Sauerland-Hochstift | Bestwig | Brilon | B7nIn Planung

B7n: Neubau zwischen Bestwig-Nuttlar und Brilon

Die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Sauerland-Hochstift plant den Neubau der B7n als Verlängerung der A46 mit dem Ende in Nuttlar bis nach Brilon zur B480. Sie wird als ein sogenannter „2+1-Querschnitt“ konzipiert. Das bedeutet, dass den Verkehrsteilnehmern im Wechsel zwei Fahrstreifen zum sicheren Überholen zur Verfügung stehen werden.

Der Neubau der B7n ist Bestandteil des Netzkonzeptes zur Stärkung und Erschließung des Hochsauerlandes mit Anbindung an die A445 bei Wickede und die A44 und A33 bei Bad Wünnenberg. Die vielfältigen Anforderungen in und aus dieser Region (unter anderem Wirtschaft und Tourismus) erfordern es, dass eine leistungsfähige Verkehrsachse geplant und gebaut wird.

Aktueller Stand

Die folgende Karte zeigt die noch realisierbaren Varianten. Weitere Informationen erhalten Sie unter den Menüpunkten „Umweltaspekte“ und „Planungsphase“.

Kartenansicht der aktuellen Varianten
Übersicht der aktuell noch realisierbaren Varianten einschließlich Knotenpunkten zur B7n zum Stand November 2021

Übergabe des Bürgergutachtens zur B7n

Am 15. März wurde in der Schützenhalle Brilon das Bürgergutachten des Dialogforums der B7n übergeben.
Das Dokument mit einer Variantenempfehlung der Zufallsbürgerinnen und -bürger finden Sie hier:

Frühe Öffentlichkeits­beteiligung zur B7n

Am 13. Juni 2019 fand in Brilon-Altenbüren eine Informationsveranstaltung zum Neubau der B7n statt, die den Start zu einem gemeinsamen Dialogprozess bedeutete. Die frühe Öffentlichkeitsbeteiligung wird im Rahmen des Straßenbauprojektes intensiviert. Bei der Planung will Straßen.NRW die breite Bürgerschaft aus der Region mit einbeziehen. Es wird das Ziel verfolgt, im Dialog mit den Menschen sowie den verschiedenen Akteursgruppen zu planen und möglichst viele Interessen bei der weiteren Planung der Linie in Einklang zu bringen. Hierbei wird Straßen.NRW für das Projekt „B7n“ vom Büro DIALOG BASIS unterstützt. Straßen.NRW hat in Zusammenarbeit mit DIALOG BASIS passgenaue Beteiligungsformate entwickelt.

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht der Beteiligungsformate

Straßen.NRW wird Dialogforen in regelmäßigen Abständen durchführen. Ziel dieser Dialogforen ist es, den Teilnehmenden die kommenden Verfahrensschritte, den bisherigen Stand der Planung und die Handlungsspielräume des Infrastrukturprojekts vorzustellen. Gemeinsam sollen Herausforderungen identifiziert und nach Möglichkeit schon Lösungsansätze entwickelt werden. Ziel ist die Erarbeitung eines abschließenden Berichts mit Empfehlungen für eine Vorzugsvariante.

Teilnehmende Akteure sind Zufallsbürgerinnen und Zufallsbürger aus den Gemeinden Brilon, Olsberg und Bestwig. Hierzu wurden im Vorfeld zufällig ausgewählte Haushalte aus Brilon, Scharfenberg, Altenbüren, Antfeld und Nuttlar postalisch angeschrieben. Interessierte Bürgerinnen und Bürger haben sich im nächsten Schritt rückgemeldet und ihre Bereitschaft an der Teilnahme signalisiert. Das Los entschied letztlich über die finale Auswahl der Teilnehmerinnen und Teilnehmer. Außerdem werden Expertinnen und Experten aus Natur- und Artenschutz, Landwirtschaft, Verkehrsplanung und Wirtschaft in verschiedene Sitzungen des Dialogforums integriert.

Die Ergebnisse der einzelnen Dialogforen werden jeweils am Ende der Veranstaltung gemeinsam dokumentiert. Die jeweiligen Berichte und Präsentationen werden auf dieser Seite für Interessierte zur freien Verfügung gestellt. Sollte aufgrund der Corona-Krise ein Termin vor Ort nicht realisierbar sein, wird das Dialogforum digital durchgeführt werden.

