Hauptnavigation:
 

F.A.Q.

Das Projekt A-bei-LEV gehört zu den herausforderndsten Baumaßnahmen des Landes in den nächsten Jahren. Da sind Fragen vorprogrammiert. Die Antworten auf die wichtigsten und häufigsten Fragen finden Sie an dieser Stelle. Der Fragenkatalog wird laufend erweitert und aktualisiert.


Inhalt:

[Grafik: A-bei-LEW Logo]

Allgemeines

F: Was ist A-bel-LEV?

A: A-bei-LEV steht für den Autobahnausbau bei Leverkusen. Er gliedert sich in drei Abschnitte: Abschnitt 1 umfasst die A1 zwischen der Anschlussstelle Köln-Niehl bis zum Autobahnkreuz Leverkusen-West und beinhaltet, neben der Fahrstreifenerweiterung von sechs auf acht, den Neubau der Rheinbrücke. Damit die neue Brücke und das Autobahnkreuz Leverkusen-West nahtlos ineinander greifen, muss auch das Autobahnkreuz angepasst werden.

Abschnitt 2 betrifft den Ausbau der A1 zwischen den beiden Autobahnkreuzen Leverkusen-West und Leverkusen. Kernstück ist der Ersatz der Hochstraße B ("Stelzenautobahn"), die durch den Leverkusener Stadtteil Küppersteg verläuft.

Der dritte und letzte Abschnitt umfasst die A3 zwischen Leverkusen-Opladen und Leverkusen-Zentrum. Zentrale Punkte sind, neben dem allgemeinen Ausbau der Fahrstreifen, die Anpassung des Autobahnkreuzes Leverkusen und der Anschlussstelle Leverkusen-Zentrum, um die Stausituation auf dem Willy-Brandt-Ring zu entschärfen.

F: Warum gibt es eigentlich keinen kompletten Tunnel von Köln-Niehl bis einschließlich des Autobahnkreuzes Leverkusen?

A: Eine derart aufwändige auch mit hohen Folgekosten behaftete Alternative wie die große Tunnellösung mit Mehrbelastungen für Mensch und Natur an anderer Stelle hätte von Beginn an nur dann als ernsthaft in Erwägung zu ziehende Variante tiefgehend untersucht werden müssen, wenn man die Lärm-, Schadstoff- und sonstige Umweltprobleme bei der Brückenvariante nicht in den Griff bekommen hätte.
Diese Variante war aber auch aus Zeitgründen ziemlich schnell verworfen worden. Der  Zustand der Rheinbrücke gab die verlängerten Planungs- und Bauzeiten für einen Tunnel unter dem Rhein nicht her. Darüber hinaus hätte bei dieser Variante die A 59 abgebunden werden müssen. Die daraus resultierenden Verkehrsverlagerungen hätten zu weiteren Ausbauerfordernissen zum Beispiel im Zuge der A 3 und des Leverkusener Kreuzes geführt. Ebenfalls würde das städtische Straßennetz durch die ebenfalls erforderliche Abbindung der Anschlussstelle Leverkusen von der A 1 deutlich stärker belastet.
Nur am Rande sei in diesem Zusammenhang noch erwähnt, dass bei einer Tunnellösung die Radwegeverbindung über den Rhein an dieser Stelle weggefallen wäre.

F: Warum wird die neue Brücke über den Rhein nicht südlich der vorhandenen Brücke gebaut?

A: Auch ein möglicher Neubau der Rheinbrücke südlich der heutigen Rheinquerung ist als Variante untersucht worden.  Die Eingriffe sowohl in die Natur als auch in die Altablagerung Dhünnaue-Mitte wären größer als bei der von Straßen.NRW favorisierten Lösung, wie die Planer mit Hilfe eines 3D-Geländemodells nachweisen können.

F: Wann beginnen die Bauarbeiten zu A-bei-LEV?

