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B64: Die Ortsumgehung Herzebrock-Clarholz Planungsphase

Für die B 64n Ortsumgehung Herzebrock-Clarholz werden aktuell die Planfeststellungsunterlagen parallel zur Einholung der Entwurfsgenehmigung angefertigt. Hierfür sind die Erstellung bzw. Aktualisierung von diversen Fachgutachten erforderlich.

Verlauf der Ortsumgehung

Luftbildaufnahme der geplanten Ortsumgehung von Herzebrock-Clarholz mit seinen 4 Anschlusspunkten

Die Neubaustrecke der Ortsumgehung Herzebrock Clarholz (B64n) beginnt an der Kreisgrenze Warendorf/Gütersloh und endet nach Einschleifen in die vorhandene B 64 an der Umgehung Rheda-Wiedenbrück östlich von Herzebrock. Verantwortlich ist daher die Straßen.NRW-Niederlassung Ostwestfalen-Lippe.

Die ersten 650 Meter zwischen der Kreisgrenze und dem ehemaligen Verlauf des Axtbaches werden im vorhandenen Zuge von 14 Metern auf 15 Meter verbreitert. Im Anschluss schwenkt die B64 aus der vorhandenen Trassenführung aus, und überquert die Bahnlinie Rheda-Wiedenbrück —Münster. Nach Kreuzung der Bahnlinie verläuft die B64 westlich von Clarholz in etwa mittig zwischen dem Hof Pavenstädt und dem historischen Prämonstratenserkloster in einem Abstand zwischen 170 und 400 Metern zum bebauten Ortsrand. Im weiteren Verlauf umfährt die B64 in einem weiten Bogen das Waldgebiet „Blinder Busch" und verläuft zwischen der Samtholzstraße (K13) und der Möhlerstraße (K52) am südwestlichen Rand des Gewerbegebietes von Herzebrock-Clarholz.

Nach Kreuzung der Möhlerstraße setzt sich die B64 in einem Abstand von ca. 300 Metern zum Ortsteil Herzebrock fort und umfährt mit einem großen Bogen das Waldgebiet „Ritterbusch" östlich von Herzebrock. Im Bereich der bestehenden Einmündung der Herzebrocker Straße (L568) in die Clarholzer Straße (B64) überquert die Neubaustrecke der B64 erneut die Bahnlinie Rheda-Wiedenbrück—Münster und trifft im Bereich der Brücke Rheder Straße wieder auf die vorhandene B64.

Die Vorgeschichte der Ortsumgehung

Schon Anfang der 90er Jahre gab es Planungen für die Ortsumgehung Herzebrock–Clarholz. Damals wurden im Rahmen einer Umweltverträglichkeitsstudie (begonnen im Jahr 1991) verschiedene mögliche Streckenverläufe (nördlich und südlich von Herzebrock–Clarholz) untersucht. 2004 wurde in Abstimmung mit allen zuständigen Behörden die ortsnahe Südumgehung in Anlehnung an das Gewerbegebiet Herzebrock vereinbart.

Durch den aktuellen Bundesverkehrswegeplan aus dem Jahr 2015 ist die bis dato als Maßnahme des weiteren Bedarfs mit Planungsrecht (WB*-Maßnahme) geführte Umgehungsstraße Herzebrock – Clarholz nun ein Projekt des Vordringlichen Bedarfs (VB) geworden. Zusätzlich wird auch der Gesamtstreckenzug der B 51/B 64 in den vordringlichen Bedarf eingestuft. Durch die überregionale Bedeutung des Gesamtstreckenzuges ist festgelegt, die B 64 als eine Kraftfahrstraße mit drei Fahrstreifen zu realisieren.

Bürgerbeteiligung

Das 4zu1-Team hat erste Beteiligungsformate gemeinsam mit den Akteurinnen und Akteuren vor Ort durchgeführt. In der Veranstaltung zur frühen Öffentlichkeitsbeteiligung wurden Fragen und Anregungen aufgenommen und an Thementischen diskutiert. Die Dokumentationen der bislang durchgeführten Veranstaltungen finden Sie im Folgenden aufgelistet.

Aktueller Planungsstand

Für die B 64n Ortsumgehung Herzebrock-Clarholz werden aktuell die Planfeststellungsunterlagen parallel zur Einholung der Entwurfsgenehmigung angefertigt. Hierfür sind die Erstellung bzw. Aktualisierung von diversen Fachgutachten erforderlich. Im März 2021 wurde das aktualisierte Verkehrsgutachten öffentlich präsentiert. Weitere Fachgutachten befinden sich noch in der Bearbeitung.

Flankierend dazu hatte das Straßen.NRW-4zu1-Team den Bürgerinnen und Bürgern, die im September 2019 an der frühen Öffentlichkeitsbeteiligung teilgenommen hatten, die Untersuchung einer alternativen Trassenlinie zugesagt, die mit mehr Abstand zum Ortskern Clarholz und zum Naturlandhof Pavenstädt geführt wird. Der entsprechende gutachterliche Variantenvergleich steht nun zum Download bereit und zeigt: Die bereits geplante Trasse der B64n ist umweltschonender.

Zum Hintergrund: Im Rahmen der Trassenfindung wurde 1995 eine Umweltverträglichkeitsstudie erstellt, in der diverse Trassenvarianten untersucht und eine davon (die aktuelle Variante) favorisiert wurde.

Sobald alle erforderlichen Arbeiten abgeschlossen sind und der Entwurf durch das Verkehrsministerium genehmigt wurde, erfolgt die Einleitung der Planfeststellung bei der zuständigen Bezirksregierung in Detmold.

Video Der Weg vom Planungsauftrag bis zum Bau

Der Bau von Straßen und Wegen erfolgt nach klaren Vorgaben. Im Video möchten wir Ihnen davon einige Grundlagen vermitteln.