Die Termine, inklusive geplanter Themen, im Überblick:

  1. Dialogforum: Natur- und Artenschutz am 14. August 2020
  2. Dialogforum: Landwirtschaft am 25. November 2021
  3. Dialogforum: Mensch und Nutzer am 26. und 27. Januar 2022
  4. Dialogforum: Konsolidierung und Empfehlung einer Linienführung

Im Dialogprozess wird ein Politischer Begleitkreis eingerichtet, der einen frühzeitigen und dauerhaften Informationsaustausch mit den regionalen Amts- und Mandatsträgern ermöglichen soll. Diese erhalten in regelmäßigen Sitzungen die Möglichkeit, Informationen aus erster Hand zu erhalten, frühzeitig Hinweise und Anliegen zu artikulieren und die Planung der B7n mit ihrem lokalen Wissen zu unterstützen.

Zu den Sitzungen des Politischen Begleitkreises werden Bürgermeister, Fraktionsvorsitzendende, Ratsmitglieder, Mitglieder anderer Parteien und Ortsvorstehende der Städte Olsberg und Brilon sowie der Gemeinde Bestwig eingeladen. Zudem wird der Landrat des Hochsauerlandkreises und Ausschussvorsitzende eingebunden. Weitere Zielgruppen sind Mitglieder des Landtags Nordrhein-Westfalen, des Deutschen Bundestags sowie des Europäischen Parlaments, die ihre Wahlkreise im Hochsauerlandkreis haben.

Der Politische Begleitkreis soll in regelmäßigen Abständen tagen. Die Sitzungen werden transparent protokolliert. Die Dokumentationen sowie Präsentationen der einzelnen Sitzungen werden der Öffentlichkeit auf dieser Website zur Verfügung gestellt.

Landwirtinnen und Landwirte sind von den Linienführungen der B7n besonders betroffen. Aus diesem Grund haben wir entschieden exklusive Formate für die Landwirtschaft anzubieten, in denen gemeinsam Lösungen erarbeitet werden und ein konstruktiver Diskurs stattfinden kann.

Wichtige Informationen und Bekanntmachungen werden im Vorfeld der Veranstaltung kommuniziert. Betroffene Landwirtinnen und Landwirte werden per Einladungsschreiben über den Termin informiert.

Im Mai und Juni 2020 wurden Vorgespräche mit Schlüsselakteuren durchgeführt. Die Vorgespräche dienten der Erfassung der zentralen Anliegen der Stakeholder sowie zur Identifizierung von Schnittmengen als Basis für kommende Dialog- und Informationsformate, um diese besser auf die Bedarfe vor Ort abstimmen zu können.

Ursprünglich sollten die Vorgespräche vor Ort durchgeführt werden, aufgrund der Corona-Krise konnten die Vorgespräche jedoch nur telefonisch oder per Videokonferenz angeboten werden.

Ergebnisse finden Sie in den Antworten auf häufige Fragen (FAQ) unter „Umweltaspekte“.

Infomessen sind im Zuge der Beteiligung der Menschen vor Ort geplant. Im Marktplatz-Format können die Expertinnen und Experten dabei in den direkten Dialog mit den Bürgerinnen und Bürgern treten, Pläne erläutern, Fragen beantworten und Anregungen aufnehmen. Durch einen Infomesse-Charakter werden die Bürgerinnen und Bürger dazu eingeladen, selbstständig die gewünschten Informationen an unterschiedlichen „Infoständen“ einzuholen.

Die Themen der moderierten Infostände werden jeweils an die Verfahrensschritte angepasst, um die Bürgerinnen und Bürger zu den Maßnahmen in ihrem direkten Umfeld ausführlich zu informieren.

Dazu wird ein großer Planungstisch mit dem aktuellen Kartenmaterial ausgelegt. Moderatorinnen und Moderatoren sammeln die Hinweise und Anregungen der Bürgerinnen und Bürger. Expertinnen und Experten erläutern die Pläne und beantworten die Fragen der Anwesenden. Jeder Hinweis wird dokumentiert und geprüft sowie beim weiteren Planungsprozess berücksichtigt. Wichtige Wegebeziehungen und Gefahrenstellen können dadurch in dieser frühen Phase bereits aufgedeckt und bedacht werden.

Aufgrund der Corona-Krise sind Großveranstaltungen bislang nicht möglich gewesen. Aus diesem Grund kann nach heutigem Stand frühestens ab Oktober mit Informationsmessen gerechnet werden. Sollten Großveranstaltungen immer noch nicht möglich sein, planen wir alternativ Ausstellungsformate, die beispielsweise im Rathaus stattfinden können oder digitale Infomessen, zu denen sich alle interessierten Bürgerinnen und Bürger einwählen können. Über aktuelle Ereignisse und Meldungen informieren wir hier auf der Website.

Abwägungsprozess verlängert Findung der Vorzugsvariante