A: Das Baurechtsverfahren wird im Herbst 2015 eingeleitet. Der Baubeginn für die erste der beiden erforderlichen Brücken ist im Jahr 2017 geplant.
Die Planung der Abschnitte 2 und 3 befindet sich noch in einem frühen Stadium, zu einem möglichen  Baubeginn kann daher zum jetzigen Zeitpunkt noch keine seriöse Aussage gemacht werden.

F: Wann ist das Projekt A-bei-LEV abgeschlossen?

A: Die neue Rheinbrücke wird aus zwei einzelnen Brückenbauwerken bestehen. Die erste Brücke der neuen Rheinquerung soll in 2020, die zweite Brücken in 2023 fertig werden. Darüber hinaus lassen sich aufgrund des noch frühen Planungsstadiums keine konkreten Fertigstellungstermine benennen.

F: Wie werde ich als Bürger über Entwicklungen rund um das Projekt A-bei-LEV informiert?

A: Erste Anlaufstelle für Informationen sind die  Internetseiten unter www.a-bei-lev.nrw.de.  Darüber hinaus informiert  der Landesbetrieb - auch in Zusammenarbeit mit der Stadt Leverkusen - über Informationsveranstaltungen vor Ort sowie die Bürgerzeitung Dialog, die im direkten Umfeld in die Briefkästen der  Anwohner verteilt wird. Nähere Einzelheiten zur Öffentlichkeitsarbeit  finden Sie unter dem Menüpunkt "Dialog". Bei Fragen können sich Bürger an die E-Mailadresse a-bei-lev@strassen.nrw.de wenden

F: Kann ich als Bürger bzw. Betroffener Einfluss auf die Planung nehmen?

A: Einerseits können Sie im so genannten Planfeststellungsverfahren Ihre gesetzlich verbrieften Rechte wahrnehmen. Zu den Ausbaumaßnahmen in Leverkusen können sich die Betroffenen aber schon seit Beginn der Planung  informieren, engagieren und einbringen. Dazu besteht die Möglichkeit, die Informationsveranstaltungen zu besuchen, die Seiten im Internet zu lesen, die Newsletter oder die Presseberichte zu lesen und die Straßen.NRW-Mitarbeiter anzusprechen bzw. anzuschreiben, wenn Sie Fragen und Anregungen zu „Tunnel oder Stelze?“ oder „Windmühle oder Malteserkreuz?“ haben. Alle Anregungen werden geprüft.  Allerdings kann nicht jedem Rat gefolgt werden, weil fachliche, rechtliche oder finanzielle Grenzen berücksichtigt werden müssen.

F: Ist die Frage Tunnel statt neuer Rheinbrücke schon entschieden?

A: Klar ist, dass auch die neue Rheinquerung wieder eine Brücke sein wird. Ein Tunnel kommt hier nicht infrage. Das liegt vor allem an dem enormen Zeitdruck, unter dem die neue Brücke entsteht,  weil das alte Bauwerk so schnell wie möglich ersetzt werden muss. Wie die Planung für die angrenzenden Autobahnabschnitte und das Ausbau des Autobahnkreuzes Leverkusen aussieht, ist hingegen - im Frühjahr 2015 - noch völlig offen.

F: Wird beim Autobahnausbau nicht alles viel lauter? Wie steht es um die Emissionen?

A: Dem Umweltschutz und damit auch den Lärmschutzfragen sowie den Fragen rund um Emissionen wird eine hohe Bedeutung beigemessen. Die Anwohner werden auf jeden Fall nach Fertigstellung aller Abschnitte einen deutlich besseren Schutz vor Lärm und Abgasen haben als vorher.


Abschnitt 1: Rheinbrücke / A1 zwischen Köln-Niehl und Leverkusen-West

F: Wenn der Zustand der Rheinbrücke so kritisch ist - ist sie dann noch sicher befahrbar?

