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Niederrhein | Meerbusch | L154 | L476In Umsetzung

L154/L476 Strümper- & Meerbuscher Straße: Beseitigung von Bahnübergängen in Meerbusch-Osterath

Die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Niederrhein realisiert gemeinsam mit der DB Netze AG und der Stadt Meerbusch die Beseitigung der drei höhengleichen Bahnübergänge der L154 Strümper Straße, der L476 Meerbuscher Straße und der kommunalen Straße Hoterheideweg.

Der Hintergrund

Die hohe Auslastung auf den Schienen der Eisenbahnstrecke 2610 von Köln in Richtung Niederlande sorgt mit den damit einhergehenden langen Schließzeiten der Schranken für Rückstau an den Straßen und somit für erheblichen Verkehrsbehinderungen und Belastungen der Anwohner.

Es handelt sich um eine zweigleisige, elektrifizierte Strecke mit Personen- und Güterverkehr. Aktuell müssen Verkehrsteilnehmer die Schienen in Meerbusch-Osterath an einem der drei Bahnübergänge überqueren. Eine Alternative gibt es nur für Fußgänger in Form einer Unterführung an der Strümper Straße.

Das Projekt

Die Beseitigung der schienengleichen Bahnübergänge an der Strümper Straße und Meerbuscher Straße erfolgt für den Kraftfahrzeugverkehr mittels einer Verknüpfung der beiden Straßen als Kreisverkehr unterhalb der Gleise der Deutschen Bahn AG und Neuführung der Straßenrampen auf einer Länge von jeweils circa 250 Meter und einer Fahrbahnbreite von sieben Meter. Der Kreisverkehr wird mit 40 Meter Außendurchmesser angelegt.

Für Fußgänger und Radfahrer wird die heutige Gehwegunterführung Strümper Straße eingekürzt und Rampen für Radfahrer und Fußgänger neu angelegt. Der Bahnübergang Hoterheideweg wird geschlossen, der Verkehr über benachbarte Kreuzungspunkte geführt und für Radfahrer und Fußgänger eine Rampe entlang der Straße „An der Bundesbahn“ zur Rad-/Gehwegunterführung Strümper Straße geführt.

Ebenfalls wird für Radfahrer und Fußgänger im Bereich der Meerbuscher Straße eine barrierefreie Unterführung unter die Gleise angelegt. Diese erhält zwei zusätzliche Treppen und dient gleichzeitig als Zugang zu den beiden Bahnsteigen. In Höhe des Bahnhofsweges wird eine barrierefreie Gehwegverbindung vom Bahnhofsweg durch die neue Eisenbahnbrücke am Kreisverkehr bis zum Ostara-Gelände geschaffen. Diese Verbindung dient gleichzeitig als nördlicher Zugang zu den Bahnsteiganlagen und führt außerdem zu den Park and Ride Plätzen.

Insgesamt investieren die Beteiligten von Deutscher Bahn AG, Land NRW und Stadt Meerbusch circa 76 Millionen Euro.

Der Projektstand

Die Realisierung der Gesamtmaßnahme erfolgt in vier größeren Bauphasen von 2019 bis Mitte 2031. In der ersten, von der DB durchgeführten Bauphase wurden unter anderem die Anlagen der Oberleitung, der Kommunikationstechnik und Leit- und Sicherungstechnik angepasst.

In der zweiten Bauphase errichtete die DB die Eisenbahnüberführungen über den Rad- und Gehweg im Bahnhof Meerbusch-Osterath sowie über den zukünftigen Kreisverkehr. Zudem baute sie die bestehende Eisenbahnüberführung an der Strümper Straße um und kürzte diese ein.

In der dritten Bauphase erfolgt die Herstellung von Trogbauwerk, Stützwänden, Kreisverkehrsplatz, Rampen und Fußgängerbrücken durch Straßen.NRW. In der vierten Bauphase werden die Bahnübergänge Meerbuscher Straße, Strümper Straße und Hoterheideweg von der DB geschlossen und zurückgebaut.

L154: Großprojekt in Meerbusch-Osterath Straßen.NRW startet Bau des neuen Kreisverkehrs unter den Bahngleisen

Meerbusch (straßen.nrw). Die Straßen.NRW Regionalniederlassung Niederrhein beginnt Anfang September 2026 mit den umfassenden Umbauarbeiten des Landstraßen L476 (Meerbuscher Straße/Bahnhofsweg) und L154 (Strümper Straße) im Bereich des Osterather Bahnhofs. Nachdem die Vorleistungen der Deutschen Bahn erfolgreich abgeschlossen wurden, startet nun die finale Phase des Großprojekts. Ziel ist es, die Verkehrsführung so umzugestalten, dass die bisherigen Bahnübergänge zurückgebaut werden können und der Verkehr die Bahnstrecke künftig kreuzungsfrei sowie bahnunabhängig unterquert. Den Verantwortlichen der Stadt Meerbusch präsentierte Straßen.NRW zusammen mit dem Auftragnehmer nun die anstehenden Bauphasen und die Details zum Bauvorhaben, das voraussichtlich Mitte 2031 fertiggestellt sein soll.

