Die Planung

Aktueller Planungsstand

Die Planung befindet sich derzeit in der Linienfindung. Bestandteil der Linienfindung ist neben dem straßenbautechnischen Entwurf und der Verkehrsuntersuchung die Erarbeitung einer Umweltverträglichkeitsstudie (UVS), in der die Umwelt bezogen auf verschiedene Schutzgüter (Mensch, Tiere, Pflanzen, Boden, etc.) erfasst wird und Raumwiderstände erarbeitet werden, um möglichst konfliktarme Bereiche ermitteln zu können. Im Zuge der Aktualisierung der UVS wurden Kartierungen der Vögel und Fledermäuse (2014/2015) sowie der Wildkatze (2016) durchgeführt. Als Ergebnis wurde eine intensive Nutzung des landwirtschaftlich genutzten Raums durch streng und besonders geschützte Offenlandarten dokumentiert. Die bisher verfolgte Linie (violettfarbene Linie) stellte sich damit als nicht mehr belastbar dar, sodass auf Grund der gesetzlichen Rahmenbedingungen nach alternativen Korridoren und Linien gesucht werden musste.

In der vorläufigen Fassung der UVS (2018) schlägt der Fachgutachter unter ökologischen Gesichtspunkten vor, mit einer Trasse östlich von Altenbüren auf die vorhandenen B7 bei Brilon einzuschwenken. Diese soll verkehrlich so weit wie möglich in den Steigungsstrecken der vorhandenen B7 auch zusätzliche Fahrstreifen aufweisen, um die Verkehrsqualität möglichst hoch zu halten und den Zielen des Bedarfsplans zu entsprechen.

In die Abwägungsentscheidung für eine Trassenvariante gehen neben den Kriterien der Umwelt und Natur auch Kriterien aus den verkehrlichen und technischen Belangen und der Wirtschaftlichkeit ein. Ziel ist die Findung einer verkehrlich sinnvollen, technisch sowie naturschutzfachlich und naturschutzrechtlich machbaren und wirtschaftlich vertretbaren Vorzugsvariante.

Im Hinblick auf die Entlastungswirkungen in den Ortslagen zeigt sich, dass eine ortsnähere Variante Vorteile hat. Die Verkehrsmenge in den Ortsdurchfahrten und somit der Lärm und Schadstoffbelastungen reduzieren sich noch einmal deutlich im Vergleich zu ortsferneren Trassen.

Variantenübersicht

Der zu beplanende Streckenabschnitt wurde in vier Planungsabschnitte unterteilt. Dabei ergeben sich teilweise Kombinationsmöglichkeiten zwischen den einzelnen Abschnitten. Für den Planungsabschnitt I ist jedoch nur die Variante 1 möglich.

Variante 1 verläuft von Westen beginnend an der A46 Anschlussstelle Nuttlar in Richtung Osten bis nördlich Brilon und schließt dort an die B 480 an.

Die Varianten 2, 3 und 4 verlaufen östlich von Altenbüren. Sie stellen untereinander Alternativen dar.

Die Variante 8 wird mit einer großen Brücke über das Aatal geführt.

Die Variante 6 verläuft neben der vorhandenen Ortsumgehung Brilon als zusätzliche Straße mit Anschluss an die B 480 nördlich Brilon