A42: Sanierung bei Duisburg

Die A42 wird im Bereich Duisburg derzeit saniert: Zwischen der Rheinbrücke Beeckerwerth und Duisburg-Neumühl setzt die Straßen.NRW-Niederlassung Ruhr auf etwa sieben Kilometern Strecke Fahrbahn und Brücken instand. Ein großer Teil der Arbeiten ist bereits abgeschlossen.

Alle Arbeiten und alle Veränderungen der Verkehrsführung geschehen im fortwährenden Austausch mit den Kommunen und der Leverkusener Verkehrszentrale. Ein besonderes Augenmerk liegt dabei immer auch auf den benachbarten Rheinbrücken. Auf dieser Seite haben wir alle Informationen zu den noch anstehenden Sanierungen zusammengestellt.

Grafik: Verlauf der Sanierungsstrecke
Quelle: Straßen.NRW

Wählen Sie aus, welcher Aspekt Sie interessiert:

Die Rheinbrücke Beeckerwerth
öffnen

Die Rheinbrücke Beeckerwerth wurde in den Jahren 2018 und 2019 instandgesetzt. Dazu gehörten unter anderem die Erneuerung der Fahrbahndecke und der Austausch der so genannten Fahrbahnübergänge.

Abschnitt 1: Rheinbrücke bis zum Kreuz
öffnen

Ein großer Teil des ersten Abschnittes zwischen der Rheinbrücke Beeckerwerth und dem Kreuz Duisburg-Nord ist bereits fertiggestellt. Im Zeitraum von Ende 2015 bis Februar 2018 wurde die A42 hier auf fünf Kilometern saniert. Dabei hat die Straßen.NRW-Niederlassung Ruhr zahlreiche Brücken bis auf den Rohbau instand gesetzt, den Lärmschutz und die Fahrbahn erneuert. Die Bogenbrücke „Bahnhof Grünstraße“ stellt in diesem Abschnitt eine besondere Herausforderung dar.

Der aktuelle Stand

Nachdem die Gesamtkonstruktion der Brücke „Bahnhof Grünstraße“ mit massiven Betonplatten beiderseitig stabilisiert wurde, müssen weiterhin die entstandenen Schäden im Brückeninnern saniert werden. Dabei stellen die „Lager“, auf denen die Stahlbögen und die anschließenden Betonplatten auf den Beton-Unterbauten aufgelagert sind, die größte Schwierigkeit dar. Diese Lager befinden sich zwischen Brückenüberbau und Widerlagern (Brückenunterbau). Sie sorgen dafür, dass die Brücke flexibel bleibt.

Die Ingenieure sind davon ausgegangen, dass diese Lager eins zu eins ersetzt werden können, entsprechend wurde die Planung vorangetrieben. Durch die im Laufe der Jahre erfolgten Anpassungen der Normen, sind diese Lager jedoch inzwischen in ihren Abmessungen größer und schwerer geworden. Dies trifft insbesondere auch auf die Schrauben und Anker zu, mit denen die Lager auf den Beton-Unterbauten und am Brückenüberbau befestigt werden. Die genauen Maße sind allerdings erst am Ende der Planungskette zu bestimmen. Letztlich hat sich gezeigt, dass ein einfacher Ersatz nicht möglich war.

Daher wurde die Statik der gesamten Brücke ein weiteres Mal auf alternative Möglichkeiten untersucht, um die Lagerung zu ändern, ohne die Brücke und die Beton-Unterbauten aufwändig umbauen zu müssen. Dieser erneute Planungsprozess hat einige Zeit in Anspruch genommen, konnte aber inzwischen erfolgreich abgeschlossen werden. Alle Prüfungen und Genehmigungen wurden erteilt, die neuen Lager, Schrauben und Anker wurden im Juni 2019 geliefert.

Allerdings werden der Abbau der alten noch vorhandenen Lager, die Vorbereitung der Beton- und Stahlkonstruktionen und der eigentliche Einbau noch etwas dauern. Am nördlichen Teilbauwerk, auf dem normalerweise der Verkehr in Fahrtrichtung Kamp-Lintfort läuft, wird voraussichtlich noch im ersten Quartal 2020 gebaut. Danach werden die vier Fahrstreifen auf den nördlichen Überbau umgelegt, so dass unter der Südseite gebaut werden kann, wiederum für ein halbes Jahr. Die Fertigstellung ist für Herbst 2020 geplant. Die weitere Sanierung der A42 im Abschnitt 2 ist dadurch nur gering beeinflusst.

Abschnitt 2: Rund um das Kreuz
öffnen

Das erste wichtige Projekt auf dem zweiten Abschnitt rund um das Kreuz Duisburg-Nord sind die Arbeiten an der Brücke über die Hamborner/Beecker Straße, die im Jahr 1977 fertiggestellt wurde. Diese Spannbetonbrücke ist der aktuellen Verkehrsbelastung nicht mehr gewachsen. Daher wurden unterhalb der Brücke bis Ende 2019 Verstärkungen angebracht, welche das Bauwerk stützen. Der Verkehr läuft derzeit auf der Brücke in beiden Fahrtrichtungen auf jeweils zwei Fahrstreifen.

Der aktuelle Stand

Ab Ende 2020 starten die eigentlichen Arbeiten an der Oberseite der Autobahn. Dabei wird der Fahrbahnoberbau ebenso erneuert wie die Entwässerung. Zusätzlich erhält die Strecke eine Deckschicht aus Gussasphalt, der extrem langlebig ist. Darüber hinaus werden die Brücken grundhaft instand gesetzt – also bis auf den Rohbeton freigelegt, neu abgedichtet und mit neuem Fahrbahnbelag versehen. Auf dem Teilstück zwischen Hamborner/Beecker Straße und Duisburg-Neumühl liegen vier Stadtstraßen-Brücken und mehrere Brücken im Kreuzungsbereich von A59 und A42. Die Lärmschutzwände sind dagegen noch recht gut erhalten und werden nur auf den Brücken erneuert.

Die Auf- und Abfahrten im Kreuz bleiben grundsätzlich offen. Allerdings können kurzfristige Sperrungen während der Baumaßnahme notwendig werden. Auf der A59 könnte der Verkehr zeitweise über den Standstreifen laufen. Ende 2022 sollen die Arbeiten abgeschlossen sein.