) ca. 3,5 km. Aufgrund dieser Randbedingungen entfällt nach dem Gesetz zur Umweltverträglichkeitsprüfung im Land NRW die Vorprüfungspflicht und die UVP-Pflicht.

Der Bau der Radvorrangroute verursacht Eingriffe in Natur und Landschaft. Auch geschützte Tiere und Pflanzen können beeinträchtigt werden; so sind z.B. aus der o.g. UVS die Vorkommen von Feldlerche, Rauch- und Mehlschwalbe, Kiebitz und Mäusebussard bekannt. Mit einem landschaftspflegerischen Begleitplan (LBP) und einer Artenschutzprüfung (ASP) wird daher in der anschließenden Entwurfsplanung untersucht werden, ob und welche Auswirkungen das Projekt auf geschützte Tier- und Pflanzenarten haben wird. Zu diesen Themen wird auch auf die beiden Grundsatzplakate unter "Medien & Downloads" hingewiesen.

Die L 231 (Horbacher Straße) ist über einen Großteil der Strecke eine Allee. Diese Allee ist ein geschützter Landschaftsbestandteil. Die Radwegeplanung soll so erfolgen, dass die Allee vollständig erhalten bleibt. Nur in dem Streckenabschnitt vor dem Haus Nr. 219, wo die Horbacher Straße ein paar Meter nach Osten verschoben werden soll, entfallen einige Alleebäume, die neben der verlegten Straße nachgepflanzt werden.

Südlich der Ortslage Aachen-Horbach quert die Radvorrangroute das Bodendenkmal AA 046 „Höckerlinie“, eine ehemalige Panzersperre als ein Relikt aus dem Zweiten Weltkrieg. Die ggfls. erforderlichen Schutzmaßnahmen werden in der weiteren Planung mit den zuständigen Behörden abgestimmt.

Entwässerung

Die Entwässerung des Radweges ist als Versickerung in den Untergrund / das Grundwasser mit Reinigung über die sogenannte belebte Bodenzone vorgesehen. Zwischen AC-Richterich und AC-Horbach entwässert die Fahrbahn der L 231 nach Westen in Richtung des Radweges, das Fahrbahnwasser versickert breitflächig über die Böschungsschulter. Der Radweg soll eine Querneigung zur Fahrbahn erhalten, sodass ein Versickerungsstreifen zwischen der Straße und dem Radweg entsteht.

Zwischen AC-Horbach und dem Grenzübergang entwässert die Straße nach Südwesten, diese Entwässerung wird nicht verändert. Der nordöstlich der Straße vorgesehene Radweg soll mit einer Querneigung zur Straße hergestellt werden, sodass nur das Oberflächenwasser des Radweges und des Gehweges zwischen dem Gehweg und dem Radweg zu versickern ist. Zur Bestimmung der vorliegenden Wasserdurchlässigkeit des Untergrundes werden in der anschließenden Vorentwurfsplanung eine Baugrunderkundung mit Versickerungsversuchen durchgeführt.