A: Derzeit ist das Befahren der Rheinbrücke ohne Risiko möglich. In Kooperation mit der Polizei und der Straßenbauverwaltung wurden nach Entdeckung der Schäden im Sommer 2014 Sofortmaßnahmen eingeleitet, um die Brücke zu entlasten. Derzeit ist die Rheinbrücke bis auf weiteres in beiden Fahrtrichtungen für Fahrzeuge mit einem Gesamtgewicht von über 3,5 Tonnen gesperrt. Neben dem Fahrverbot gilt eine Geschwindigkeitsbegrenzung auf 60 Stundenkilometer. Parallel werden die Schäden beseitigt. Nach der Entdeckung weiterer Schäden im Winter 2014/2015 ist klar: das Fahrverbot für Fahrzeuge über 3,5 Tonnen gilt bis auf weiteres. Im Januar 2015 konnten allerdings die dritten Fahrspuren entlang der Brückenflügel für den Pkw-Verkehr freigegeben werden.

Der Zustand der Brücke wird laufend von einer Spezialfirma überwacht, so dass sich Verkehrsteilnehmer keine Sorgen machen müssen.

F: Dürfen Wohnwagengespanne die Rheinbrücke trotz der Gewichtsbeschränkung von 3,5 Tonnen passieren?

A: Nach Angaben der zuständigen Verkehrshörde Bezirksregierung Köln dürfen trotz der aktuellen Gewichtsbeschränkungen von 3,5 Tonnen auf der A1-Rheinbrücke Leverkusen Wohnwagen-Gespanne über die Brücke fahren. Entscheidend sei hierbei das Gewicht jedes einzelnen Fahrzeuges, nicht das Gesamtgewicht des Gespanns. Zu diesem Schluss kommt ein Gutachten des Bundesverkehrsministeriums von Januar dieses Jahres.

F: Welche Vorgaben mussten bei den Planungen für die neue Rheinbrücke berücksichtigt werden?

A: Die Prüfung berücksichtigt eine Reihe von Zwangspunkten. Eine Vorgabe ist, den Verkehrsfluss auf der A1 und A59 und den angrenzenden Landes- und Bundesstraßen aufrecht zu erhalten. Besondere Rücksicht gilt den Ansprüchen der Anwohner: Lärm und Luftverschmutzung sind deutlich zu reduzieren. Herausforderungen stellen die nahe Wohnbebauung in Köln-Merkenich auf der einen, die versiegelte Altablagerung Dhünnaue und die Deponie Bürrig auf der anderen Rheinseite dar. Ebenfalls zu berücksichtigen sind gewerbliche Nutzungen an den Rändern des Plangebietes.

F: Warum kann die Rheinbrücke nicht durch einen Tunnel unter dem Rhein ersetzt werden?

A: Die Tunnelvarianten waren in der Öffentlichkeit vielfach gewünscht, sind aber nicht realisierbar. Eine Option hätte einen massiven Wegfall von bestehender Wohnbebauung in Leverkusen bedeutet, die andere einen immensen Eingriff in die Altablagerung Dhünnaue. Eine Führung des Fuß- und Radverkehrs wäre ungelöst geblieben bzw. hätte eine eigenständige Rheinbrücke erfordert.
Bei diesen speziellen Problemlagen würden sich sowohl die Planungs- als auch die Bauzeit erheblich verlängern - angesichts des Zustands der Rheinbrücke ist das nicht vertretbar. Auch eine mögliche Tunnelvariante, die südlich der Altablagerung/Dichtwand verläuft, wurde betrachtet. Allerdings ist bei einer derartigen Lösung die Anbindung an die A 59 nicht mehr möglich. Dies wiederum führt zu einer erheblichen Mehrbelastung im nachgeordneten Straßennetz in Langenfeld und Leverkusen und ist somit unverträglich. Das entsprechende Gutachten ist auf der Internetseite von Straßen.NRW einsehbar.

F: Wieso gab es keine Bürgerbeteiligung im ersten Abschnitt?

