Verkehrsbelastung in Nordrhein-Westfalen

"Immer mehr Fahrzeuge drängen sich auf den Straßen" - solch allgemeine Analysen hat vermutlich jeder schon einmal gelesen oder gehört. Aber wie entwickelt sich der Verkehr konkret? Nimmt er wirklich überall zu? Sind tatsächlich "immer mehr Lkw auf der Strecke?

Um diese Fragen beantworten zu können, wird die Verkehrsbelastung auf Autobahnen, Bundes- und Landesstraßen in Nordrhein-Westfalen regelmäßig gemessen.

Kontinuierliche Verkehrszählungen (Dauerzählungen)

Induktionsschleifen in der Fahrbahn, so genannte "Automatische Dauerzählstellen", liefern wichtige Daten für die Planung, den Bau und die Unterhaltung seines Streckennetzes. Doch auch dem "Laien" macht die Statistik deutlich, wie viele Fahrzeuge tatsächlich auf den Straßen fahren.

Aktuelle Daten veröffentlicht regelmäßig das NRW-Verkehrsministerium.

Periodische Verkehrszählungen (Straßenverkehrszählungen)

Im Auftrag des Bundesverkehrsministeriums findet alle fünf Jahre eine bundesweite Verkehrszählung statt, zuletzt 2015. Die Ergebnisse dienen schließlich als Basis für Aussagen über die Verkehrsentwicklung und ebenso als Grundlage für Lärm- und Emissionsberechnungen. Von großem Nutzen sind die Daten zudem für Forschungsinstitutionen, Verbände und Bürgerinitiativen.

Aktuelle Daten veröffentlicht die Bundesanstalt für Straßenwesen.

Auf Basis der Verkehrszählung entstehen zudem Verkehrsstärkenkarten:

Fakten zum Verkehr in NRW

17,1 Prozent des Autobahnnetzes Deutschland liegen in Nordrhein-Westfalen. Die durchschnittliche Verkehrsbelastung liegt mit mehr als 61.000 Fahrzeugen täglich 22 Prozent über dem Bundesdurchschnitt (50.000). In NRW wird 20 Prozent der gesamten Fahrleistung Deutschlands erbracht (Stand: März 2018).

In NRW gibt es insgesamt rund 2.200 Kilometer Bundesautobahnen (BAB) in NRW, entsprechend 4.400 Kilometer Richtungsfahrbahnen. Auf rund einem Drittel davon sind Tempolimits angeordnet, einschließlich der rund 540 Kilometer an Richtungsfahrbahnen mit einer Verkehrsbeeinflussungsanlage (Stand: Juni 2017). Das entspricht genau dem Bundesdurchschnitt, der ebenfalls bei rund einem Drittel liegt.