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Rhein-Berg | Much | L189In Umsetzung

L189: Ersatzneubau der Brücke über den Markelsbach in Much

Die Regionalniederlassung Rhein-Berg von Straßen.NRW erneuert die Markelsbachbrücke im Mucher Ortsteil Hillesheim durch einen modernen Ersatzneubau. Dank einer innovativen Bauweise mit vorgefertigten Bauteilen kann die Bauzeit deutlich verkürzt werden. Gleichzeitig verbessert die neue Brücke den Hochwasserschutz und sorgt langfristig für eine sichere Verkehrsverbindung. Als BIM-Pilotprojekt (Building Information Modeling) setzt die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Rhein-Berg dabei auf digitale Planungsmethoden, um Infrastrukturprojekte wirtschaftlicher, effizienter und nachhaltiger umzusetzen.

Projektstatus Juli 2026

Die bestehende Brücke wurde am 13. Juli 2026 erfolgreich rückgebaut. Im Anschluss starten die Arbeiten am Ersatzneubau.

Die bestehende Brücke

Die Brücke über den Markelsbach wurde 1956 als Ersatz für eine im Zweiten Weltkrieg zerstörte Vorgängerbrücke errichtet. Sie ist heute rund 70 Jahre alt und entspricht nicht mehr den aktuellen technischen Anforderungen. Die Plattenbrücke in Stahlbetonbauweise ist 5 Meter lang und 11,90 Meter breit. Die beiden Fahrbahnen haben eine Breite von 6,50 Metern.

Gründe für den Ersatzneubau

Die Brücke weist erhebliche altersbedingte Schäden auf. Gleichzeitig haben das gestiegene Verkehrsaufkommen und insbesondere der zunehmende Schwerlastverkehr die Belastung des Bauwerks deutlich erhöht. Regelmäßige Bauwerksprüfungen haben ergeben, dass die Standsicherheit langfristig nicht mehr ausreichend gewährleistet werden kann. Bereits heute ist die Brücke nur eingeschränkt nutzbar: Rot-weiße Barken auf dem Bauwerk verhindern, dass Fahrzeuge die beschädigten Kragarme des Überbaus befahren. Um die Verkehrssicherheit dauerhaft sicherzustellen, ist ein Ersatzneubau zwingend erforderlich.

Die Maßnahme wird im Rahmen des „Nordrhein-Westfalen-Plans für gute Infrastruktur“ finanziert. Die Mittel stammen aus dem Sondervermögen für Infrastruktur und Klimaneutralität (SVIK).

Bedeutung der Brücke

Die L189 (Wahnbachtalstraße) ist eine wichtige Verkehrsverbindung in der Gemeinde Much. Sie verbindet die Ortsteile der Region miteinander und stellt eine wichtige Verbindung zur Nachbargemeinde Neunkirchen-Seelscheid dar.

Im Jahr 2021 wurden auf diesem Streckenabschnitt täglich rund 3.900 Fahrzeuge gezählt, darunter mehr als 200 Fahrzeuge des Schwerlastverkehrs. Die Brücke ist damit ein wichtiger Bestandteil des örtlichen und regionalen Straßennetzes.

Die neue Brücke

Die neue Brücke wird nach aktuellen technischen Standards errichtet. Die Fahrbahn erhält zwei Fahrstreifen mit jeweils 3,50 Metern Breite. Ergänzt wird das Bauwerk durch 2,05 Meter breite Kappen und moderne Schutz- und Sicherheitseinrichtungen.

Für den Neubau setzt Straßen.NRW auf eine funktionale Ausschreibung. Dadurch kann die Bauzeit verkürzt werden. Zudem wird ein großer Teil der Brücke aus vorgefertigten Bauteilen hergestellt. Das ermöglicht insgesamt eine schnellere Umsetzung und reduziert die Eingriffe in den Markelsbach.

Bei planmäßigem Verlauf soll die Maßnahme im Oktober beendet sein.

BIM-Pilotprojekt

Der Ersatzneubau wird in Planung und Abwicklung als BIM-Pilotprojekt (Building Information Modeling) der Regionalniederlassung Rhein-Berg umgesetzt. BIM ist eine digitale und kooperative Planungsmethode, die auf intelligenten 3D-Modellen basiert. Diese enthalten neben der Bauwerksgeometrie auch umfangreiche Informationen zu den einzelnen Bauteilen.

Die Methode ermöglicht es, Planungen frühzeitig zu koordinieren, Abläufe besser aufeinander abzustimmen und mögliche Konflikte bereits vor Baubeginn zu erkennen und zu beheben. Dadurch werden Fehler in Planung und Bauausführung reduziert und Projekte effizienter umgesetzt.

Zu den Vorteilen von BIM zählen insbesondere:

  • frühzeitige Erkennung und Vermeidung von Planungsfehlern
  • Zeit- und Kostenersparnisse durch optimierte Planungs- und Bauabläufe
  • bessere Zusammenarbeit aller am Projekt beteiligten Fachbereiche
  • höhere Qualität und Transparenz während der gesamten Projektabwicklung
  • vereinfachte Wartung und Instandhaltung durch digitale Bauwerksmodelle, in denen alle relevanten Informationen dauerhaft verfügbar sind.

So trägt BIM dazu bei, Infrastrukturprojekte wirtschaftlicher, effizienter und nachhaltiger zu realisieren.

Verbesserung des Hochwasserschutzes

Der Ersazuneubau verbessert auch den Hochwasserschutz. Die Öffnung der Brücke über dem Markelsbach wird von bisher rund 5 auf 9 Meter erweitert. Dadurch kann mehr Wasser unter der Brücke hindurchfließen.

Der Durchflussquerschnitt vergrößert sich von etwa 9 auf rund 13,5 Quadratmeter. So kann der Bach bei Starkregenereignissen mehr Wasser aufnehmen und ableiten. Gleichzeitig werden die Eingriffe in das Gewässer während der Bauarbeiten möglichst gering gehalten.

Verkehrsführung während der Baumaßnahme

Eine Umleitung über die B56 (Zeithstraße) ist ausgeschildert. Um den Verkehrsfluss entlang der Umleitungsstrecke bestmöglich zu gewährleisten, werden die Signalzeiten der Ampelanlagen angepasst.

Meldungen zum Projekt

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