A3: Ersatzneubauten in Köln bei Rath/Heumar

Die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Rhein-Berg plant den Abbruch und den anschließenden Neubau von zwei A3-Brücken im Bereich Köln-Rath/Heumar. Die Unterführungen „Rather Schulstraße“ und „Eiler Straße“ liegen etwa 115 Meter voneinander entfernt. Sie wurden in den gleichen Jahren und auf die gleiche Bauweise errichtet. Die Ersatzneubauten werden daher synchron in einer Maßnahme realisiert. Die Arbeiten sollen im ersten Quartal 2019 beginnen und werden voraussichtlich Ende 2021 abgeschlossen.

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Ersatzneubau der Unterführungsbauwerke
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Die beiden rund 45 Meter breiten Bauwerke im Zuge der A3 in Köln-Rath/Heumar wurden im Jahr 1936 (TBW 3 und TBW 4) als Plattenbrücken errichtet. In den Jahren 1971/72 wurden die Brücken für den Ausbau der Autobahn auf sechs Fahrstreifen verbreitert (TBW 2 und TBW 5). Im Jahr 1974 wurden die Bauwerke mit Lärmschutzwänden (TBW 1 und TBW 6) nachgerüstet. Die beiden Bauwerke weisen identische Schäden auf, die sich lediglich in der Intensität unterscheiden. Aufgrund dieser Schäden werden die Brücken nun schrittweise abgerissen und neugebaut. Um auf der A3 während der gesamten Bauzeit sechs Fahrstreifen aufrecht zu erhalten, erfolgen Abriss und Neubau in vier Bauphasen.

Die neuen Bauwerke werden aus zwei statt vier Teilbauwerken (ein Teilbauwerk pro Fahrtrichtung) plus neuen Lärmschutzwänden bestehen (TBW A-D).

Abriss und Neubau in vier Bauphasen

Zustand heute

Die Brücken bestehen aus jeweils vier Teilbauwerken (TBW). Die beiden inneren TBW (3 & 4) wurden 1936 gebaut und in den Jahren 1971/72 um die äußeren TBW (2 & 5) erweitert. Die Lärmschutzwände (LSW) folgten im Jahr 1974 (TBW 1 & 6).

Bauphase I

Abriss des inneren TBW 4 in Fahrtrichtung (FR) Frankfurt und anschließender Neubau.

Bauphase II

Abriss des äußeren TBW 5 in FR Frankfurt sowie Abriss der alten LSW (TBW 6) und anschließender Neubau von beiden Elementen (TBW C & D).

Bauphase III

Abriss des inneren TBW 3 in FR Oberhausen und anschließender Neubau.

Bauphase IV

Abriss des äußeren TBW 2 in FR Oberhausen sowie Abriss der alten LSW (TBW 1) und anschließender Neubau von beiden Elementen (TBW A & B).

Endzustand

Die neuen Brückenbauwerke bestehen aus zwei TBW (B & C) – eines für jede Fahrtrichtung - sowie neuen, sechs Meter hohen LSW (TBW A & D).

Einschränkungen für den Verkehr
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Autobahn

Während der Ersatzneubauten der Bauwerke „Eiler Straße“ und „Rather Schulstraße“ wird der Verkehr auf der A3 eingeschränkt. Grundsätzlich stehen aber drei eingeengte Fahrstreifen je Fahrtrichtung zur Verfügung. In den verkehrsärmeren Zeiten (wochentags zwischen 10 und 14 Uhr sowie nachts und an Wochenenden) werden zeitweise Spuren gesperrt.

Vor und nach Abschluss der Arbeiten an den Brückenbauwerken wird es zusätzlich zu Einschränkungen auf der Autobahn kommen. In den Bauphasen 0 und 5 wird die Baustellenverkehrsführung eingerichtet bzw. abgebaut.

