Umwelt-Ausgleich bei Bochum

Der Ümminger See ist ein beliebtes Ziel für Spaziergänger nahe der A43. (Foto: Straßen.NRW)

Im Stadtgebiet Bochum führt der Ausbau der A43 an vielen Naherholungsgebieten vorbei, die Mensch und Tier gleichermaßen als Rückzugsraum dienen. Entsprechend wird hier der Umweltschutz nahe der Strecke besonders in Augenschein genommen. Zillertal, Oelbach und Ümminger See sollen möglichst wenig beeinträchtigt werden.

Insgesamt sind etwa 51 Hektar nördlich und 31 Hektar südlich des Autobahnkreuzes Bochum für Gestaltungs- und Ausgleichsmaßnahmen vorgesehen. Hierdurch wird die A43 landschaftsgerecht eingegrünt und mit den neu gepflanzten Feldgehölzen und Mähwiesen wird einer Vielzahl von Arten Lebensraum geboten.

Schutz für das Zillertal

Nicht nur für die Anwohner wird die Autobahn um ihre Wohngebiete herum verschwenkt. Auch auf die vielen geschützten Arten im Zillertal nimmt Straßen.NRW Rücksicht. Die Autobahn wird an dieser Stelle einfach auf der anderen Seite verbreitert. Auch ihre Entwässerung wird neu geordnet, damit keine Schadstoffe in die lokalen Gewässer fließen. Eine Umweltbaubegleitung sorgt dafür, dass diese Vorgaben strikt eingehalten werden.

Auch sonst sorgt eine Vielzahl von Ausgleichs- und Ersatzmaßnahmen dafür, dass die unvermeidlichen Auswirkungen des Straßenbaus auf Flora und Fauna kompensiert werden.

Das neue Oelbach-Ufer

Oelbachunterfuehrung
Beim Neubau der A43 erhält der Oelbach-Durchlass unter der Autobahn ein Ufer. Das freut die ansässigen Kleintiere.

Auch südlich des Kreuzes Bochum wird dafür gesorgt, dass der Straßenbau die umliegende Natur möglichst wenig beeinträchtigt. Der Ölbach gewinnt sogar hinzu: Der Durchlass unter der Autobahn wird verbreitert und bekommt Ufer. So können Tiere neben dem Wasser die Autobahn unterqueren. Dadurch wird eine verstärkte Vernetzung zwischen den Naturarealen seitlich der Strecke gefördert – was unter anderem die dortigen Fledermäuse freuen dürfte, die den Oelbach als Flugroute nutzen.

Auch das Brückenbauwerk über das Ölbachtal wird erweitert. Derzeit fließt der Oelbach sogar teilweise noch durch ein Rohr. Das soll sich ändern: Die Talbrücke wird insgesamt nach Osten verschoben, so dass der Bach nun vollständig unter ihr fließen kann. So gewinnt auch der Ümminger See, dessen tierische Bewohner nun von der breiteren, überirdischen Passage profitieren.