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B51-Ausbau und B481-Neubau in Münster Informationen zu den Baumaßnahmen

Für die neue, durchgehende Süd-Ost-Umgehung wird die bestehende B51 ausgebaut und auf vier Fahrstreifen verbreitert. Gleichzeitig wird mit der B481 eine direkte Weiterführung in Richtung Norden zur A1, Anschlussstelle Greven geschaffen. Auf dieser Seite erfahren Sie mehr über die aktuellen und geplanten Baumaßnahmen.

Wolbecker Straße

Errichtung Brückenbauwerk einschl. Lärm- und Stützwänden. Vier Spuren entlasten Verkehr und Anwohner.

  • Das Brückenbauwerk ist bereits fertiggestellt.
  • Ein neuer leistungsstarker Knotenpunkt entzerrt den Verkehr sogar bei weiter steigenden Verkehrszahlen. Der Ausbau sorgt außerdem für einen besseren Verkehrsfluss und weniger Belastung für die Anwohner
  • Bauarbeiten sind in diesem Bereich fast komplett abgeschlossen, alle Verkehrsbeziehungen sind wieder frei
  • Deutlich weniger Lärmbelastung dank der Lärmschutzwände mit lärmabsorbierenden Aluschalen, die Lärmschutzelemente werden im Frühjahr 2022 aufgebaut

Trogbauwerk Mauritz

Seit Anfang Oktober laufen die Arbeiten für das Trogbauwerk Münster-Mauritz. Die Fahrbahn der Umgehungsstraße wird zukünftig auf einer Länge von 900 Metern in einer abgesenkten Lage, in einem sogenannten Trogbauwerk verlaufen. Das Trogbauwerk besteht aus Seitenwänden und einer Sohlplatte aus Beton. Der Bau des Troges ist der letzte Abschnitt des Ausbaus der Umgehungsstraße Münster zwischen der Wolbecker Straße und der Warendorfer Straße. Fährt man zukünftig in Richtung Warendorfer Straße, liegt die neue Straße zwischen den Brücken Laerer Landweg und Pleistermühlenweg rund zwei Meter tiefer als heute.

Der Trog Mauritz sorgt nach Fertigstellung dafür, dass die Beeinträchtigungen durch Verkehrslärm für die Anwohner deutlich gemindert werden. Als zusätzlichen Lärmschutz gibt es zukünftig  über die Straße gebogene Schallschutzwände. Während der gesamten vierjährigen Bauzeit wird der Verkehr wie bisher zweispurig durch die Baustelle fahren können. Die Beweissicherung der Häusern der direkten Anwohner ist abgeschlossen. Sie dient der Bestandsaufnahme und hält also den Ist-Zustand fest, damit es bei eventuellen Schäden schnell zur Klärung kommt.

Abschnitt des Trogbauwerkes Mauritz

Bau des Trogbauwerkes

Bis zum Herbst 2022 wird zunächst beidseitig der B51 eine sogenannten Bohrpfahlwand hergestellt. Sie dient einerseits dazu, die später herzustellende Baugrube nach außen abzustützen und verhindert andererseits von außen in die Baugrube einfließendes Grundwasser. Durch den Einsatz von mehreren Bohrgeräten kann die Bohrpfahlwand in verschiedenen Bereichen gleichzeitig erstellt werden. Dadurch verkürzt sich die Bauzeit und somit die Beeinträchtigungen für die Anwohner.

  • Der Baustellenverkehr wird über die B51 und so weit wie möglich nicht durch die angrenzenden Wohngebiete laufen.
  • Erstellung von Behelfsbrücken seitlich der bestehenden Brücken (Laerer Landweg und Pleistermühlenweg)
  • Abbruch der Bestandsbrücken (Laerer Landweg und Pleistermühlenweg)

Mit mehreren Großbohrgeräten werden die 1800 Bohrpfähle aus Beton mit einem Durchmesser zwischen 60 Zentimetern und einem Meter bis zu einer Tiefe 15 Metern hergestellt. Mit diesen aneinandergereihten Betonpfählen entsteht die Bohrpfahlwand zur Sicherung der Baugrube. Die ersten Bohrarbeiten starten Anfang Dezember.

Herstellung einer überschnittenen Bohrpfahlwand

Die Herstellung der überschnittenen Bohrpfahlwand ist Voraussetzung, um den Trog Mauritz "trocken" bauen zu können. Überschnittene Bohrpfahlwände werden vor allem für tiefe Baugruben im Grundwasser verwendet, denn sie lassen das Grundwasser nicht durch. In diesem Fall umschließt die Bohrpfahlwand die Baugrube komplett, das außenstehende Grundwasser muss daher nicht abgesenkt werden.

