Talbrücke Rälsbach

Die Talbrücke Rälsbach, Baujahr 1966, ist 161 Meter lang und 31,85 Meter breit. Sie bietet derzeit fünf Fahrstreifen: drei Fahrstreifen in Richtung Frankfurt, zwei Fahrstreifen plus Standstreifen in Richtung Dortmund. Bei der letzten Bauwerksprüfung 2013 erhielt die Talbrücke Rälsbach die Zustandsnote 2,7/2,8. Eine Nachrechnung des Bauwerks 2013 hat ergeben, dass die Talbrücke von der Brückenklasse 60 auf die Brückenklasse 45 herabgestuft werden muss. Folgen sind ein Lkw-Überholverbot, ein Abstandsgebot von 50 Metern für Lkw auch im Stau und die Sperrung für Fahrzeuge über 44 Tonnen.

Die neue Brücke wird 175 Meter lang, 37,4 Meter breit und 26,3 Meter hoch (in der Mitte) sein. Sie soll sechs Fahrstreifen plus zwei Standstreifen bieten. Drei Jahre Bauzeit sind vorgesehen, die Baukosten liegen bei 15,4 Millionen Euro inklusive Abriss des bestehenden Bauwerks. Offizieller Spatenstich für das Projekt war am 18. September 2017.

Ziel für den Verkehrsablauf während der Bauzeit ist es, den Eingriff in den fließenden Verkehr so gering wie möglich zu halten. Die Bauzeit soll so kurz wie möglich sein. Es sollen immer zwei, wenn auch verengte Fahrstreifen pro Fahrtrichtung zur Verfügung stehen.

YouTube-Video: Sprengung der Nordhälfte der Talbrücke Rälsbach

Auf der aus zwei einzelnen Bauwerken bestehenden Brücke Rälsbach, eine für jede Fahrtrichtung, wird der komplette Verkehr zunächst auf das Bauwerk in Fahrtrichtung Frankfurt verlegt. Anschließend wird die Brückenhälfte, auf der bisher der Verkehr in Richtung Dortmund floss, abgebrochen und neu gebaut. Diese Sprengung der Nordhälfte der Talbrücke Rälsbach erfolgte Ende November 2017. Im Anschluss wird der Verkehr komplett auf den Neubau verlegt, die andere Hälfte der Talbrücke kann abgebrochen und anschließend neu gebaut werden.