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Neue Brücken im Autobahnkreuz Oberhausen

Im Autobahnkreuz Oberhausen führen vier Brückenbauwerke die Autobahnen 516 und 3 von Oberhausen nach Emmerich über die Autobahnen 2 und 3 von Hannover nach Köln. Hier fahren täglich 105.000 Fahrzeuge. Anfang Oktober 2010 begann die Straßen NRW-Autobahnniederlassung Krefeld mit der Erneuerung der Brückenbauwerke und Ende 2012 soll diese abgeschlossen sein. Die Kosten hierfür betragen rund 10 Millionen Euro.

Im Rahmen dieser Baumaßnahme werden 21.000 Quadratmeter Straßenbauarbeiten ausgeführt, 2.200 Tonnen Stahl, 12.000 Kubikmeter Beton und 7.200 Kubikmeter Stahlbetonfertigteile verbaut.

Verkehrliche Einschränkungen

[Grafik: Umleitungen]Auf der Verbindung A2/A3 Hannover - Köln wird der Verkehr in beiden Fahrtrichtungen mit drei verengten Fahrstreifen an der Baustelle vorbeigeführt. Die Parallelfahrbahn in Fahrtrichtung Köln bzw. Oberhausen (A516) muss komplett gesperrt werden. Es bestehen leistungsstarke Umleitungsstrecken während der gesamten Bauzeit.

Auf der Verbindung A516/A3 Oberhausen - Emmerich wird der Verkehr in Richtung Emmerich einstreifig auf die Richtungsfahrbahn Oberhausen übergeleitet und der Verkehr in Richtung Oberhausen über die Verteilerfahrbahn zweistreifig weitergeführt.

Diese Verkehrsführung bleibt bis Ende 2011 so bestehen und wird in der nächsten Bauphase auf das dann fertiggestellte Teilbauwerk umgelegt.

Da das Autobahn Kreuz Oberhausen eine der wichtigsten Nord-Süd-Verbindungen darstellt, werden die notwendigen Vollsperrungen auf ein Minimum beschränkt. Insgesamt an sechs Wochenenden sind diese aus sicherheitstechnischen Gründen unumgänglich. Die Sperrungen werden in Vorfeld angekündigt und Umleitungen werden ausgeschildert.

Umleitungen

Die Umleitungen sind ausgeschildert: Sie führen für die Richtung Arnheim/Hannover vom Kreuz Oberhausen-West auf die A42 in Richtung Dortmund. Autofahrer mit dem Ziel Arnheim können über die Anschlussstelle Oberhausen-Zentrum auf die A516 gelangen und durch das Kreuz Oberhausen, das in dieser Richtung frei ist, in Richtung Arnheim fahren. Für Ziele in Richtung Hannover führt die Umleitungsempfehlung über die A42 weiter bis zur A43 oder A45. Dort kann auf die A2 gewechselt werden.

Von der A2 aus Richtung Hannover kommend ist dem Fernverkehr empfohlen, über die A43 beziehungsweise A45 auf die A42 in Richtung Kamp-Lintfort zu wechseln, um den Engpass weiträumig zu umfahren. Die Umleitung im unmittelbaren Bereich der Sperrung führt im Kreuz Oberhausen auf die A3 in Richtung Arnheim. In der Anschlussstelle Dinslaken-Süd kann auf die Gegenrichtung gewechselt und im Kreuz Oberhausen wieder in Richtung Köln/Frankfurt gefahren werden.

[Foto: alte Brücke]Die alten Brückenbauwerke

Das alte 1961 erstellte Brückenbauwerk bestand aus 4 eigenständigen nebeneinander liegenden Teilbauwerken, die starke Korrosionsschäden mit fortschreitender Querschnittsschwächung aufweisen. Durch das Fortschreiten dieser Schäden wäre die Standsicherheit der Brücke in den nächsten Jahren gefährdet, so dass eine Erneuerung erforderlich war.

[Foto: alte Brücke]Neue Brückenbauwerke

Der Ersatzneubau besteht aus zwei getrennten Überbauten mit einer Stützweite von 33 Metern. Die Bauart (Stahlverbundbauweise) wurde so gewählt, dass - neben einer kurzen Bauzeit - die Einschränkungen für den fließenden Verkehr so gering wie möglich gehalten werden können.