Innerstädtisch

Rather Schulstraße

Die Unterführung an der Rather Schulstraße ist während der gesamten Bauzeit für den motorisierten Verkehr gesperrt. Für Fußgänger wird ein 1,50 m breiter Notgehweg mit Schutzgerüst eingerichtet. Bei den kurzzeitigen Vollsperrungen (bei Abbrucharbeiten, Auf- und Abbau der Traggerüste) wird auch für den Fußgänger-Verkehr eine entsprechende Umleitung über die Eiler Straße ausgeschildert.

Der übrige Verkehr wird wie folgt umgeleitet:

Eiler Straße

Die Unterquerung der A3 im Verlauf der Eiler Straße bleibt trotz Baumaßnahme mit Einschränkungen erhalten. Im Bereich des Bauwerks wird nur ein Fahrstreifen für beide Fahrtrichtungen zur Verfügung stehen. Der Verkehr wird mit Baustellenampeln geregelt.

Weiträumig um die Eiler Straße werden an allen wichtigen Knotenpunkten Hinweistafeln mit Hinweis auf die Großbaustelle aufgestellt, damit der überregionale Verkehr großräumig ausweicht.

Vollsperrungen der Eiler Straße

Für den Abbruch der alten und das Auflegen der neuen Brückenteile sowie das Setzen von Bohrankern sind Vollsperrungen der Eiler Straße notwendig, um die Sicherheit der Verkehrsteilnehmer nicht zu gefährden. Die Vollsperrungen werden in die verkehrsärmeren Zeiten gelegt. In der Regel beginnen sie freitagabends und enden vor Einsetzen des Berufsverkehrs am Montagmorgen. Alle Vollsperrungen werden frühzeitig angekündigt. Der Fußgänger-Verkehr wird über die Rather Schulstraße geführt und entsprechend ausgeschildert. Das mit der Stadt Köln abgestimmte Umleitungskonzept für Kfz-Verkehr sieht wie folgt aus:

Lärmschutz
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2014 wurde entlang der A3 im Bereich Köln-Rath/Heumar mit der Erneuerung der Lärmschutzwände an beiden Seiten der Autobahn begonnen. Im Zuge der Brückenneubauten werden nun auch die verbliebenen Lücken geschlossen. Zusätzlich wurde im Frühjahr und Sommer 2018 die Fahrbahndecke - mit Ausnahme des Abschnitts im Bereich der beiden Unterführungsbauwerke - erneuert. Die Kombination aus Erneuerung der Lärmschutzwände und des Fahrbahnbelags schafft eine deutliche Verbesserung der Lärmsituation.

Alter vs. neuer Lärmschutz

Situation vorher (Eiler Straße): mit alten, niedrigen Lärmschutzwänden (Höhe: ca. 4 m) und altem, unebenen Fahrbahnbelag

Situation vorher (Rather Schulstraße): mit alten, niedrigen Lärmschutzwänden (Höhe: ca. 4 m) und altem, unebenen Fahrbahnbelag

Situation nachher (Eiler Straße): mit neuen, hohen Lärmschutzwänden (Höhe: ca. 6 m) und neuen, lärmarmen und ebenen Fahrbahnbelag

Situation nachher (Rather Schulstraße): mit neuen, hohen Lärmschutzwänden (Höhe: ca. 6 m) und neuen, lärmarmen und ebenen Fahrbahnbelag

Nach Fertigstellung der kompletten Baumaßnahme beträgt die Lärmschutzverbesserung gegenüber der vorherigen Situation an den nächstgelegenen Häusern im Bereich „Rather Schulstraße“ und „Eiler Straße“ 6 bis 10 dB(A). Davon beträgt allein die Verbesserung durch die neue Fahrbahndecke 2 db(A). Mit dieser Lärmschutzverbesserung wird die Einhaltung der maßgebenden Immissionswerte der Lärmsanierung innerhalb des Prognosezeitraums (Prognosejahr 2025) gewährleistet.