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Presseinformation vom 13.04.2012

Neu aufgelegt: Landesweiter Leitfaden für barrierefreien Straßenraum

[Foto: barrierefreier Straßenübergang]Gelsenkirchen (straßen.nrw). Der Landesbetrieb Straßenbau Nordrhein-Westfalen hat jetzt die zweite, überarbeitete Auflage seines "Leitfadens 2012. Barrierefreiheit im Straßenraum" herausgegeben. Der Leitfaden gibt den Straßen.NRW-Regionalniederlassungen, Städten und Gemeinden, Ingenieurbüros und Planern Empfehlungen für einheitliche Standards. "Unser Ziel ist es, überall in Nordrhein-Westfalen bei der Barrierefreiheit im Straßenraum einheitliche Standards auf hohem Niveau zu erreichen", begrüßte Verkehrsminister Harry K.Voigtsberger das Engagement der Straßen.NRW-Verkehrsplaner, die zusammen mit Behindertenorganisationen die Leitlinien erarbeitet hatten.

"Das Thema geht uns alle an, nicht nur, weil wir alle immer älter werden", so Straßen.NRW-Geschäftsführer Ralf Pagenkopf. Die zweite Auflage des Leitfadens wird in diesen Tagen an alle kommunalen Baulastträger versandt. Die Erstauflage war 2009 erschienen.

Der Leitfaden will blinden und sehbehinderten Menschen genauso gerecht werden wie Körperbehinderten, die einen Rollstuhl nutzen, oder älteren Menschen, die beispielsweise auf einen Rollator angewiesen sind. An Straßenquerungen gilt es beispielsweise, den unterschiedlichen Bedürfnissen der Betroffenen durch eine so genannte Kombilösung gerecht werden. Eindeutige Hell-Dunkel-Kontraste helfen Sehbehinderten (weiße Farbe bei hohen Bordsteinen, keine Markierung bei Absenkungen), aber auch Rollatornutzern oder Rollstuhlfahrern. Akustische Signale bilden eine weitere Möglichkeit der Hilfestellung.

Fahrbahnoberflächen mit Noppen oder Rippen erleichtern vor allem Nutzern von Blindenstöcken die Orientierung und sollen - anders als bisher - möglichst landesweit einheitlich verwendet werden. "Durch unseren Leitfaden habe ich die Hoffnung, dass blinde und sehbehinderte Menschen flächendeckend die gleichen Informationen über Noppen- und Rippenplatten erhalten und nicht aufgrund unterschiedlicher Konzepte verschiedener Verantwortlicher verunsichert werden", sagte Pagenkopf.

Die Experten bei Straßen.NRW haben sich vor allem auf Querungsbereiche von Straßen konzentriert, aber auch auf Bushaltestellen, Geh- und Radwege, Ampeln, Bahnübergänge, Raststätten, Notrufsäulen, Treppen und Rampen.

Pressekontakt: Bernd A. Löchter, Telefon 0209-3808-333

Pressefoto

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