![]() |
A3: Neubau der Grünbrücke bei Königsforst
Knapp 80 Meter breit überspannt die neuen Brücke die mit rund 81.000 Autos am Tag befahrene Autobahn. Die Tiere sollen künftig wieder ungehindert zwischen der Wahner Heide und dem Königsforst, zwei Naturschutzgebieten von europäischem Rang, wechseln können. Das war bis zur Mitte der 1930er Jahre möglich als die Autobahn gebaut wurde. Die A3-Grünbrücke kann jedoch die beiden Schutzgebiete nicht allein verbinden. Daher unterstützt sie eine zweite an der mit rund 16.000 Fahrzeugen am Tag befahrene Landesstraße 284, die aus EU-Mitteln finanziert wird. Deren Bau soll vom Herbst 2011 bis zum Sommer 2013 dauern.
Ausgelegt ist das Grünbrückenduo zunächst auf die Bedürfnisse von Rotwild. Durch gezielte Ergänzungen wird auch den Ansprüchen der kleineren Tiere, seien es nun Säugetiere oder Reptilien, Genüge getan. Zwischen beiden Grünbrücken entsteht ein etwa 400 Meter langer, von einem Zaun umschlossener Verbindungskorridor. Wie auch die Brücken ist dieser künftig für Erholungssuchende tabu. Während der Bauzeit ist die Geschwindigkeit in den Brückenbaustellen begrenzt. Wenn die Fertigteile für die Brückenüberbauten montiert werden, gibt es einzelne Straßensperrungen. Für die A3 wird dies Mitte 2011 der Fall sein und für die L284, die Rösrather Straße, rund ein Jahr später. Die Autofahrer haben trotzdem auch Nutzen von den Grünbrücken: Jedes Tier, das über die Grünbrücken geht, kann keinen Wildunfall mehr verursachen. Die Experten sind zuversichtlich, dass die Brücken angenommen werden, denn sie liegen auf einer alten Wild-Wanderroute. HintergrundIm Rahmen des Konjunkturpakets II hat die Bundesregierung auch zusätzliche Haushaltsmittel für das "Programm zur Wiedervernetzung von Lebensräumen" bereitgestellt. In Nordrhein-Westfalen entstehen damit vier Grünbrücken über bestehende Straßen des Bundes:
|
||
![]() |