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B54: Ortsumgehung Kierspe

Straßen.NRW plant im gesetzlichen Auftrag die Ortsumgehung Kierspe, die im Bundesverkehrswegeplan (BVWP) 2030 als Bundesstraße 54 (B 54) mit vordringlichem Bedarf eingestuft ist.

Aktueller Sachstand

Aktuell befindet sich das Projekt in einer frühen Anfangsphase der Planung, in der Vorplanung. In diesem Stadium müssen viele Rahmenbedingungen geklärt und Erkenntnisse gewonnen werden. So finden beispielsweise ökologische Bestandserfassungen, eine Umweltverträglichkeitsstudie und eine Verkehrsuntersuchung statt. Es handelt sich um wichtige Aspekte, die bei einer Planung berücksichtigt werden müssen und in die weiteren Überlegungen einfließen. Auf Grundlage dieser Erkenntnisse werden im nächsten Schritt dann verschiedene Ausbaumöglichkeiten und -varianten untersucht.

Planungsphase Allgemeine Informationen zur Planung

Der Betrachtungsraum für die Ortsumgehung liegt im nördlichen Bereich von Kierspe, wobei eine Linie über den Lauseberg verlaufen kann. In einer älteren Planung wurde die Straße als sogenannter „Lausebergaufstieg“ geplant. Die Länge der Strecke beträgt ca. 3,7 km und wird als zweistreifige Fahrbahn geplant.

Umweltaspekte Informationen zu Umweltaspekten

Im Zuge der Planung zur Ortsumgehung von Kierspe spielen die Umweltaspekte eine wichtige Rolle. Erfahren Sie mehr zu den Maßnahmen zum Schutz von Mensch, Tier und Umwelt. Zudem informieren wir Sie über die erfolgten und geplanten Maßnahmen.

Beteiligung der Öffentlichkeit

Die Planer*innen möchten alle Interessierten über einen Dialog aktiv einbinden und so Transparenz herstellen. Dazu zählt, die Öffentlichkeit frühzeitig zu informieren, Hinweise zu erhalten und Nachvollziehbarkeit über Zwischenschritte und Ergebnisse der Planung herzustellen.

Ziel ist es, die Planung mit Hilfe aller Hinweise zu optimieren. Als Ergebnis arbeitet Straßen.NRW eine sogenannte Vorzugsvariante für die B54 Ortsumgehung Kierspe heraus.

Das Büro IKU_Die Dialoggestalter ist von Straßen.NRW mit dem planungsbegleitenden Dialog beauftragt. Zur Vorbereitung des Dialogs hat IKU von Januar bis März 2021 Gespräche mit Kommunen, Verbänden, Institutionen und Vereinen geführt. Sie dienen dazu, erste Hinweise zu Chancen und Herausforderungen der Planung zu erhalten und auch zu erfahren, welche Erwartungen die verschiedenen Interessengruppen an den planungsbegleitenden Dialog haben. Die Ergebnisse dieser Interessenanalyse liegen hier zum Download bereit. Sie fließen in die Ausgestaltung von Informations- und Dialogformaten ein.

Im Folgenden finden Sie eine Übersicht der Beteiligungsformate

Zielsetzung

Das Dialogforum ist als Plattform angelegt, das den Planungsprozess begleitet. Es dient dem Informationsaustausch und der Beratung von Zwischenergebnissen. Das Dialogforum ist kein Entscheidungsgremium. Es hat eine beratende Funktion. Die Mitglieder können Empfehlungen abgeben, auf Anforderungen an die Planung hinweisen und offene Fragen adressieren. Das Dialogforum trifft sich in nicht-öffentlichen Sitzungen. Geplant sind sechs Sitzungen bis Anfang 2023.

Im Dialogforum geht es darum, die verschiedenen Interessen zur Ortsumgehung Kierspe zu bündeln und zu beleuchten. Es soll daher einen Querschnitt der Interessenlandschaft abbilden.

Zusammensetzung des Dialogforums

Das Dialogforum setzt sich nach dem Stellvertreterprinzip aus organisierten Interessenvertreter*innen und einer Zufallsauswahl von nicht-organisierten Bürger*innen der Stadt Kierspe zusammen. Zu der ersten Gruppe zählen z.B. Vertreter*innen der Stadt Kierspe, aus Verbänden, Institutionen und Initiativen. Die Interessen und Blickwinkel der nicht-organisierten Bevölkerung werden über eine Zufallsauswahl von Bürger*innen der Stadt Kierspe (im Folgenden Zufallsbürger*innen) eingebracht.

Dazu wurden acht Zufallsbürger*innen – davon vier Frauen und vier Männer, je zwei aus der jüngeren und zwei aus der älteren Generation gesucht. Zusätzlich vier Personen als Stellvertretung. Als Grundlage hat die Stadt Kierspe eine zufällige Stichprobe aus dem Einwohnermelderegister gezogen und 600 Bürger*innen angeschrieben. Über 30 Personen haben uns daraufhin ihr Interesse an der Mitwirkung im Dialogforum bekundet. Alle waren eingeladen zu einem gemeinsamen Kick-Off-Workshop am 27. April 2021. Da mehr zufällig angeschriebene Bürger*innen ihre Bereitschaft zur Mitwirkung bekundet hatten als Plätze im Dialogforum vorgesehen waren, wurden aus dem Kreis der Teilnehmenden die acht Vertreter*innen und vier Stellvertreter*innen gelost.

Bisherige Termine:

  • Kick-Off-Workshop mit Zufallsbürger*innen: 27. April 2021
  • Konstituierende Sitzung des Dialogforums: 19. Mai 2021
  • 2. Dialogforum: 02. September 2021 (Schwerpunkt Raumwiderstandskarte)
  • 3. Dialogforum: 09. Dezember 2021 (in digitalem Format)

Die Dokumentationen der stattgefundenen Veranstaltungen können Sie unter „Medien & Downloads“ einsehen und herunterladen. Zukünftige Termine werden hier auf der Projekt-Website bekannt gegeben.

Straßen.NRW informierte am 17. und 18. Mai über die Ergebnisse der bisherigen Arbeit und stellte mögliche Varianten für eine Ortsumgehung vor. An mehreren Planungstischen konnten Interessierte Ihre Anregungen und Vorschläge auf Karten einzeichnen und Fragen im direkten Austausch mit den Expert*innen klären.

Zudem gab es die Möglichkeit sich mit Hilfe eines speziellen Computerprogramms den möglichen Aufbau verschiedenster Trassen inklusive Brückenbauten und einer Abstandsberechnung zum eigenen Grundstück anzeigen zu lassen.

Das Veranstaltungsformat Info-Messe richtet sich an die breite Öffentlichkeit. Es dient dazu, Fragen von Bürger*innen im persönlichen Gespräch zu beantworten und dazu, ihre Hinweise und Anregungen, Wünsche und Anforderungen aufzunehmen.

Auf einer digitalen Info-Messe können sich die Teilnehmenden im Detail über den Planungsstand informieren. In kleiner Runde tauschen sie sich mit Expert*innen von Straßen.NRW und ggf. auch externen Planer*innen aus. Hier können sie ihre Fragen adressieren sowie Hinweise und Anregungen geben.

Die erste Info-Messe fand am 24. Juni 2021 digital statt. Die Dokumentation der Info-Messe erhalten Sie unter „Medien & Downloads".

Um sich vor Ort ein genaueres Bild zu verschaffen, werden Exkursionen angeboten. Informationen hierzu finden Sie im Bereich „Umweltaspekte“.