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RS4: Radschnellweg Euregio

Informationen zur Planungsphase

Nachdem eine Linienführung für den RS4 in der Machbarkeitsstudie bereits erarbeitet wurde, muss diese durch ein Linienfindungsverfahren, das dem für eine neue Landesstraße sehr ähnlich ist, nochmals überprüft und nach den einzuhaltenden Standards des Landes Nordrhein-Westfalen überarbeitet werden. So wurden die Unterlagen entsprechend den Richtlinien und Leitfäden überarbeitet und ein vom Aufbau her vorgegebener Variantenvergleich durchgeführt. Im Ergebnis wird eine Vorzugslinie herausgearbeitet.

Ein Auszug aus den Planungsunterlagen einschließlich eines Erläuterungsberichtes mit dem Variantenvergleich steht mit einem Link auf der Seite „Medien und Downloads“ für alle Interessierten zum Download von einer sicheren Cloudlösung des Landes NRW bereit.

 

Abschnittsbildung in der Linienfindung

Die Strecke des RS4 wurde in drei Abschnitte aufgeteilt. In jedem Abschnitt wurden, unterstützt durch das zweistufige Bürgerbeteiligungsverfahren in den Jahren 2015 und 2016 in der Machbarkeitsstudie, jeweils mehrere Varianten für die Streckenführung herausgearbeitet.

Abschnitt I:

Dieser Abschnitt beginnt im Zentrum Aachens am Grabenring, den die Stadt Aachen beabsichtigt, perspektivisch zu einem Radverteilerring umzugestalten. Das Ende des Abschnittes I befindet sich am südlichen Rand des Stadtteils Aachen-Richterich, an der Kreuzung der Roermonder Straße mit der Horbacher und der Berensberger Straße (K 37). Entlang der Horbacher Straße (L 231) wird als eigenständiges Projekt eine Radvorrangroute bis an den Grenzübergang Locht zu den Niederlanden geplant.

Untersucht wurden im Abschnitt I drei Varianten:

  • Die westliche Variante I.A, die über die Wüllnerstraße, die Turmstraße, die Kruppstraße und die Henricistraße verläuft und in Aachen-Laurensberg der Roermonder Straße (L 231) straßenbegleitend folgt.
  • Die mittlere Variante I.B verläuft zuerst über die Wüllnerstraße, die Turmstraße und die Rüttscher Straße, um dann über eine neue Großbrücke die Kohlscheider Straße (L 232) und den Toledoring (L 260) zu queren und auf den alten Bahndamm Laurensberg zu führen. Von dort aus wird der RS4 parallel an die Eisenbahnstrecke Aachen - Mönchengladbach geführt, unterquert die Roermonder Straße (L 231) und die Bundesautobahn A 4, um dann straßenbegleitend der Roermonder Straße zu folgen.
  • Die östliche Variante I.C verläuft zuerst über die Wüllnerstraße, die Malteserstraße, die Roermonder Straße (bzw. in Gegenrichtung über die Roermonder Straße, die Pontstraße, den Pontdriesch und den Templergraben) und die Rüttscher Straße um dann über eine neue Großbrücke die Kohlscheider Straße (L 232) und den Toledoring (L 260) zu queren und auf den alten Bahndamm Laurensberg zu führen. Von dort aus wird der RS4 durch die Straße Tittardsfeld bis an die Roermonder Straße (L 231) geplant, um dieser straßenbegleitend unter der Bundesautobahn A 4 bis zum Abschnittsende zu folgen.

Die Variante I.A genügt nicht den in den anzuwendenden Regelwerken und Leitfäden definierten Anforderungen an eine Radschnellverbindung und wurde daher nicht vertieft weiter untersucht. Im Variantenvergleich konnte sich die Variante I.B gegenüber der Variante I.C als gewählte Linie durchsetzen.

 

Abschnitt II:

Dieser Abschnitt beginnt am südlichen Rand des Stadtteils Aachen-Richterich und endet zwischen dem nördlichen Ortsrand von Herzogenrath-Kohlscheid und dem südlichen Ortsrand von Herzogenrath-Straß. Alle untersuchten Varianten durchqueren die Ortslage Aachen-Richterich entlang der Ortsdurchfahrt der Roermonder Straße. Erst am nördlichen Ortsrand teilen sich die drei untersuchten Varianten auf.