Schritt 1: Herstellung der Primärpfähle

Zuerst werden die so genannten Primärpfähle in einem bestimmten Abstand zueinander hergestellt (siehe Abbildung). Zur Lagesicherung werden hierfür Bohrschablonen aus Beton gefertigt. Dazu werden in bestimmten Abständen – jeder zweite Pfahl – Löcher mit Hilfe der Bohrschablone gebohrt. Anschließend werden die Pfähle betoniert. Dabei werden Wasser, Schlamm nach oben verdrängt. Anfallendes Wasser aus der Bohrung wird abgeleitet.

Schritt 2: Herstellung der Sekundärpfähle

In den Zwischenräumen werden die bewehrten Sekundärpfähle gebohrt. Sie schneiden in die unbewehrten und noch nicht voll gehärteten Primärpfähle ein.

Die Schritte der Herstellung einer überschnittenen Bohrpfahlwand: Im Ergebnis bildet sich eine durchgängige, lückenlose und undurchlässige Bohrpfahlwand.

Einschränkungen während der Bauzeit

  • Baulärm durch den Einsatz von mehreren gleichzeitig an unterschiedlichen Stellen eingesetzte Bohrgeräte
  • Lärmbelastung der Anlieger durch das Gegenschlagen des Bohrgeräts zum Entfernen des aufgenommenen Bodens von der Bohrschnecke
  • Zeitweise wird es zu einer Staubbelastung in den jeweiligen Arbeitsbereichen kommen
  • Vollsperrungen (Wochenende) für Abriss beider Brücken (frühestens Frühjahr 2022)
  • Der Radverkehr Laerer Landweg und Pleistermühlenweg läuft über die Behelfsbrücken

Grundwasserführung während der Bauzeit des Trogbauwerkes

Die Bohrpfahlwand dient als Schutz gegen Wasser von außen. Die Betonpfähle werden bis in die wasserdichten Bodenschichten gebohrt. Nur das Wasser, was von unten in die Baugrube eindringt wird abgeleitet.
Später werden die Wände eine Art Fenster haben, durch die das Grundwasser wieder wie bisher fließen kann.

Brückenbauwerke Laerer Landweg und Pleistermühlenweg

Dieser Bauabschnitt beinhaltet das Trogbauwerk sowie den endgültigen Bau der Brückenbauwerke "Laerer Landweg" und "Pleistermühlenweg". Beide Brücken sind für Fußgänger und Radfahrer nutzbar. Die Brücke über den Laerer Landweg wird eine Längsneigung von 4,6 bzw. 4,0 %, die Brücke über den Pleistermühlenweg eine Längsneigung von 6% haben.

Brücke Jägersteg

Der Abbruch der alten Jägerstegbrücke erfolgte bereits 2019. Der Entwurf der neuen Brücke wird zurzeit noch überarbeitet und an die aktuellen Verkehrsanforderungen angepasst. Geplant ist eine Brücke mit einem Stahlüberbau, ähnlich der Brückenbauwerke Laerer Landweg und Pleistermühlenweg.

Einschränkungen während der Bauarbeiten

Da die alte Jägerstegbrücke bereits seit 2019 fehlt, stellt der Neubau keine weitere Einschränkung dar, da die Unterführung des Prozzessionsweg bereits fertiggestellt ist.

Vorteile der Baumaßnahme

Durch den neuen Jägersteg kann die B51 künftig zu Fuß und mit dem Fahrrad überquert werden. Die alte Wegebeziehung zum ehemaligen "Maikotten" wird wiederhergestellt.

Knotenpunkt Warendorfer Straße

Der Ausbau der Warendorfer Straße ist abgeschlossen – neue Straßenabschnitte im Knotenpunkt sind bereits fertig.

Im Sommer 2021 starten die Arbeiten für die nächsten zwei neuen Brücken im Bereich des Bogens (Umgehungsstraße Warendorfer Straße – Dyckburgstraße – Brücke über die Warendorfer Straße). Innerhalb von zwei Jahren werden die neuen Brücken einschließlich Rampen, Stützwände und Lärmschutzwände im Bogen zwischen Warendorfer Straße und Dyckburgstraße komplett neu errichtet. Für den Brückenbau wird der „Bogen“ ab Mitte August komplett gesperrt und eine neue Verkehrsführung für die nächsten zwei Jahre eingerichtet.

B51 Umgehung Münster

Erfahren Sie mehr über den geplanten Ausbau mit dieser Video-Simulation.

Brückenbauwerk B51 über K33

Vorteile der Baumaßnahme

Mit Fertigstellung des Bogens kann der Verkehr auf der vierspurigen B51 in und aus Richtung Warendorf auf der Umgehungsstraße Münster fahren. Alle Arbeiten im Bereich der Dyckburgstraße werden parallel zu den Brückenbauarbeiten durchgeführt. Mit Fertigstellung der Brücke wird die alte Dyckburgstraße instand gesetzt und auch die Bepflanzung im Bereich der Lärmschutzwände beauftragt. Baubeginn ist im Herbst 2021.

