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Pressemitteilung vom 23.09.2019

Straßen.NRW: Erste regionale Baustellenkonferenz für das Münsterland

Coesfeld (straßen.nrw). In Sanierung und Ausbau der Straßen-Infrastruktur des Landes NRW fließen Milliarden. 2018 hat Straßen.NRW einen Rekordhaushalt von 1,4 Milliarden gestemmt. Und nicht nur Straßen.NRW investiert in den Straßen- und Brückenbau, auch die Kommunen, die Bahn und die unterschiedlichen Versorger bauen. Die Folge: Stress und Zeitverluste für die Verkehrsteilnehmer. Um diese Belastungen so gering wie möglich zu halten, setzt Straßen.NRW verstärkt auf Baustellenmanagement. "Wir haben technische Möglichkeiten geschaffen, Baustellen unterschiedlicher Akteure zu koordinieren, suchen aber auch den direkten Kontakt", sagte Straßen.NRW-Direktorin Elfriede Sauerwein-Braksiek am Montag (23.9.) bei der ersten regionalen Baustellenkonferenz in Coesfeld.

Im März 2019 hatte Straßen.NRW in Gelsenkirchen zur NRW-weiten Baustellenkonferenz eingeladen, auf der die wichtigsten der gut 140 Großbaustellen im Autobahnnetz des Landes vorgestellt wurden. Nun stehen in den Regionen insgesamt sieben regionale Baustellenkonferenzen an, zu denen Kreise, Kommunen, die Bahn und viele weitere Baulastträger eingeladen sind. Kernpunkt der Konferenzen: das neue Baustellenkoordinations-Webportal "TIC Kommunal".

Pilotprojekt mit elf Kommunen erfolgreich

Die unterschiedlichen Baulastträger wie die Bahn und die Kommunen tragen ihre planbaren Baustellen über ein unkompliziert zu bedienendes Webportal ein und können die Informationen so bereits frühzeitig einem Fachkreis zugänglich machen. Ziel des Portals "Traffic Information Center" (TIC) ist, die Beeinträchtigungen durch planbare Baustellen für Wirtschaft und Pendler so gering wie möglich zu halten. Mit der Deutschen Bahn hat Straßen.NRW im Mai 2019 bereits eine Vereinbarung zur künftigen Zusammenarbeit über TIC vereinbart und auch mehrere Städte haben bereits die Teilnahme an TIC zugesagt. Nach einem erfolgreich verlaufenen Pilotprojekt mit elf Kommunen im Regierungsbezirk Köln hatte das Verkehrsministerium alle großen Kommunen im Land eingeladen, ihre Daten in das vom Land kostenlos zur Verfügung gestellte Baustellenmanagementsystem einfließen zu lassen.

Früh ins Gespräch kommen

"Wir müssen mit allen Beteiligten und Betroffenen so früh wie möglich ins Gespräch kommen", sieht Straßen.NRW-Direktorin Elfriede Sauerwein-Braksiek angesichts der steigenden Zahl an Baumaßnahmen einen hohen Koordinationsbedarf. Wer baut wann, wo und wie lange? Diese und weitere Fragen bündelt die im Herbst 2018 gegründete Straßen.NRW-Stabsstelle Baustellenkoordination. Sie hält über die Baustellenkonferenzen hinaus den Kontakt zu allen Beteiligten, immer mit dem Ziel, zeitliche und räumliche Konflikte zu vermeiden. Neben den direkten Absprachen dient nun auch die digitale Plattform "Traffic Information Center" (TIC) der Koordination. "Hier können verkehrsrelevante Baustellen eines Baulastträgers schnell und unkompliziert auf mögliche Konflikte mit Baustellen von anderen Baulastträgern überprüft werden", erklärte Jan Lohoff, Leiter der Straßen.NRW-Stabsstelle Baustellenkoordination, dass so schon bei den ersten Planungsschritten erkannt werden kann, wo parallele Bautätigkeit zu Problemen für den Verkehr führen könnten.

Infos auch für Navis

Die Daten, die mit Hilfe von TIC zusammengetragen werden, haben am Ende auch für die Verkehrsteilnehmerinnen und Verkehrsteilnehmer einen konkreten Nutzen. Relevante Informationen fließen in das Straßen.NRW-Verkehrsportal www.verkehr.nrw ein, auf dem bereits jetzt alle Baumaßnahmen, Einschränkungen und Sperrungen auf den NRW-Autobahnen zu finden sind. Künftig sollen hier auch Informationen für das so genannte nachgeordnete Straßennetz zu finden sein. Bis hin zu Bauarbeiten auf einer städtischen Straße oder der Sperrung einer Bahnstrecke. Darüber hinaus werden die mit dem TIC System erfassten Baustelleninformationen erstmalig über den Mobilitätsdatenmarktplatz des Bundes (MDM) in einem standardisiertem Format veröffentlicht und weiteren Abnehmer wie den Betreibern von Navigationssystemen zur Verfügung gestellt.

Neben der Bahn hat in Coesfeld auch die Stadt Münster ihre wichtigsten Baumaßnahmen der kommenden Monate vorgestellt.