Untersucht wurden im Abschnitt II drei Varianten:

  • Die westliche Variante II.A, verläuft begleitend an der Straßenverbindung „Haupterschließung Richtericher Dell“, die sich in Planung durch die Stadt Aachen befindet. Weiter führt der RS4 nach Norden durch den Herzogenrather Stadtteil Bank über die Bankerfeldstraße und die Haus-Heyden-Straße bis zur Einmündung der Mühlenbachstraße. Ab dieser Stelle erfolgt die Verästelung in Untervarianten zur Anbindung an die niederländische Gemeinde Kerkrade, die Variante III.A über die Neustraße nach Herzogenrath-Mitte und die Varianten III.B / III.C parallel der Eisenbahnstrecke Aachen-Mönchengladbach nach Herzogenrath-Mitte.
  • Die mittlere Variante II.B verläuft straßenbegleitend zur Roermonder Straße bis zur Kreuzung mit der Mühlenbachstraße und der Forensberger Straße. Auch hier findet eine Verästelung von Untervarianten statt wie bei Variante II.A beschrieben.
  • Die östliche Variante II.C verläuft nach der Führung über den Küppershofweg über eine neu zu bauende Wegeführung zur Kämpchenstraße. Von dort aus folgt die Linie durch Herzogenrath-Kohlscheid einer ehemaligen Eisenbahntrasse bis in die Zellerstraße und über die Alte Bahn bis in die Feldstraße und die Mühlenstraße. Nach Überquerung der Brücke der Forensberger Straße über die Eisenbahnstrecke gabelt sich die Strecke in Untervarianten zur Anbindung der niederländischen Gemeinde Kerkrade und den Anschluss der Abschnitte III.B und III.C.

Die Variante II.B genügt nicht den in den anzuwendenden Regelwerken und Leitfäden definierten Anforderungen an eine Radschnellverbindung und wurde daher nicht vertieft weiter untersucht. Im Variantenvergleich konnte sich die Variante II.C gegenüber der Variante II.A als gewählte Linie durchsetzen. Damit ergibt sich auch die bevorzugte Linie nach Kerkrade über die Untervariante II.C.7 mit ihrem Ende an dem Kreisverkehr Neustraße.

 

Abschnitt III:

Dieser Abschnitt beginnt zwischen dem nördlichen Ortsrand von Herzogenrath-Kohlscheid und dem südlichen Ortsrand von Herzogenrath-Straß und endet vorerst am Kreisverkehr Kleikstraße unter der Eisenbahnbrücke. In einem zukünftig folgenden Planungsverfahren wird eine Verlängerung über den Bahnhof Herzogenrath bis in die Bicherouxstraße (K 29) untersucht.

Auch im Abschnitt III wurden drei Varianten untersucht:

  • Die westliche Variante III.A folgt der Neustraße / Nieuwstraat und der Aachener Straße mit einer Umfahrung des Eurode-Business-Center, um durch die Kleikstraße zum Abschnittsende zu gelangen.
  • Die mittlere Variante III.B verläuft ab der Forensberger Straße / Tennisanlage TC Kohlscheid parallel der Eisenbahnstrecke Aachen – Mönchengladbach. Auf Höhe des südlichen Randes der Siedlung Hundforter Benden gabelt sich diese Variante: Eine Untervariante verbleibt in ihrem Streckenverlauf auf der Westseite der Bahnstrecke bis zum Abschnittsende. Eine andere Untervariante unterquert die Eisenbahnstrecke, um dann an der Ostseite der Bahnstrecke über die Eisenbahnstraße bis zum Parkhaus Albert-Steiner-Straße zu verlaufen. Die letzten ca. 150 m bis zum Ende des Abschnitts laufen über die Albert-Steiner-Straße.
  • Die östliche Variante III.C verläuft ab der Forensberger Straße / Tennisanlage TC Kohlscheid parallel der Eisenbahnstrecke Aachen – Mönchengladbach. Auf Höhe des südlichen Randes der Siedlung Hundforter Benden wird die Eisenbahnstrecke unterquert, um dann an der Ostseite der Bahnstrecke über die Wiesenstraße und die Albert-Steiner-Straße bis zum Ende des Abschnitts zu verlaufen.

Die Variante III.A genügt nicht den in den anzuwendenden Regelwerken und Leitfäden definierten Anforderungen an eine Radschnellverbindung und wurde daher nicht vertieft weiter untersucht. Im Variantenvergleich konnte sich die Variante III.B gegenüber der Variante III.C als gewählte Linie durchsetzen.