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A57-Brücke bei Dormagen-Nievenheim

[Foto: Aufbau der Behelfsbrücken] Im Frühjahr 2015 soll der Bau der neuen Autobahnbrücke an der A57 bei Dormagen-Nievenheim beginnen. Für die Bauzeit der neuen Brücke sowie den Rückbau der Behelfsbrücken und der Dammverbreiterung werden 3 Jahre veranschlagt.

Die Kosten für den Brückenneubau werden auf rund 8,8 Millionen Euro beziffert. Die neue Brücke ist bereits für den geplanten sechsstreifigen Ausbau der A57 ausgelegt. Wann eine sechsstreifige Verkehrsführung genutzt werden kann, hängt vom Abschluss des laufenden Planfeststellungsverfahrens ab.

Die Bauphasen

Ende 2013 begannen die Vorbereitungen für den Bau der neuen Autobahnbrücke. Im März 2014 wurde zunächst mit der Erstellung einer weiteren Behelfsbrücke als Bypass begonnen. Da die Behelfsbrücke neben dem Verlauf der Autobahn liegt, musste zunächst der Straßendamm so ausgebaut werden, dass er breit genug ist für die versetzten Fahrstreifen in Fahrtrichtung Krefeld.

[Grafik der Bauphasen]

Mit der dritten Behelfsbrücke kann der Verkehr der Fahrtrichtung Krefeld auf diese neue Behelfsbrücke und der Verkehr der Fahrtrichtung Köln auf den vorhandenen Behelfsüberbau Richtung Krefeld verlegt werden. So kann die westliche Behelfsbrücke samt den alten Unterbauten abgebrochen und die neue Brückenhälfte errichtet werden. Nach Fertigstellung der westlichen Brückenhälfte des neuen Brückenbauwerkes wird der gesamte Verkehr auf diese Seite geführt. Anschließend werden die beiden noch bestehenden Behelfsbrücken zurückgebaut und nach dem Abbruch der alten Widerlager die östliche Brückenhälfte neu errichtet.

Zum Hintergrund

[Foto: Aufbau der Behelfsbrücken]Im Februar 2012 zerstörte ein Brand zwei Brückenbauwerke an der A57 bei Dormagen-Nievenheim. In den Rauchwolken kam es auf der darüber gelegenen Autobahn zu einer Massenkarambolage mit einem Todesopfer und 16 teilweise schwer Verletzten. Die Polizei ging von Brandstiftung aus.

Am letzten Februarwochenende 2012 rissen die Bagger die Reste der A57-Brücke bei Dormagen-Nievenheim ab. Bis zum 4. April war die Autobahn zwischen Dormagen und Neuss-Süd in beiden Fahrtrichtungen gesperrt.

Als vorübergehender Ersatz für die zerstörte Autobahnbrücke in Dormagen-Nievenheim wurden zwei sogenannte "D-Brücken" aus dem Brückenlager in Willich-Schiefbahn aufgebaut. Die Brücken wurden zunächst auf einer Rollenbahn vormontiert und später mithilfe eines zusätzlichen Vorbaus über Industriebahn und Wirtschaftsweg geschoben.

Die D-Brücke ist eine transportable, aus vormontierten Einzelbaukomponenten zusammensetzbare, Not- oder Behelfsbrücke, die sogar im Dauerbetrieb eingesetzt wird. Sie wurde 1959/60 von Krupp und MAN gemeinschaftlich entwickelt. Das "D" steht für die Dreiecke in der Tragekonstruktion.