Hintergrund

Straßenbaumaßnahmen im Raum Drensteinfurt - Sendenhorst mit deutlichen Überlagerungen der Umleitungsstrecken

2018 wurde der erste Bauabschnitt der L851 von Drensteinfurt nach Sendenhorst mit einer Länge von 4,1 Kilometern begonnen und im Frühjahr 2019 abgeschlossen.

Die Ortsdurchfahrt von Albersloh (L586) befindet sich momentan im Bau. Diese Maßnahme wird in Kombination mit der Kanalsanierung der Stadt Sendenhorst unter Vollsperrung ausgeführt. Der gesamte überörtliche Verkehr wird über die L520 und L585 und großräumig über die B58/B54 und L586 umgeleitet. Die Erreichbarkeit des Handels und der Gewerbebetriebe in Albersloh ist dabei immer aufrecht zu erhalten.

Dringend erforderliche Sanierungsmaßnahmen auf der L520 von Wolbeck nach Sendenhorst und auf der L585 von Drensteinfurt nach Albersloh. Können wegen der Arbeiten an der L586 erst in den nächsten zwei bis drei Jahren erfolgen, da wechselweise andere Strecken als Umleitungsstrecken zur Verfügung stehen müssen.

Ebenfalls zeitlich eingepasst werden muss der zweite Bauabschnitt des Ausbaues der L851 von Drensteinfurt nach Sendenhorst. Auch hier muss der Ausführungsbeginn entsprechend abgestimmt werden.

Weiterer Koordinierungsbedarf besteht bei den Maßnahmen der WLE, die aus der Reaktivierung der Eisenbahnstrecke zwischen Münster und Sendenhorst erforderlich werden.

Instandsetzung L572 Gronau-Landesgrenze zu Niedersachsen

Die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Münsterland arbeitet seit Juli 2019 auf der L572 vom Ortsausgang Gronau bis zur Landesgrenze. Im gesamten Bauabschnitt sind mehrere einmündende Wirtschaftswege und Anlieger angebunden. Die Sanierung der rund 1,9 Kilometer langen Strecke erfolgt sowohl im Tief- als auch im Hocheinbau. Zusätzlich werden die kombinierten Rad-/Gehwege entlang der gesamten Strecke komplett neu aufgebaut.

Für einen etwa vier Wochen wurde die L572 voll gesperrt. Lediglich die Anlieger erhielten die Möglichkeit, im Rahmen einer Einbahnstraßenregelung von Gronau kommend bis zum Dreiländersee fahren zu können. Gleichzeitig laufen noch Bauarbeiten auf der L42 (Verlängerung der L572 auf niedersächsischer Seite) in Höhe des Klosters Bardel ebenfalls unter Vollsperrung. Somit ist eine Durchfahrt von Gronau nach Gildehaus/Bad Bentheim bis Anfang Oktober nicht möglich.

Zu Schulbeginn musste eine Durchfahrtsmöglichkeit für die Anlieger und Schulkinder zum Kloster Bardel koordiniert werden.

Sanierungsmaßnahme der B54 Nienberge - Altenberge

Die Straßen.NRW-Regionalniederlassung Münsterland saniert zurzeit die Bundesstraße B54 von Münster in Fahrtrichtung Steinfurt/Gronau. Anfang Juli wurde die B54 an einem Wochenende zwischen Altenberge-Süd und Altenberge unter Vollsperrung saniert. Seit 9. September wird im Streckenabschnitt von der Anschlussstelle Münster-Nienberge bis Altenberge-Süd gebaut. Für diese Bauarbeiten ist eine Vollsperrung dieses Abschnittes in Fahrtrichtung Steinfurt Gronau notwendig.

Die Umleitung führt über die parallel verlaufende L510 und wird am Kreisverkehr vor Altenberge wieder auf die B54 geführt. Alle Fahrbeziehungen im Bereich der Autobahnanschlussstelle Münster-Nord bleiben erhalten. Diese Bauarbeiten dauern bis Mitte Oktober. Direkt im Anschluss daran wird der Kreisverkehrsplatz L510/Vorbergweg/Haus Uhlenkotten in Münster-Nienberge saniert. Anfang November werden die gesamten Arbeiten abgeschlossen sein.

Die Arbeiten in diesem Streckenabschnitt wurden mit der Baumaßnahme der Stadt Münster abgestimmt. Die Stadt Münster investierte in Nienberge in den Hochwasserschutz im Bereich der Hunnebecke. Ein 150 Meter langes Stahlbetonrohr mit 2,4 Meter Durchmesser ersetzte unter der Bundesstraße 54 bei der Anschlussstelle Nienberge das vorhandene Rohr. Gebaut wurde in einer offenen Bauweise. Das wiederum beeinträchtigte etwa zwölf Wochen lang den Verkehr auf der B54.

Erst nach Fertigstellung dieser Bauarbeiten konnte die Instandsetzung der B54 Nienberge -Altenberge begonnen werden.

Die Maßnahme Kreisverkehrsplatz Haus Uhlenkotten kann ebenfalls aufgrund von Überlagerung der Umleitungsstrecken erst anschließend durchgeführt werden.

Pressekontakt: Jan Lohoff, Telefon 02171-58086-234; Sandra-Maria Beermann, Telefon 0251-1444-763

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