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Pressemitteilung vom 11.09.2013

A45: Lennetalbrücke wird neu gebaut

Quereinschub auf einer Länge von 1.000 Metern deutschlandweit einmalig

Hagen (straßen.nrw). In den nächsten fünf Jahren wird die 1.000 Meter lange Autobahnbrücke der A45 bei Hagen, die so genannte Lennetalbrücke, durch einen Neubau ersetzt. Die Arbeiten haben heute (11.09.) im Beisein von Vertretern des Bundes und des Landes NRW offiziell begonnen. Auf die Ingenieure beim Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen wartet eine echte Herausforderung. Zunächst entstehen 1.000 Meter einer Fahrtrichtung der neuen Brücke neben der bisherigen Brücke, die dann später in einem Schritt quer eingeschoben werden müssen. So etwas hat es in Deutschland in dieser Größenordnung noch nicht gegeben. Rund 105 Millionen Euro investiert der Bund in die neue sechsspurige Brücke.

Rainer Bomba, Staatssekretär im Bundesverkehrsministerium: "Die neue Lennetalbrücke ersetzt das fast 50 Jahre alte Bauwerk, das den stetig steigenden Verkehrsbelastungen nicht mehr gewachsen ist. Damit erhalten wir die Infrastruktur in der Region leistungs- und zukunftsfähig. Das ist gut für die Wirtschaft, die Arbeitsplätze und die Menschen. So wie hier investiert der Bund in ganz Deutschland in die Sanierung und die Erneuerung von Brückenbauwerken entlang der Autobahnen und Bundesstraßen. Wir werden die Erhaltungsmittel für die Brücken bis zum Jahr 2015 verdreifachen ? auf knapp eine Milliarde Euro jährlich. Die Bundesregierung packt den über viele Jahre entstandenen Nachholbedarf konsequent an."

NRW-Verkehrsminister Michael Groschek betonte: "Ich bin froh, dass wir mit dem Ersatzbau der A45-Brücke jetzt anfangen können, denn wir müssen in den nächsten Jahren unsere Kräfte gerade im Bereich der Brückenerneuerung bündeln, um die Leistungsfähigkeit unserer wichtigsten Autobahnen, und dazu gehört die A45, zu sichern". Er werde nicht nachlassen zu fordern, dass der Bund die dringend benötigten Mittel für die überfälligen Brückensanierungen und -neubauten im Netz der Bundesfernstraßen in NRW bereitstellt.

"Der Verkehr wird während der Bauarbeiten möglichst wenig beeinträchtigt", kündigte Hauptgeschäftsführer Winfried Pudenz vom zuständigen Landesbetrieb Straßenbau an. "Wir wollen die Autos immer auf fünf Fahrspuren fahren lassen."

Die neue Brücke ist Teil des in Planung befindlichen sechsstreifigen Ausbaus der A45 zwischen Westhofen und Hagen. 80.000 Fahrzeuge nutzen jeden Tag die Strecke, 16 Prozent davon sind LKW. Eine Schadensanalyse von 2008 hat den schlechten Zustand der alten Lennetalbrücke unterstrichen und zu den Neubauplänen geführt. Weil die Zeit drängt, wurde hier kein eigenes Planfeststellungsverfahren durchgeführt, sondern mit allen Betroffenen wurden einvernehmliche Regelungen getroffen wie beispielsweise beim Grunderwerb. Von den zu beteiligenden Behörden liegen die erforderlichen Genehmigungen vor.

Die neue Lennetalbrücke wird ähnlich wie die alte ein die Landschaft prägendes Bauwerk sein. Durch eine transparente Konstruktion und weniger Pfeiler soll sie allerdings weniger störend wirken. Zudem wird die Brücke künftig nur noch aus 14 statt wie bislang 22 Feldern bestehen, was die Fahrgeräusche minimieren soll. Die neuen "Fahrbahnübergänge" zwischen der Brücke und der Autobahn werden wesentlich leiser sein, eine 3,50 Meter hohe Lärmschutzwand auf beiden Seiten der Brücke sowie ein "lärmgeminderter Gussasphalt" (zwei Dezibel weniger als üblich) als Straßenbelag werden den Umgebungslärm für die Anwohner deutlich reduzieren.

Unter der Brücke wird es zwei neue Regenklärbecken geben. Als Ersatz für die Turmfalken und Fledermauskästen an der vorhandenen Brücke werden an anderen Brücken neue Nistplätze geschaffen. Für die Amphibien werden so genannte Totholz- und Bruchsteinhaufen gebaut. Im Rahmen einer "Umweltbaubegleitung" wird der Bau der Brücke außerdem in enger Kooperation mit der Biologischen Station der Stadt Hagen durchgeführt.

Pressekontakt: Bernd A. Löchter, Telefon +49-209-3808-333

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