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B67/B474: Neubau zwischen Reken und Dülmen Umweltaspekte

Die Ermittlung des Ausgleichsflächenumfanges erfolgte über vorgegebene Verfahren. Die Verluste von Waldflächen sind durch Ersatzaufforstungen sicherzustellen. Konflikte mit Arten und deren Lebensräumen, die dem europäisch-nationalem Schutz unterliegen, wurden bereits vor Baubeginn durch die Bereitstellung von Ersatzlebensräumen geheilt.

Hierbei handelt es sich um eine Größenordnung von 100 Hektar. Das Projekt beansprucht eine Gesamtfläche von 74 Hektar. Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen und auch die Maßnahmen für den Artenschutz umfassen in der Summe eine Fläche von 130 Hektar.

Neue Feuchtgrünland­komplexe

Besonders hervorzuheben sind in diesem Zusammenhang neue, extensiv zu nutzende Feuchtgrünlandkomplexe. Diese wurden durch Umwandlung von Ackerflächen und intensiv genutzten Grünlandflächen geschaffen. Die besonderen Raumansprüche der Wat- und Wiesenvögel, allen voran der Große Brachvogel, waren hier für die Ausrichtung des Maßnahmenkonzeptes ursächlich.

Die Grünlandkomplexe stellen unmittelbare Ergänzungen oder Verbesserungen in oder im Umfeld der Naturschutzgebiete „Schwarzen Venn“ (Heiden) der „Heubachniederung“ (Reken), dem „Letter Bruch“ (Coesfeld) und im Merfelder Kottenbrook (Dülmen) dar.

Daneben werden die erwähnten Ersatzaufforstungen vielfach im Trassennahbereich realisiert. Weitere Maßnahmen sind die Anlage von Hecken und Waldrändern, Heideflächen sowie Uferrand- und Brachestreifen. Um den Bedürfnissen des Fischotters gerecht zu werden, werden im Streckenverlauf ergänzende Leiteinrichtungen und Querungsmöglichkeiten geschaffen.