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Pressemeldungen: 2012 | 2011 | 2010 | 2009 | 2008 | 2007 | 2006 | 2005 | 2004 | 2003 Presseinformation vom 08.08.2006 NRW: Größte Tunnelleitzentrale Deutschlands geht in Betrieb
Für Staatssekretär Jörg Hennerkes ist die Realisierung der Tunnelleitzentrale NRW ein Beweis für die großen Bemühungen um die Tunnelsicherheit in NRW: "Modernste Komponenten der Kommunikations- und Detektionstechnik sorgen für eine schnelle Entdeckung und Beseitigung von betriebs- und verkehrstechnischen Störungen. So erreichen wir ein Höchstmaß an Sicherheit. Kommt es zu einem Notfall, wird hierdurch eine enge Abstimmung mit den Einsatzdiensten ermöglicht und ein effektiver Einsatz." Hennerkes verwies darauf, dass die aktuellen, bundesweit gültigen "Richtlinien für die Ausstattung und den Betrieb von Tunneln" aus diesem Jahr in vielen Punkten über die EU-Vorgaben hinausgehen. "Es ist eine gewaltige Aufgabe, die mehr als 300 Tunnel in Deutschland nachzurüsten, aber ich bin zuversichtlich, dass wir das zügig bewältigen werden." "Die Tunnel in NRW sind auch jetzt schon sicher", betonte NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke. Schließlich seien sie im Vergleich zu den Alpentunneln deutlich kürzer, das erleichtere die Rettung im Notfall. Allerdings gebe es keine 100-prozentige Sicherheit, denn der Unsicherheitsfaktor Mensch bleibt. Wittke: "Unser Ziel ist, alle Tunnel in NRW auf den gleichen Sicherheitsstandard zu bringen, um allen Nutzern Sicherheit auf hohem Niveau zu garantieren". Das gelte insbesondere für die älteren Tunnel. "In Nordrhein-Westfalen haben wir schon vor Jahren das Projekt NWTunnel initiiert, um die Sicherheit voranzutreiben", sagte Wittke. "Die Tunnel in Minden, Gelsenkirchen und Wuppertal entsprechen bereits dem aktuellen Stand der Technik." "Mit dem heutigen Tag haben wir bereits 32 Tunnel in NRW durch unsere neue Tunnelleitzentrale unter Kontrolle", berichtete Straßen.NRW-Hauptgeschäftsführer Winfried Pudenz. "Bis Ende kommenden Jahres sollen es 43 sein." Hürden seien derzeit noch die unterschiedlichen Systeme, mit denen die Tunnel betrieben werden. Schritt für Schritt müssten sie angeglichen werden. An den Standorten der Tunnelleitzentrale in Hamm und Duisburg werde schon jetzt im Schichtbetrieb rund um die Uhr gearbeitet. Sollte die Technik an einem Standort ausfallen, könne vom jeweils anderen Standort die Überwachung unmittelbar übernommen werden. Acht großformatige LCD-Bildschirme in den Tunnelleitzentralen erlauben jeweils den Blick in alle Tunnel, die bereits mit Videoüberwachung ausgerüstet sind. Beide Standorte verfügen über drei Arbeitsplätze der Operatoren. Wenn alle NRW-Tunnel an das System angeschlossen sind, werden jeweils zwei Arbeitsplätze Tag und Nacht besetzt sein. Der dritte Arbeitsplatz ist für einen erhöhten Arbeitsanfall vorgesehen. Die Arbeitsplätze sind mit Headphones, speziellen ergonomischen Sitzen, fünf Flachbildschirmen und einem höhenverstellbaren Schreibtisch ausgestattet. Damit werden die Anforderungen an einen Arbeitsplatz im Schichtbetrieb erfüllt. In einem Nebenraum arbeitet der Teamkoordinator. Er kann ebenfalls von seinem Arbeitsplatz sofort den Tunnel aufrufen, in dem ein Notfall passiert ist. Klimaanlagen verhindern eine Überhitzung der Räume. Beispielhafter Ablauf im Notfall:Im Fall eines Brandes in einem Tunnel erfolgt eine automatische Meldung an die Tunnelleitzentrale und an die Feuerwehr. Eine andere Möglichkeit ist der Anruf aus der Notrufkabine im Tunnel. Ein rotes Licht zeigt dem Operator der Tunnelleitzentrale, von wo der Notruf eingegangen ist. Zusätzlich ertönt ein akustisches Signal in allen Räumen der Tunnelleitzentrale. Der Operator klärt am Telefon, was passiert ist. Durch das Gespräch und gegebenenfalls die Beobachtung per Videokamera, schätzt der Operator das Gefährdungspotenzial ab und leitet gemäß dem für den jeweiligen Tunnel vereinbarten Alarm- und Gefahrenabwehrplan die notwendigen Schritte ein. Polizei und Feuerwehr werden unmittelbar informiert, bei Bedarf kann beispielsweise auch der Tunnel von der Zentrale aus gesperrt werden. Wenn die Einsatzkräfte vor Ort sind, übernehmen sie die Organisation. Der Operator richtet sich dann nach den örtlichen Anweisungen. Nach dem Ende des Einsatzes wird durch den Operator der Tunnel wieder für den Verkehr freigegeben. Pressekontakt: Bernd A. Löchter, Zentrale KommunikationPressebilderFür Pressezwecke stehen zum Download bereit:
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