A535: Neubau der Talbrücke „Am Putschenholz"

Foto: Talbrücke Am Putschenholz (Quelle: Straßen.NRW)
Talbrücke Am Putschenholz (Quelle: Straßen.NRW)

Zwischen Velbert und Wuppertal baut die Straßen.NRW-Autobahnniederlassung Krefeld auf der A535 die Talbrücke „Am Putschenholz“ neu. Die Brücke besteht aus zwei Teilbauwerken, jeweils eins pro Fahrtrichtung.

Erstmals in NRW kommt das Quick Change Moveable Barrier-/Road-Zipper-System zum Einsatz. Auf der Autobahn A535 wird das System ab März 2020 in einer Baustelle die Schutzwand zum Gegenverkehr um einen kompletten Fahrstreifen auf der Autobahn verschieben. So stehen jeweils in derjenigen Fahrtrichtung zwei Fahrstreifen zur Verfügung, wo der meiste Verkehr ist.

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Die Brücke
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Foto: Bau der Talbrücke Am Putschenholz (Quelle: Straßen.NRW)
Bau der Talbrücke Am Putschenholz (Quelle: Straßen.NRW)

Das Brückenbauwerk ist ein Spannbetonbauwerk, das im Jahr 1974 fertiggestellt wurde und damals als Brücke für einen Bundesstraßenquerschnitt gebaut worden.

Diese Brücke entspricht nicht mehr den Anforderungen an das heutige Verkehrsaufkommen. Auch aufgetretene Schädigungen machen einen Neubau notwendig. Die neue Brücke wird um circa sechs Meter länger und auch breiter als die Alte um den Anforderungen an einen Autobahnquerschnitt gerecht zu werden.

Die Brücke besteht aus zwei Teilbauwerken, jeweils eins pro Fahrtrichtung. Als ehemalige Bundesstraße (B224) hat die A535 nur eine geringe nutzbare Fahrbahnbreite von zehn Metern je Fahrtrichtung. Für eine Baustellenverkehrsführung mit Beibehaltung aller vier Fahrstreifen reicht diese Breite nicht aus. Der Platz auf der verbleibenden Brückenhälfte lässt nur drei Behelfs-Fahrstreifen zu.

Die Wechselverkehrsführung
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Dieses System ermöglicht die wechselseitige Freigabe eines zweiten Fahrstreifens pro Fahrtrichtung in Abhängigkeit von der Verkehrsstärke und kann das schneller, als es mit den bisherigen Methoden möglich war. Er verschiebt die komplette Fahrbahntrennung im Vorbeifahren und gibt so jeweils den zweiten Fahrstreifen für eine Fahrtrichtung frei. Die Methode schafft eine höhere Leistungsfähigkeit in der Baustellen-Verkehrsführung und bietet mehr Sicherheit für Verkehrsteilnehmer und Baustellenpersonal.

Grafik: Die Wechselverkehrsführung
Die Wechselverkehrsführung (Quelle: Straßen.NRW)

Spuraufteilung

Um die Morgenspitze zu berücksichtigen ist die Fahrbahntrennung so gestellt, dass von Montag bis Freitag zwischen 21 Uhr und 11 Uhr in Richtung Wuppertal zwei Fahrstreifen zur Verfügung stehen. Dieser zwei Fahrstreifen werden auch über die Wochenenden bestehen bleiben. In Richtung Essen/Velbert gibt es nur einen Fahrstreifen.

Um die Nachmittagsspitze zu berücksichtigen ist die Fahrbahntrennung so gestellt, dass von Montag bis Freitag zwischen 12 Uhr und 20 Uhr in Richtung Essen/Velbert zwei Fahrstreifen zur Verfügung stehen. In Richtung Wuppertal gibt es nur einen Fahrstreifen.

In den Zeiten zwischen 11 Uhr und 12 Uhr bzw. zwischen 20 Uhr und 21 Uhr wird die Fahrbahntrennung vom Road Zipper umgestellt. In der Zeit steht in jeder Richtung dann nur ein Fahrstreifen zur Verfügung. Sperrungen für die Umsetzungen sind nicht nötig.

Der Neubau der Brücke wird in der Wechselverkehrsführung über ca.zweieinhalb Jahre gebaut. Es stehen für den Verkehr in beiden Richtungen nur drei Fahrstreifen zur Verfügung. Die im Laufe eines Tages sehr unterschiedliche Verkehrsbelastungen können nur aufgefangen werden, wenn vormittags in Richtung Wuppertal zwei Fahrstreifen und in Richtung Essen nachmittags zwei Fahrstreifen zur Verfügung stehen.

Video
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YouTube-Video: Der Road Zipper im Einsatz

Quelle: WaschowVision Medienproduktion