Einschränkungen während der Bauarbeiten

  • Vollsperrung des Bogens und Umleitung des gesamten Durchgangsverkehrs
  • Baustellenverkehr über gesperrten Bogen
  • Baulärm, u.a. durch Bohrgeräte – dafür Lärmentlastung aus Straßenverkehr wegen Vollsperrung

Brücke der B51 über die neue Bundesstraße B481

Vorteile der Baumaßnahme

Mit Fertigstellung des Bogens kann der Verkehr in und aus Richtung Warendorf auf der vierspurigen B51 fahren.

Einschränkungen während der Bauarbeiten

  • Vollsperrung des Bogens und Umleitung des gesamten Durchgangsverkehrs
  • Baustellenverkehr über Baustraßen
  • Baulärm, u.a. durch Bohrgeräte – dafür Lärmentlastung aus Straßenverkehr wegen Vollsperrung

Trogbauwerk und Brücke B51 - Geh- und Radweg

Vorteile der Baumaßnahme

Sichere und komfortable Verkehrsführung ist vor allem für die Radfahrer an der Warendorfer Straße eine deutliche Verbesserung. Radfahrer können durch das Trogbauwerk und somit unter der B51 radeln.

Einschränkungen während der Bauarbeiten

Da dieses Bauwerk außerhalb der Bebauung liegt, sind Anlieger nicht betroffen. Es wird im "Schatten" der anderen Bauwerke im Bogen unter Vollsperrung errichtet.

B481: Regenwasser­rückhalte­becken Mariendorf

Vorteile der Baumaßnahme

Das Regenrückhaltebecken dient zur Entwässerung des Trogs und nimmt bei starken Regenfällen das Wasser auf, damit die Häuser der Anlieger und die Straße vor Überschwemmungen geschützt sind.

Bauwerk

  • Bau des Rückhaltebeckens mit Herstellung einer sogenannten überschnittenen Bohrpfahlwand, damit die Baugrube trocken ist
  • Errichtung eines unterirdischen Regenrückhaltebeckens mit rund 650 Kubikmeter Rückstauvolumen sowie Betriebs- und Maschinenraum
  • Über eine Druckrohrleitung wird zukünftig das anfallende Niederschlagswasser vom RRB in die städtische Regenwasserbehandlungsanlage geleitet

Einschränkungen während der Bauarbeiten

Für den Verkehr sind keine Einschränkungen zu erwarten. Es kann zu Baulärm wegen der Bohrungen kommen.

Brücke Mariendorfer Straße

Die Brücke gehört zu dem Trogbauwerk „Mariendorf“, durch das zukünftig die Autofahrer auf der B481 unter der Bahnstrecke und unter der Mariendorfer Straße fahren werden. Die neue Brücke wird als sogenanntes geschlossenes Rahmenbauwerk erstellt. An diese Brücke mit einer Länge von etwa 17 Metern werden später die Trogbauteile seitlich angeschlossen. Im Herbst 2022 werden die Arbeiten für die Brücke und auch auf der Mariendorfer Straße abgeschlossen sein.

Sommer 2021 – Frühjahr 2022

Zunächst wurde die Baustellenumfahrung gebaut, die Mariendorfer Straße wird aktuell über diese Ersatzstrecke rund um die Baustelle geführt. Bevor die eigentlichen Brückenbauarbeiten starten können, müssen in den nächsten Monaten an der „Mariendorfer Straße“ zuerst umfangreiche Leitungsverlegungen für die Stadtnetze Münster GmbH durchgeführt werden.

Eine Vielzahl von vorhandenen Versorgungsleitungen, die heute im Bereich der Fahrbahn/Radweg der Mariendorfer Straße liegt, müssen neu verlegt werden. Zukünftig liegen die Wasser-, Strom- und Gasleitungen in ca. 11 Meter Tiefe unter dem Trogbauwerk. Der Abschluss dieser Arbeiten ist für das Frühjahr 2022 geplant.

Frühjahr 2022 – Herbst 2022

Zunächst erfolgt der Aushub der Baugrube für das Brückenbauwerk. Im Anschluss daran entsteht die neue Brücke. Sobald die Fahrbahn und der Radweg über das neue Bauwerk fertiggestellt sind, erfolgt der Rückbau der Umfahrung.

Einschränkungen während der Bauarbeiten

  • Der Durchgangsverkehr auf der Mariendorfer Straße kann ungestört an der Baustelle vorbeifahren.
  • Kurzfristig kann es während der Verlegung der Versorgungsleitungen immer mal wieder dazu kommen, dass Gas, Wasser und Strom abgestellt werden muss.  
  • Während der Bauarbeiten wird nur das Grundwasser aus der Baugrube abgepumpt und ortsnah versickert. Bei nahegelegenen Anliegern wurden Beweissicherungsverfahren durchgeführt.

Trogbauwerk Mariendorfer Straße

Die Ausführungsplanung ist abgeschlossen, die Ausschreibung läuft, ab Sommer 2022 soll es auch dieser Abschnitt umgesetzt werden.