A: Bürgerbeteiligung ist ausdrücklich gewünscht. Der kritische Zustand der Rheinbrücke bietet jedoch keinen Spielraum hinsichtlich des Entscheidungsprozesses. Eine Alternative zum Neubau der Brücke ist nicht realisierbar. Im noch bevorstehenden Planfeststellungsverfahren hat natürlich jeder Betroffene die Möglichkeit, Anregungen und Bedenken zum ersten Abschnitt offiziell ins Verfahren einzubringen.

F: Die neue Rheinbrücke wird etwas weiter in Richtung Norden neu gebaut. Hätte man die neue Brücke nicht auch in Richtung Süden versetzen können?

A: Ein südlicher Verlauf würde zu einer stärkeren Belastung für die Bürger in Köln-Merkenich führen. Zudem wären gemäß Umweltverträglichkeitsprüfung die Eingriffe in Natur und Landschaft höher zu bewerten. Entgegen der allgemeinen Meinung wäre bei einer südlichen Verbreiterung der Rheinbrücke auch der Eingriff in die Altablagerungsfläche größer. Die Brückenbauer müssten tiefer in die versiegelte Altablagerungsfläche eingreifen, es würde mehr kontaminierter Boden als Müll anfallen. Straßen.NRW hat das durch eine 3D-Modellierung der ehemaligen Deponie und der neuen Straßentrasse deutlich gemacht. Schließlich wäre auch der Eingriff in den Neulandpark viel gravierender.

F: Ist der nördliche Verlauf nicht teurer?

A: Nein, bei der von Straßen.NRW favorisierten Variante, d.h. die Verbreiterung der Rheinbrücke in nördlicher Richtung mit anschließender Verschwenkung der Autobahntrasse in südlicher Richtung, kann der bestehende Autobahnkörper im Bereich der Altlastenfläche optimal genutzt werden. Dadurch fällt weniger von Altlasten kontaminiertes Material an  und somit fallen die Entsorgungskosten geringstmöglich aus.

F: Wie wird das Aussehen der Brücke bestimmt?

A: Straßen.NRW hat  bei den Voruntersuchungen eine Vielzahl von Brückentypen von renommierten Büros skizzieren lassen. Ziel war es, ein breites Spektrum an möglichen Brückenvarianten zu erhalten. So wurde z.B. auch eine Bogenbrücke untersucht. Die Variante wurde aber schon alleine darum verworfen, weil die Brücke neben ihrem späteren Standort montiert werden müsste. Für diese  „Vorfertigung“ wäre viel Platz in dem Vorlandbereich am Rhein im Naturschutzgebiet benötigt worden.  Die Alternative, eine Fertigung der Bogenbrücke im so genannten Freivorbau, wurde aus wirtschaftlichen Gründen verworfen.
Die jetzt gewählte Lösung ist praktikabler in der Umsetzung. Die „zweihüftige“ Schrägseilbrücke, so nennen Fachleute die Konstruktionsform, die an den Großbuchstaben M erinnert,  hat neben statischen und wirtschaftlichen Vorteilen auch bauzeitliche Vorzüge: das Bauwerk kann von zwei Seiten gleichzeitig über den Rhein gebaut werden. Das spart Zeit.

F: Wie lange hält die neue Brücke?

A: Heutige Brücken werden so geplant und gebaut, dass sie ein Vielfaches der aktuellen Belastung dauerhaft aushalten.

F: Wird die neue Rheinbrücke einen Namen bekommen?

A: Nein, es bleibt wie bislang bei der Bezeichnung „Leverkusener Rheinbrücke“.

F: Warum müssen die sonstigen Bauwerke im Kreuz Leverkusen-West erneuert werden?

A: Straßen.NRW will damit vermeiden, dass nach Fertigstellung der neuen Brücke und des neuen Autobahnkreuzes Leverkusen-West schon nach kurzer Zeit wieder Bauarbeiten zur Sanierungen der anderen Bauwerke mit enormen Verkehrsbeeinträchtigungen stattfinden. Außerdem müssen die Bauwerke im sowie so an die verbreiterte A1 angepasst werden. Darum ergeben sich Einspareffekte, wenn alle Bauwerke zusammen betrachtet und erneuert werden.

