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Presseinformation vom 29.03.2006

NRW-Verkehrsminister Wittke eröffnet längsten NRW-Tunnel

Neuester Stand der Sicherheit / Drei Monate früher fertig

[Foto: Freigabe des Tunnels Burgholz]Wuppertal (straßen.nrw). Als "Verkehrs-Highlight" für das Bergische Land bezeichnete NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke heute (Mittwoch, 29. März) den neuen Tunnel in Wuppertal-Burgholz, den er nach 44-monatiger Bauzeit offiziell eröffnete. Wenn die letzten Spuren der Eröffnungsveranstaltung beseitigt sind, können am Donnerstag (30. März) in den späten Vormittagsstunden die ersten Autos durch den mit ca. 1.800 Metern je Röhre künftig längsten Tunnel Nordrhein-Westfalens rollen. Rund 90 Millionen Euro hat er inklusive der Sicherheitsausstattung gekostet und ist drei Monate früher fertig geworden als geplant.

Wittke bewertete den Burgholz-Tunnel als "Meilenstein auf dem Weg zur Entlastung der Wuppertaler Innenstadt". Mit seiner umfangreichen Sicherheitsausstattung untermauere er die Vorreiterposition Nordrhein-Westfalens im bundesweiten Vergleich, wenn es darum geht, die Tunnel für die europäischen Anforderungen fit zu machen - gerade auch für die Sicherheit im Brandfall. Zurzeit sind auf den Bundes- und Landesstraßen in NRW 38 Tunnel in Betrieb, fünf weitere im Bau.

[Foto: Tunnelportal]Michael Heinze, stellvertretender Leiter von Straßen.NRW, dankte den Anwohnern für ihre Geduld und das Verständnis während der Dauer der Großbaustelle. Die Zeit der Beeinträchtigungen und Belastungen unter anderem mit 3.600 Sprengungen habe jetzt ein Ende. Die Straßen.NRW-Niederlassung Essen habe ihre fachliche Kompetenz mit diesem aus Ingenieurssicht "schönen Tunnel" unterstrichen. 40 Jahre seien seit der ersten Idee für eine Tunnellösung vergangen, das Warten habe sich nicht nur die lokale Wirtschaft gelohnt, sondern für ganz Wuppertal.

Der Tunnel Burgholz überwindet einen Höhenunterschied von 80 Metern. Die Südröhre misst 1.865 Meter, die Nordröhre 1.787 Meter. Beiden Röhren bieten je zwei Fahrbahnen von 3,50 Metern Breite. Hinzu kommt jeweils ein 1,50 Meter breiter Standstreifen. Maximal 4,50 Meter hoch dürfen Fahrzeuge sein, die den Tunnel nutzen, bei einer Höchstgeschwindigkeit von 60 Stundenkilometern. Mit 44.000 Fahrzeugen täglich kalkuliert der Landesbetrieb Straßenbau NRW.

Rund neun Millionen Euro hat die so genannte Betriebstechnik gekostet. Teuerste Posten waren die Verkabelung mit 1,64 Millionen Euro sowie die Verkehrstechnik (Tunnelsperranlage, Wegweiser/Verkehrszeichen, Kommunikation) mit 1,67 Millionen Euro. 200 Fluchtwegkennzeichnungen, 188 Brandnotleuchten, 21 Ventilatoren, 26 Messsysteme für Nebel und Qualm, 32 Feuermelder, 64 Handfeuerlöscher, 127 Lautsprecher, 84 Videokameras und sechs Fluchtwege stehen für die Sicherheit im Tunnel Burgholz.

Pressekontakt: Bernd A. Löchter, Zentrale Kommunikation

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