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Pressemitteilung vom 01.10.2019

B59-Ortsumgehung feierlich freigegeben: Über 90 Prozent des Verkehrs führt nun an Sinsteden vorbei

Rommerskirchen-Sinsteden/Mönchengladbach (straßen.nrw). Mehr als 12.000 Fahrzeuge quälten sich bislang täglich durch den Rommerskirchener Stadtteil Sinsteden. Damit ist nun Schluss: Am Dienstag, 1. Oktober, ist die Ortsumgehung Sinsteden (B59) von NRW-Verkehrsminister Hendrik Wüst, Marcus Elsing, Ministerialrat im Bundesministerium für Verkehr und digitale Infrastruktur, und Straßen.NRW-Direktorin Elfriede Sauerwein-Braksiek feierlich freigegeben worden.

Wichtige Verbindung

Die B59 ist eine wichtige Verbindung zwischen A46 und A1. Für die Bewohner des Ortsteils Sinsteden war diese Straße bislang aber eine Trennlinie inmitten ihrer Gemeinde. „Mit dem Bau der Ortsumgehung stärken wir die Verbindungsfunktion, entlasten aber gleichzeitig die Bürger von Sinsteden. Für die Anwohner bedeutet das eine deutliche Verbesserung der Wohn- und Lebensqualität. Gleichzeitig wird die Verkehrssicherheit für Fußgänger und Radfahrer verbessert“, sagte Hendrik Wüst bei der Freigabe am Nachmittag.

Die Verkehrsprognose macht deutlich, wie wichtig der Bau der Ortsumgehung für die Sinsteder Bürger ist: Mit 13.500 Fahrzeuge rechnet Straßen.NRW im Jahr 2025 auf der B59 täglich. Im Ortskern selbst sollen es dann nur noch 700 Fahrzeuge sein. Eine Entlastung von über 90 Prozent, die die Bürgerinnen und Bürger ab sofort spüren können: Schließlich waren es bis zur Freigabe auch schon fast 12.500 PKW und LKW, die täglich durch die Gemeinde rollten.

Enak Ferlemann, Parlamentarischer Staatssekretär beim Bundesminister für Verkehr und digitale Infrastruktur, anlässlich der Verkehrsfreigabe: „Mit der Ortsumgehung Sinsteden verbessern wir den Verkehrsfluss für Wirtschaft und Pendler – und entlasten die Anwohner von Lärm und Abgasen. Das ist ein Gewinn für alle! Zusammen mit der 2009 fertiggestellten Ortsumgehung Rommerskirchen ist die B 59 nun eine starke Verbindung zwischen A46 und A1.“

Streuobstwiesen und Wildkräuter

9,5 Millionen Euro hat der Bund in den Bau der Ortsumgehung Sinsteden investiert. Gut zwei Kilometer Straße wurden gebaut, zwei Ampelanlagen installiert und zum Schutz der Anlieger 700 Meter Lärmschutzwall mit einer Höhe von drei Metern angeschüttet. Eine Brücke verbindet zudem den Sinstedener Ortskern mit dem Aussiedlerhof Meisenhof. Doch der Landesbetrieb Straßen.NRW baut nicht nur Straßen und Brücken, jeder Eingriff in Natur und Landschaft muss ausgeglichen werden. In unmittelbarer Nähe zur B59 bieten darum Streuobstwiesen künftig Lebensraum und Nahrung für besonders geschützte Tier- und Pflanzenarten. Landwirtschaftliche Flächen werden als Ausgleich für den Eingriff in die Natur in Zukunft extensiv genutzt, ein wildkrautreicher Acker soll vor allem Insekten Nahrung bieten.

„Unsere Ausgleichsflächen in Nordrhein-Westfalen sind größer als 8000 Fußballfelder und vielfältig wie die Natur im ganzen Land“, sagte Straßen.NRW-Direktorin Elfriede Sauerwein-Braksiek. „Allein im Jahr 2018 haben wir 1,5 Millionen Euro in Pflege und Unterhaltung investiert. Auch hier in Sinsteden sind nun Flächen geschaffen worden, die einen angemessenen Ausgleich für den Eingriff in die Natur bieten.“

Pressekontakt: Gregor Hürter, Telefon 02161-409-334; Susanne Schlenga, Telefon 0209-3808-333

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