A42: Sanierung bei Duisburg ab 2019

Der erste Abschnitt

In dem Zeitraum von Ende 2015 bis Ende Februar 2018 wurde die A42 von der Rheinbrücke Beeckerwerth (km 8,5) bis zur Brücke über die Hamborner / Beecker Straße (km 13,5) saniert.

In diesem Abschnitt wurden zahlreiche Brücken grundhaft instand gesetzt, der Lärmschutz und die Fahrbahn erneuert. Die Bogenbrücke „Bahnhof Grünstraße“ stellt in diesem Abschnitt eine besondere Herausforderung dar. Nachdem die Gesamtkonstruktion mit massiven Betonplatten beiderseitig stabilisiert wurde, müssen jetzt noch die entstandenen Schäden im Brückeninnern saniert werden. Dies wird noch das Frühjahr 2019 in Anspruch nehmen, so dass ab dem Sommer die Brücke wieder uneingeschränkt nutzbar ist.

Die Rheinbrücke Beeckerwerth

Die Rheinbrücke Beeckerwerth stellt eine wichtige Verbindung zwischen dem Ruhrgebiet und den niederrheinischen und niederländischen Industrie- und Erholungsgebieten dar. Auf der Fahrtrichtung Kamp-Lintfort wurden der Fahrbahnbelag und die Übergänge an den Brückenenden bereits im Jahre 2017 saniert. Die Arbeiten für die Fahrtrichtung Dortmund waren für 2018 geplant, sie mussten jedoch kurzfristig wegen der Schäden an anderen Brücken gestoppt werden. Ab März 2019, Vorarbeiten beginnen bereits im Februar, sollen diese Arbeiten jetzt innerhalb von 3 Monaten nachgeholt werden. Es handelt sich hierbei nicht um Reparaturen, sondern um Instandhaltungen die an einem solchen Bauwerk turnusmäßig erforderlich werden. Außerdem erfolgen in diesem Zeitraum die im Rhythmus von 6 Jahren erforderlichen Prüfungen an den Brückenseilen. Wie schon im gesamten ersten Streckenabschnitt werden je zwei Fahrstreifen pro Richtung für den Verkehr zur Verfügung stehen.

Der nächste Abschnitt

Den Zeitraum des ersten Abschnittes haben wir bei Straßen NRW intensiv genutzt, um die weiteren Sanierungen an der A42 vorzubereiten. Dieser Abschnitt beginnt mit der Brücke über die Hamborner / Beecker Straße (km 13,5) und endet einige hundert Meter vor der Anschlussstelle Duisburg Neumühl (km 15,2). Derzeit wird in NRW die Tragfähigkeit der Brücken an Autobahnen mit Hilfe zeitgemäßer Rechenmodelle überprüft. Im Zuge dieser Bearbeitung wurde auch die Brücke über die Hamborner / Beecker Straße nachgerechnet. Es handelt sich um eine Spannbetonbrücke aus dem Jahr 1977. Bei der Überprüfung des Bauwerkes wurden Defizite festgestellt, die die Aufnahme des gegenwärtigen Verkehrsaufkommens auf Dauer (nicht akut) in Frage stellen. Darum wurden auf der Brücke bereits Verkehrsführungen eingerichtet, um diese zu entlasten. Mit der Verstärkung können diese Defizite beseitigt werden. Die Arbeiten, die ca. bis zum Jahresende 2019 dauern sollen, werden im Wesentlichen von unten, also von der Hamborner und der Beecker Straße geschehen. Die Gerüste werden dabei so gewählt, dass der Verkehr auf den innerstädtischen Straßen nur minimal eingeschränkt wird. Dies ist beim Auf- und Abbau der Gerüste, sowie bei einigen kurzen Arbeitsschritten der Fall.

Ab Ende 2019 werden dann auch die Arbeiten auf der A42 beginnen. Erneuert werden der Fahrbahnoberbau bis ca. 80 cm Tiefe, sowie die Entwässerung. Die Strecke erhält zukünftig eine Gussasphalt – Deckschicht. Die Brücken werden grundhaft instand gesetzt, das heißt bis auf den Rohbeton freigelegt, neu abgedichtet, mit neuen Fahrbahnbelägen versehen, sowie die Brückenausstattung erneuert. Insgesamt befinden sich auf dem Abschnitt der A42 vier Brückenbauwerke die instand gesetzt werden. Zudem muss das eigentliche Kreuzungsbauwerk mit der A59 (A42 oben / A59 unten) verstärkt werden. Der Grund ist auch hier die statische Überprüfung. Dieses Bauwerk ist, wie die Brücke über die Hamborner / Beecker Straße, dem Verkehrsaufkommen auf Dauer nicht gewachsen.

Die Lärmschutzwände in diesem Abschnitt befinden sich in einem recht guten Zustand. Hier werden nur im Zuge der Arbeiten auf den Brücken die Wände erneuert.

Grundsätzlich ist es vorgesehen, 3 Fahrstreifen je Fahrtrichtung der A42 weitestgehend aufrecht zu erhalten. Die Auf- und Abfahrten im Autobahnkreuz werden im Wesentlichen offen bleiben. Temporäre Einschränkungen in diesen Bereichen sind bauablaufbedingt aber nicht auszuschließen. Der durchlaufende Verkehr auf der A59 wird durch die Maßnahme ebenfalls für einen begrenzten Zeitraum betroffen sein. Hier sind jedoch nur Verschwenkungen auf den Standstreifen zu erwarten.

Insgesamt werden die Arbeiten bis zum Jahresende 2021 laufen. Die A42 stellt eine wichtige Ost – West Verbindung am Niederrhein dar. Im Hinblick auf die anstehenden Ausbaumaßnahmen im Großraum Duisburg – Oberhausen (A3, A59, A40 Rheinbrücke Neuenkamp) ist es daher äußerst wichtig, den Streckenabschnitt der A42 grundlegend instand zu setzen. Insgesamt werden hierfür ca. 18 Millionen Euro investiert.