A1/A57: Umbau des Autobahnkreuzes Köln-Nord

Das Autobahnkreuz Köln-Nord (AK Köln-Nord) ist Teil des Kölner Autobahnringes, hier kreuzen sich die A1 und A57. Der Kölner Autobahnring umschließt das Kölner Stadtgebiet mit den Autobahn-Abschnitten von der A1, der A3 sowie der A4 und gehört heute zu den höchst belasteten und stauanfälligsten Verkehrsverbindungen im Bundesgebiet, die Notwendigkeit zum weiteren Ausbau ist unumstritten.

Die A57 verläuft über den linken Niederrhein, Krefeld und Neuss nach Köln und ist ein bedeutender Zubringer für die Kölner Innenstadt. Die A1 führt von Heiligenhafen an der Ostsee nach Saarbrücken und trifft im Rheinland auf den Kölner Autobahnring. Hier wird im AK Köln-Nord die A57 über die A1 geführt.

Das AK Köln-Nord wurde in den 1960er Jahren als klassisches „Kleeblatt“-Kreuz gebaut, dessen Leistungsfähigkeit für das heutige Verkehrsaufkommen nicht mehr ausreicht. Insbesondere die sich kreuzenden Verkehrsströme auf den jeweiligen Verteilerbahnen bei einem Autobahnwechsel verursachen Behinderungen oder Staus. Aufgrund der Grundkonzeption des Autobahnkreuzes als Kleeblatt wirken sich diese Verkehrsstörungen weiter auf alle zufließenden Verkehrsströme aus. Im Hinblick auf die prognostizierte Steigerung des Verkehrsaufkommens ist daher eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit des Autobahnkreuzes Köln-Nord zwingend erforderlich.

Bis Anfang 2020 wurde vorab das Zentralbauwerk erneuert, bis Oktober 2020 wurde noch an einem Unterführungsbauwerk gebaut. Mehr dazu im Abschnitt Brückenbauwerke.

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Umbau
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Bei dem Umbau des Autobahnkreuzes Köln-Nord werden zwei Schleifenrampen durch zwei neue, sog. “halbdirekte“ Rampen ersetzt und damit die vorhandene Kleeblatt-Form baulich verändert. So wird für die Fahrbeziehung Euskirchen (A1) - Neuss (A57) eine Halbdirektrampe in Hochlage (Überführung über die A57) und für die Fahrbeziehung Dortmund (A1) - Köln (A57) eine Halbdirektrampe in Tieflage (Unterführung der A57) gebaut. Mit diesem Umbau entfallen bei einem Wechsel der Autobahnen die Verflechtungen, auf denen sich die Einfahr- und Ausfahrverkehre kreuzen. Somit kann eine Verbesserung der Leistungsfähigkeit und eine damit verbundene Erhöhung der Verkehrssicherheit erreicht werden.

Im Zusammenhang mit diesem Umbau werden die A1 und die A57 ausgebaut. Der Planfeststellungsabschnitt (siehe Grafik) der A1 beginnt hinter der Überführung Volkhovener Weg und endet vor der Unterführung Johannesstraße. In diesem Bereich wird die A1 durchgehend auf sechs Fahrstreifen ausgebaut. Der Planfeststellungsabschnitt der A57 beginnt bei der Anschlussstelle Köln-Chorweiler und endet vor der Unterführung Militärringstraße. Die A57 erhält mit dem Umbau eine Sechsstreifigkeit von nördlichen Planfeststellungsgrenze im Bereich der Anschlussstelle Köln-Chorweiler bis zum AK Köln-Nord.

Weiterer Zeitablauf

Das Baurecht für den Gesamtumbau liegt vor. Zum Jahreswechsel 2020/21 werden vorbereitende Arbeiten begonnen, die ohne Eingriff in die Verkehrsführung auskommen. Im nordöstlichen Teil des Autobahnkreuzes Köln-Nord entsteht zunächst eine neue Beckenanlage, für deren Bau sowie eine archäologische Untersuchung ab Januar 2021 Rodungsarbeiten stattfinden. Für den forstrechtlichen Ausgleich wird im Kölner Norden Ende 2020 eine 5,8 Hektar große Fläche aufgeforstet. Dabei werden ca. 22.500 Bäume und 7.000 Sträucher gepflanzt.

Grafik: Das Autobahnkreuz Köln-Nord
Das Autobahnkreuz Köln-Nord (Copyright Geobasisdaten: mit Genehmigung von GEObasis.NRW vom 01.01.2017)