A42: Sanierung bei Duisburg

Die A42 wird im Bereich Duisburg saniert: Zwischen der Rheinbrücke Beeckerwerth und Duisburg-Neumühl setzt die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Ruhr auf etwa sieben Kilometern Strecke Fahrbahn und Brücken instand. Ein großer Teil der Arbeiten ist bereits abgeschlossen.

Alle Arbeiten und Veränderungen der Verkehrsführung geschehen im fortwährenden Austausch mit den anliegenden Kommunen und der Leverkusener Verkehrszentrale. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei immer auch auf den benachbarten Rheinbrücken. Auf dieser Seite haben wir alle Informationen zu den noch anstehenden Sanierungen zusammengestellt.

Grafik: Verlauf der Sanierungsstrecke
Quelle: Straßen.NRW

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Die Rheinbrücke Beeckerwerth
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Die Rheinbrücke Beeckerwerth ist als gesamtes Bauwerk 1030 Meter lang und wurde 1990 fertig gestellt. Von 2018 bis 2019 wurden auf der Brücke die Fahrbahndecke und die Fahrbahnübergänge erneuert.

Im Schnitt passieren täglich etwa 75.000 Fahrzeuge die Brücke. Um die stark beanspruchte Brücke zu entlasten, wurden 2020 die Fahrspuren nach innen verlegt und an der Brücke eine Achslastmessstelle eingebaut. Fahrzeuge mit einer Achslast von mehr als 12 Tonnen dürfen die Brücke zurzeit nicht befahren.

Abschnitt 1: Rheinbrücke bis zum Kreuz
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Der erste Abschnitt zwischen der Rheinbrücke Beeckerwerth und dem Kreuz Duisburg-Nord ist fertiggestellt. Im Zeitraum von Ende 2015 bis Oktober 2020 wurde die A42 hier auf fünf Kilometern saniert. Dabei setzte die Straßen.NRW-Niederlassung Ruhr zahlreiche Brücken bis auf den Rohbau instand und erneuerte den Lärmschutz sowie die Fahrbahn. Die Bogenbrücke „Bahnhof Grünstraße“ stellte in diesem Abschnitt eine besondere Herausforderung dar.

Verstärkung der Bogenbrücke "Bahnhof Grünstraße"

Die Brücke "Bahnhof Grünstraße"

Nachdem die Gesamtkonstruktion der Brücke „Bahnhof Grünstraße“ mit massiven Betonplatten beiderseitig stabilisiert wurde, mussten die Schäden im Brückeninnern saniert werden. Dabei stellten die „Lager“, auf denen die Stahlbögen und die sich anschließenden Betonplatten auf den Beton-Unterbauten aufgelagert sind, die größte Schwierigkeit dar. Diese Lager befinden sich zwischen Brückenüberbau und Widerlagern (Brückenunterbau). Sie sorgen dafür, dass die Brücke flexibel bleibt.

Die Ingenieure waren davon ausgegangen, dass diese Lager eins zu eins ersetzt werden können, entsprechend wurde die Planung vorangetrieben. Durch die im Laufe der Jahre erfolgten Anpassungen der Normen, waren diese Lager jedoch in ihren Abmessungen größer und schwerer geworden. Dies traf insbesondere auch auf die Schrauben und Anker zu, mit denen die Lager auf den Beton-Unterbauten und am Brückenüberbau befestigt werden. Die genauen Maße waren erst am Ende der Planungskette zu bestimmen. Letztlich zeigte sich, dass ein einfacher Ersatz nicht möglich war.

Daher wurde die Statik der gesamten Brücke auf alternative Möglichkeiten untersucht, die Lagerung zu ändern, ohne die Brücke und die Beton-Unterbauten aufwändig umbauen zu müssen. Dieser erneute Planungsprozess nahm einige Zeit in Anspruch, konnte aber letztlich erfolgreich abgeschlossen werden.

Die Reparatur der Brücke fand vorwiegend im Inneren der Brücke statt. Hierbei wurden die Brückenteile einige Millimeter angehoben, Beton- und Stahlteile erneuert und dann wieder auf die neuen Teile abgesetzt. Aufgrund der beengten Platzverhältnisse im Brückeninnern und einer durch die Statiker festgelegten Reihenfolge ergab sich ein erheblicher Zeitbedarf.

Die Brücke über die Gleise des „Bahnhof Grünstraße“ konnte nach Abschluss der Arbeiten für die kommenden Jahre für den Verkehr freigegeben werden.

Abschnitt 2: Rund um das Kreuz
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Das erste wichtige Projekt auf dem zweiten Abschnitt rund um das Kreuz Duisburg-Nord war die Verstärkung der Brücke über die Hamborner Straße/Beecker Straße. Die Spannbetonbrücke, die im Jahr 1977 fertiggestellt wurde, ist der aktuellen Verkehrsbelastung nicht mehr gewachsen. Daher wurden unterhalb der Brücke bis Ende 2019 Verstärkungen angebracht, welche das Bauwerk stützen. Der Verkehr läuft derzeit auf der Brücke in beiden Fahrtrichtungen auf jeweils zwei Fahrstreifen.

Anfang 2021 starten die eigentlichen Arbeiten an der Oberseite der Autobahn. Dabei wird der Fahrbahnoberbau ebenso erneuert wie die Entwässerung. Zusätzlich erhält die Strecke eine Deckschicht aus Gussasphalt, der extrem langlebig ist. Darüber hinaus werden die Brücken grundhaft instand gesetzt – also bis auf den Rohbeton freigelegt, neu abgedichtet und mit neuem Fahrbahnbelag versehen. Auf dem Teilstück zwischen Hamborner Straße/Beecker Straße und der Anschlussstelle Duisburg-Neumühl liegen vier Stadtstraßen-Brücken und mehrere Brücken im Kreuzungsbereich von A59 und A42. Die Lärmschutzwände sind noch gut erhalten und werden nur auf den Brücken erneuert.

Die Auf- und Abfahrten im Kreuz bleiben grundsätzlich offen. Allerdings können kurzzeitige Sperrungen während der Baumaßnahme notwendig werden. Auf der A59 muss der Verkehr unter Umständen zeitweise über den Standstreifen laufen. Mitte 2023 werden die Arbeiten voraussichtlich abgeschlossen.