F: Warum wurden die Ergebnisse der „Erkundungsbohrungen“ für die Fundamente der Rheinbrücke noch nicht veröffentlicht?

A: Im Frühjahr 2014 hat Straßen.NRW die ersten Erkundungsbohrungen durchgeführt. Sie haben das Ziel, den Baugrund für die zukünftige Rheinbrücke zu untersuchen. Die Ergebnisse der ersten Bohr-Staffel wurden inzwischen veröffentlicht. Im Frühjahr 2015  läuft die zweite Bohrkampagne. Sobald die Ergebnisse ausgewertet sind, werden sie veröffentlicht. Zwischenstände und Zwischenergebnisse werden nicht ins Internet gestellt. Die Veröffentlichung wäre mit erheblichem Aufwand verbunden und hätte dabei nur eine  geringe Aussagekraft.

F: Sollte nicht noch eine Kosten-Nutzen-Berechnung vorgelegt werden bezogen auf die Entscheidung, ob ein Tunnel oder eine Brücke als neue Rheinquerung realisiert wird?

A: Nein, es wird keine Nutzen-Kosten-Bewertung erstellt. Die mögliche Realisierung eines Tunnels führt dazu, dass die A59 und die Anschlussstelle Leverkusen Zentrum von der A1 abgebunden werden muss. Dies hätte erhebliche Nachteile für den innerstädtischen Verkehrsablauf zur Folge und würde zu deutlich größeren Belastungen im nachgeordneten Straßennetz führen. Das zu diesem Thema beauftragte Verkehrsgutachten ist im Internet einsehbar.

F: Wäre der Bau eines Tunnels nicht schneller gegangen mit weniger Verkehrsbeeinträchtigungen und Lärmemissionen?

A: Nein, die Planung und der Bau eines Tunnels ist unter anderem aufgrund der erforderlichen Sicherheitstechnik ein langwieriger Prozess, der sich über viele Jahre hinwegzieht. Hinsichtlich der Verkehrsbeeinträchtigungen wird auf Antwort 1 verwiesen


Abschnitt 2: A1 zwischen den Autobahnkreuzen Leverkusen-West und Leverkusen

F: Welche Möglichkeiten der Beteiligung gibt es im zweiten Abschnitt?

A: Ein renommiertes Ingenieurbüro trägt seit dem Sommer 2014 alle notwendigen Daten zusammen. Eine Machbarkeitsstudie untersucht alle sich aufdrängenden Varianten wie Brückenlösungen, Brücken-Damm-Konstruktionen, Tunnel beziehungsweise Tunnel-Trogkombinationen und Kombinationen aus Hoch- und Tieflage. Die Prüfung wird ergebnisoffen geführt. Im Herbst hatten Bürger die Gelegenheiten, eigene Überlegungen einzureichen. Teillösungen für einzelne Streckenabschnitte werden im Rahmen der Machbarkeitsstudie geprüft.

F: Hat Straßen.NRW eine favorisierte Lösung?

A: Nein, eine favorisierte Lösung gibt es nicht. Damit auch eine Hochlage genauso wie ein Trog oder eine gedeckelte Tieflage gleichermaßen möglich bleiben, hat Straßen.NRW den Ingenieur-Büros ein angepasste „Gradientenlösung“, wie von vielen Bürgern gewünscht, als Planungsvoraussetzung mit auf den Weg gegeben. Das heißt, dass mit einer regelwerkskonformen Längsneigung auch ein Tunnelbauwerk im Anschluss an Planungsabschnitt 1 möglich bleiben muss.

F: Warum dauert´┐Żeine Machbarkeitsstudie so lange?