 

Vorbereitende Arbeiten und einwöchige Vollsperrung ab 31. August

Der Startschuss fällt mit vorbereitenden Maßnahmen ab dem 31. August 2026. Für das erste große Baufeld nordwestlich des Bahnhofsgebäudes muss der bestehende Kreisverkehr auf dem Bahnhofsweg in Höhe der Theodor-Heuss-Straße zurückgebaut werden.

Für diese Arbeiten wird der Bahnhofsweg zwischen der Strümper Straße und der Meerbuscher Straße für eine Woche, vom 31. Augsut bis zum 7. September 2026, voll gesperrt. Eine entsprechende Umleitung über den Winkler Weg wird eingerichtet. Die Bahnübergänge L154 (Strümper Straße) und L476 (Meerbuscher Straße) sind in diesem Zeitraum weiterhin befahrbar. Auch der Bahnhof bleibt von der Meerbuscher Straße aus erreichbar. Nach Abschluss dieser einwöchigen Vorarbeiten wird der Bahnhofsweg vorerst wieder in beide Richtungen freigegeben.

 

Bauphase 1: Zweieinhalb Jahre Tiefbau ohne große Verkehrsbehinderungen

Die erste große Bauphase schließt an die Vorarbeiten an und wird etwa zweieinhalb Jahre in Anspruch nehmen. In dieser Zeit sind keine Umleitungen notwendig und die Bahnübergänge bleiben geöffnet. Parallel zur Ladestraße und Werkstraße entstehen auf der östlichen Seite der Gleise der neue Kreisverkehr unter den Bahngleisen sowie dessen Zubringer in Form von Trogbauwerken. Im Herbst 2026 werden hierfür die ersten Großgeräte auf der Baustelle anrücken. Da der neue Kreisverkehr im Grundwasserbereich liegt, sind anspruchsvolle Arbeiten erforderlich. Zum Schutz gegen das Grundwasser wird eine massive Unterwasserbetonsole gegossen. Als statistisch-konstruktives Gerüst dienen überschnittene Bohrpfahlwände, die auf einer Gesamtlänge von rund 500 Metern entlang der vier Zubringer zum Kreisverkehr in den Boden eingebracht werden.

Das ist jedoch noch nicht alles, denn zum Projekt gehören außerdem ein neues Oberflächenwasser-Pumpwerk, ein unterirdisches Regenbecken unter der Eisenbahnbrücke und ein Stauraumkanal unter der Ladestraße.

 

Bauphase 2: Eineinhalb Jahre Sperrung und West-Anbindung

An die erste Phase schließt die zweite wesentliche Bauphase an, für die rund eineinhalb Jahre eingeplant sind. In diesem Abschnitt wird das restliche Trogbauwerk auf der gegenüberliegenden, westlichen Seite errichtet. Zudem wird in dieser Phase der neue Kreisverkehr an der Kreuzung Meerbuscher Straße / Bahnhofsweg gebaut.

Für die Dauer dieser Arbeiten muss der Bahnhofsweg erneut gesperrt werden. Umleitungen werden diesmal weiträumig über den Winkler Weg, die Meerbuscher Straße und die Hochstraße eingerichtet. Die Bahnübergänge bleiben jedoch in dieser Phase für den Verkehr geöffnet.

 

Finaler Rückbau und Fertigstellung im Jahr 2031

Zum Abschluss des Großprojekts werden die drei alten Bahnübergänge Meerbuscher Straße, Strümper Straße und Hoterheideweg dauerhaft geschlossen und zurückgebaut. Die dafür notwendigen Sperrpausen wurden von Straßen.NRW bereits bei der Deutschen Bahn angemeldet. Nach dem Rückbau werden die bestehenden Straßen an die neuen Rampen der Unterführung angeschlossen. Erst ganz zum Schluss kann auch der neue Park-and-Ride-Parkplatz auf der Westseite gebaut und freigegeben werden, da dessen Flächen bis dahin als Baustellenlogistikfläche benötigt werden. Läuft alles nach Plan, wird das Gesamtprojekt Mitte 2031 mit den letzten Restarbeiten abgeschlossen.

 

Finanzierung und Aufteilung der Millioneninvestition

Die Gesamtkosten des Projekts von 76 Millionen Euro werden auf mehrere Schultern verteilt. Der Bund, das Land Nordrhein-Westfalen und die Deutsche Bahn tragen gemeinsam den Hauptanteil für den kreuzungsfreien Umbau.

Die Stadt Meerbusch übernimmt die Kosten, die auf Basis der städtischen Planungsvorgaben und Wünsche realisiert werden.

Künftiger Kreisverkehr unter den Bahngleisen Blickrichtung Nord

 

 

Simulation des Projekts

Beseitigung von Bahnübergängen in Meerbusch-Osterath

Copyright/Quelle: DB Netze AG