A: Die Gutachter und Ingenieure prüfen in dieser Phase mehr als zehn (!) mögliche Verläufe der neuen Autobahn, sowohl in Hoch- als auch in Tieflage. Jedes Mal, wenn ein „Baustein“ verändert wird, verändert sich die gesamte Planung. Das macht die Betrachtung sehr komplex und erhöht die Anzahl der Möglichkeiten, die die Gutachter betrachten müssen.

F: Was ist eine Machbarkeitsstudie?

A: In einer  Machbarkeitsstudie werden alle möglichen Varianten für ein Projekt daraufhin untersucht, unter welchen Voraussetzungen sie umsetzbar wären. Die Studie liefert Daten, Fakten und Zahlen, so dass Vor- und Nachteile möglicher Lösungen gegenübergestellt werden können. Auf Basis dieser Analyse kann die Entscheidung zugunsten einer Lösung (einer so genannten Vorzugsvariante) getroffen werden. Die Machbarkeitsstudie für den Abschnitt 2 wird ergebnisoffen geführt, das heißt, Straßen.NRW hat im Vorfeld keine Vorauswahl getroffen. Es werden „alle sich aufdrängenden Varianten" geprüft, heißt es in dem Auftrag an die Gutachter

F: Wann ist mit einem Lösungsansatz für den zweiten Abschnitt zu rechnen?

A: Die Ergebnisse der Machbarkeitsstudie werden für den Herbst 2015 erwartet.


Abschnitt 3: A3 zwischen Leverkusen-Opladen und Leverkusen-Zentrum

F: Wie sieht eine Lösung für den dritten Abschnitt auf der A3, zwischen Leverkusen-Zentrum und Opladen aus?

A: Die Planungen für jeden einzelnen Abschnitt wirken sich auf die darauffolgende Abschnitte aus. Konkrete Darstellungen, für das Autobahnkreuz Leverkusen beispielsweise, sind daher noch nicht möglich. Unabhängig davon wird derzeit im Rahmen einer Voruntersuchung geprüft, wie eine Verbreiterung der A3 möglich ist und welcher Höhenlage sie künftig verlaufen soll. Erste Ergebnisse sollen im ersten Halbjahr 2015 vorliegen.

F: Bürgerinnen und Bürgern haben für die Verbreiterung der A3  so genannte „Seitentunnel“ vorgeschlagen. Wie würden die verlaufen?

A: Sie werden teilweise unter die  bestehende A3 verlegt, weil dadurch der Eingriff in die bestehende Wohnbebauung geringer ausfallen kann. Allerdings ist den Planern von Straßen.NRW bewusst, dass diese Lösung während der Bauphase zu starken Verkehrsbehinderungen führen wird.

F: Welche Modelle gibt es für Autobahnkreuze?

A: Für den Umbau des Autobahnkreuzes Leverkusen werden derzeit zwei unterschiedliche Varianten untersucht. Die so genannte Windmühle, die seitens des Verkehrsgutachters entwickelt wurde, und das so genannte Malteserkreuz, welches als Anregung aus der Leverkusener Bürgerschaft ebenfalls im Rahmen der Vorplanung untersucht wird. Charakteristisch sind für die Windmühle ihre großzügigen und übersichtlich zu fahrenden Kreisbögen, während das Malteserkreuz vergleichsweise wenig Platz benötigt, dafür aber im Zentrum mit seinen vier übereinander liegenden Ebenen sehr hoch und massiv ist.

F: Wird das neue Autobahnkreuz Leverkusen eine Windmühle oder ein Malteserkreuz?

A: Es gibt bisher keine favorisierte Variante. Beide Lösungen sind verkehrstechnisch leistungsfähig. Im Rahmen der Vorplanung werden nun Vor- und Nachteile sowie die zugehörigen Kosten gegenüber gestellt.


Newsletter

Abonnieren Sie unseren Newsletter zum Autobahnausbau bei Leverkusen, wenn Sie per E-Mail über das Projekt informiert werden möchten! Schicken Sie eine E-Mail an info-leverkusen@strassen.nrw.de.

Werfen Sie einen Blick in die bisher erschienen Ausgaben: